Ist Gendern narzißtisch?

Na, aber sicher.

Wer gendert, nimmt sich wichtig. Niemand käme von alleine auf die Idee, solch eine lächerliche Kunstsprache zu verwenden. Bis vor wenigen Jahren schafften es unsere Qualitätsmedien noch völlig banal ihre Informationen an den Mann zu bringen.

Aber die neue Moral wollte es so, daß dieses Deutsch angeblich schlecht sei. Seine Funktionsfähigkeit wurde vehement abgestritten. Dazu bedurfte es komplizierter Konstruktionen des Guten und Fortschrittlichen, um sich selbst und dem tumben Volke vormachen zu können, die neue Sprache habe irgendeine Legitimität und Rationalität.

Nur so schaffte man es, eine lächerliche und weltfremde Kunstsprache vor sich selbst zu rechtfertigen.

Erst in den letzten Jahren hat sich das Gendern sintflutartig über unsere Gesellschaft ergossen. Ich bezeichne den Geisteszustand hinter der Gendersprache auch als moralischen Narzißmus. Das ist der etwas vornehmere Begriff für „Gutmenschentum“. Den können alle die verwenden, die es beim Begriff des Gutmenschen mit der Angst zu tun bekommen und fürchten, von taffen Demokratiebewahrern als „rechts“ gebrandmarkt zu werden.

Neulich landete ich mal auf dem Blog „Umgang mit Narzißten“ und wurde dort des folgenden Kommentars einer gewissen Lilli gewahr – wobei das von ihr darin verwendete Kürzel NPS vermutlich für Narzißtische Persönlichkeitsstörung steht, wie mir mein unerreichtes und epochal gutes Kombinationsvermögen verriet, für das mich die ganze Welt bewundert. Ihr Kommentar ist unfreiwillig komisch und zeigt noch mal die Fallstricke der Gendersprache:

Klienten/innen mit NPS-Problemen gehen, meiner Erfahrung in meiner Verwandtschaft nach, auf keinen Fall oder auf Druck von Angehörigen pro forma zum/r Therapeuten/in. Kennt diese/r sich mit NPS aus, versucht er dem/der Klient/in zu helfen. Kennt er/sie sich nicht damit aus, schauspielert der Narzisst/die Narzisstin eine Zeitlang Überlegenheit und ‚braucht‘ keine Therapie.

Das hat jetzt jeder verstanden. War zwar recht kompliziert und etwas bizarr. Die Botschaft ist aber angekommen.

Doof nur, daß die sogenannte geschlechtergerechte Sprache ein unbeherrschbares Monstrum, ein Homunculus ist. Bisher hat es noch niemand geschafft, diesen Bastard zu zähmen. Immer unterlaufen irgendwelche Fehlleistungen, auch den größten Gender-Pharisäern. Deshalb ist die Einbildung, man schreibe oder spreche „geschlechter-gerecht“, von enormer Bedeutung. Denn allein dadurch fährt man schon die Ernte der tollen Moral ein. Zumindest subjektiv.

In diesem Fall hat Lilli beim zweiten Satz etwas geschludert, der ureigentlich wie folgt aussehen müßte, wollte er das Prädikat geschlechtergerecht wirklich zurecht tragen:

Kennt diese/r sich mit NPS aus, versucht er/sie dem/der Klienten/in zu helfen.

Ein vergessenes Pronomen also. Und eine suboptimale männliche Deklination. Ich betätige mich immer gerne als Geschlechtergerechter unter den Völkern.

Leider ist es ein bißchen unfair von mir, die Kommentatorin Lilli hier des Narzißmus zu bezichtigen, denn sie scheint dieses Problem durchaus selbstkritisch zu reflektieren und kein Gender-Taliban zu sein. Vermutlich folgt sie nur unbedacht dem Zeitgeist und hat die Unsinnigkeit der Gendersprache noch nicht durchschaut.

Ich wollte hier nur mal ein Beispiel aus dem Alltag zeigen, was für Tücken das Gendern bereithält und daß diese Sprache wohl auch beim besten Willen letztlich immer nur Fake bleiben wird. Gendern ist derartig weltfremd und überkomplex, daß selbst dessen Anhänger wohl auf alle Ewigkeit an der heißersehnten „Geschlechtergerechtigkeit“ scheitern werden.

Aber so war es mit dem Sozialismus ja auch schon, der leider immer nur ein realexistierender war. Kein Grund, von all den tollen narzißtischen Verheißungen abzurücken, die solche Ideologien versprechen. Wir wollen doch die Guten sein. Da kann man ruhig ein paar Augen zudrücken.

Ganz sicher kann man konstatieren, daß das Gendern in der Weltgemeinschaft der Bolschewoken, der Frauenförderer, der feministischen Ödipusse und all der anderen Gutmenschen eine narzißtische Funktion der Selbstaufwertung hat. Es ist quasi eine selbsterschaffene Moral, die mich vor den anderen Menschen auszeichnet. Und es bedarf schon enormer Verrenkungen, um diese Moral überhaupt für voll zu nehmen – um sich selbst diesen ganzen Schwindel abzunehmen.

So funktionieren alle Ideologien. Sie alle geben ihren Anhängern das Gefühl, auserwählt zu sein, eine Wahrheit entdeckt zu haben, die man unbedingt verwirklichen müsse und die die anderen aufgrund ihrer Rückständigkeit oder Verkommenheit nicht anerkennen wollen.

Dumm nur, daß diese Moral sich nach ein paar Jahrzehnten immer als Mogelpackung entpuppt.

 

Der Narzißmus der angeblich höheren Moral, der angeblich unum-stößlichen Wahrheit führt zu einer Verkümmerung des Denkens und der geistigen Autonomie. Warum auch sollte man seine Ressourcen verschwenden und diese tolle, wunderbare neue Moral hinterfragen?

Man verlöre seinen Status der Einzigartigkeit. Und die schöne Geborgenheit in der Gruppe der Auserwählten.

Nach diesem Muster funktioniert jede Sekte, jedes totalitäre System, aber auch jede Partei-Ideologie in demokratischen Staaten.

Fairerweise und unglaublich reflektiert muß man allerdings auch noch anfügen, daß diese narzißtische Dynamik auch die Kritiker von totalitären und anderen Lügensystemen betrifft. Auch hier kann man sich darin sonnen, zu den wenigen Menschen zu gehören, die z.B. ein gesellschaftliches Lügensystem wie den Feminismus durchschaut haben. Auch hier kann es zu narzißtischen Gruppenbildungen kommen, zu Ausgrenzungs- und Orthodoxiedynamiken.

Und genau das passiert auch in der Szene der „Maskulisten“, der Antifeministen, der Kritiker von Feminismus und Gender-Ideologie. Man stilisiert gewissermaßen eine Art Endkampf des Guten gegen das Böse und nimmt sich wichtig. Dies führt dann zu kruden Denkfiguren, daß der Staat die Wurzel allen Übels sei, oder zu bizarren Zerrbildern von Frauen, die Männer nur ausnähmen und ihnen keinerlei Empathie entgegenbrächten.

Man muß also immer auf der Hut sein, nicht dem moralischen Narzißmus und Größenwahn zu verfallen.

Viele totalitäre oder autoritäre Bewegungen fingen als Außenseiter an und kritisierten das herrschende System, die herrschende Moral. Später, als sie selbst an der Macht waren oder den Zeitgeist bestimmten, wurden sie ebenfalls totalitär und autoritär. Wurden ihre Vertreter selbst zu Moralaposteln und Spießern, die anderen vorschrieben, was sie zu denken haben.

Dies läßt sich über das Christentum sagen, den Kommunismus, aber auch den Feminismus. Die kleine Auswahl sollte nicht darüber hinweg täuschen, wie universell dieses Phänomen ist. Macht korrumpiert – auch auf geistiger Ebene.

Moralischer Größenwahn und das Bedürfnis, ein vermeintlich guter Mensch zu sein, sind so omnipräsent, daß Menschen leicht einer postulierten Moral auf den Leim gehen. Es muß nur jemand daherkommen und behaupten, Gendern sei „geschlechtergerecht“ und „Geschlechtergerechtigkeit“ sei etwas Gutes, schon deaktivieren viele Menschen die Bereiche ihres Gehirns, die für Skepsis und kritisches Denken zuständig sind.

Moral ist eine verführerische Droge.

Deshalb sollte man sie konsequent auf ihre Inhaltsstoffe prüfen. Leider lernen die allermeisten Menschen in ihrer Kindheit, sich einer bloß postulierten Moral zu unterwerfen. Kinder können das mißbräuchliche Verhalten ihrer Eltern noch nicht hinterfragen. Sie fügen sich der falschen Moral notgedrungen und unterdrücken ihre wahren Gefühle – zugunsten einer Überlebensmoral.

Dies ist der einfache Grund, warum das hier angesprochene Muster der Moralsucht so universell ist und warum so viele Menschen nicht ohne Fake-Moral auskommen, habe sie nun einen progressiven oder konservativen Anstrich. Man will unbedingt zu den Guten gehören – sei dieses „Gute“ auch noch so absurd und konstruiert. Ein Kind hat keine andere Wahl. Erwachsene können dieses Muster aber hinterfragen.

Daß das Gendern für seine Vertreter eine narzißtische Funktion hat, erkennt man an vielem. Z.B. daran, wie abschätzig sie auf Kritik und Andersdenkende reagieren. Wie unfähig sie sind, sich ernsthaft mit Gegenargumenten auseinanderzusetzen bzw. die vielen Widersprüche und Inkonsistenzen der Gender-Moral zu durchschauen. Auch daran, wie unglaublich unfähig Gender-Fans sind, wenn es darum geht, die formale Geschlechtergerechtigkeit auch tatsächlich umzusetzen. Es wimmelt da ja nur so von Fehlleistungen.

Wie bei anderen Ideologien auch zählt letztlich allein das Bewußtsein der Auserwähltheit. Die Autosuggestion der wie auch immer gearteten Gerechtigkeit. Wie unstimmig und absurd das System dahinter auch sein mag.

Ähnlich schaffen es ja auch Narzißten, sich einzubilden, sie seien die Größten, seien unfehlbar etc. Und notfalls gehen sie dafür auch über Leichen.

 

Das eingangs erwähnte Beispiel der Kommentatorin ist wie gesagt etwas unfair, da es sich bei ihr aller Wahrscheinlichkeit nach nicht um eine Gesinnungstäterin handelt. Es bot sich nur für diesen Artikel an und zeigte auch noch mal unfreiwillig, daß Gendern eine schwierige Angelegenheit ist, die in den seltensten Fällen wirklich funktioniert. Und natürlich auch, was für ein Kropf das Ganze ist.

Bleibt festzuhalten, daß der narzißtische Hintergrund des Genderns nicht zu unterschätzen ist. Er führt dazu, daß erwachsene Menschen, selbst Professoren den größten Schwachsinn von sich geben können. Narzißmus ist letztlich nichts anderes als die Deaktivierung von Selbstkrtitik und Selbsreflexion – oder akademisch ausgedrückt: von Falsifizierung.

Und moralischer Narzißmus ist kompliziert. Schaut man sich die Fake-Moralen der Geschichte so an, so fällt auf, was für unglaublich komplexe und lebensfremde Systeme mit aller Gewalt etabliert werden konnten, nur um an die heißersehnte Droge Moral zu kommen.

Seien es absurde religiöse Vorschriften wie die männliche und weibliche Beschneidung. Oder daß man fünfmal am Tag beten und fasten müsse.

Oder sei es die Rassenlehre der Nazis mit all ihrem Klimbim, die das Leben der Menschen komplett auf den Kopf gestellt hat.

Gendern ist auch ziemlich kompliziert und stellt unsere sprachliche Selbstverständlichkeit von heute auf morgen mittels völlig absurder, paranoider, zwanghafter Denkfiguren auf den Kopf.

Moralischer Narzißmus bedeutet immer eine Enteigentlichung des Lebens. Wir dürfen nicht so sein, wie wir sind. Denn Autoritäten haben festgestellt, daß dies unbedingt so sein müsse.

Stattdessen kann uns nichts Besseres passieren als eine sogenannte gerechte Sprache. Also eine großartige, wunderbare, unfehlbare Sprache, die das Leben auf einmal viel gerechter macht und von allem Unrat befreit. Schlimme Todsünden wie Neger, Zigeuner, Indianer oder das generische Maskulinum verschwinden im Dunkel der Vergangenheit.

Und wir alle gehen unserer sprachlichen Erlösung entgegen.

Hört sich ziemlich narzißtisch an. Und ziemlich unentspannt.

Ist es auch. 🙂

Gendern mit Ulrike Folkerts: „meine Kollegen*innen“

Ich habe ja hier schon mal in einigen Artikeln erwähnt, daß das generische Maskulinum bzw. unser normales Deutsch auch bei den wokesten Gender-Kriegern fest im Sattel sitzt und sich diese Tatsache immer wieder in der Diktion niederschlägt. Es will eben noch nicht so recht klappen mit der totalen Kontrolle über unser natürliches Deutsch. Mit der totalen Selbstentfremdung zugunsten einer Fake-Moral.

Immer wieder zeigt sich wider Erwarten die natürliche Sprachspur. Immer wieder entfährt auch Gender-Begeisterten das altvertraute und so verhaßte Bio-Deutsch. Es ist schier eines der größten Rätsel der Weltgeschichte, daß diese Leute selbst nicht merken, was sie sich mit dem Gender-Dialekt antun und was für eine weltfremde Frankenstein-Sprache sie da kreiert haben.

Alles selbstverständlich im Namen des Guten.

Gender-Verwender sind weit davon entfernt zu verstehen, daß es so etwas wie ein sprachliches Unbewußtes gibt – also unsere Mutter-sprache, unsere Kindersprache. Als wir intellektuell noch gar nicht dazu in der Lage waren, so einen Unsinn wie den Gender-Slang in die Welt zu setzen oder auch nur zu verstehen. Und als unsere Kommunikation völlig problemlos gelang.

Man erkläre mal einem Kind, daß es nun von „Mitschülerinnen und Mitschülern“ reden solle und daß sein bisheriges Deutsch nicht „geschlechtergerecht“ gewesen sei. Glücklicherweise sind Kinder nicht so leicht zu manipulieren, weil sie noch keinen krankhaften, perversen Intellekt ausgebildet haben. Sie werden solch einen verquasten Unsinn aus der Welt der Großen wohl wieder ganz schnell vergessen.

Auch hier ist es das achte Weltwunder, daß unsere Gender-Soldaten nicht dazu fähig sind, die einfachste und offensichtlichste Empirie zur Kenntnis zu nehmen. Nämlich, daß der Gender-Salat eines der lächerlichsten und weltfremdesten Konstrukte der Menschheitsge-schichte ist.

In Kindern, aber auch in tumben Proletariern ohne Abschluß in Gender, Postcolonial oder Queer Studies ist unsere natürliche Sprach-DNA noch intakt und unberührt. Wer sich wie viele „Linke“ über Monsanto und Gentechnik aufregt, müßte sich also auch über das manipulative Gender-Deutsch echauffieren, das uns von unserer Muttersprache entfremdet.

Auch die Agrar-Konzerne verweisen wie die Gender-Gemeinde auf wundersame Vorteile, die die genetische Manipulation der Natur angeblich mit sich bringe. Sowohl Gender- als auch Agrarlobby sind sich insofern sehr ähnlich, als beide angeblich wissenschaftliche Studien lancieren, um die öffentliche Meinung und Politik zu beeinflussen. Und ihre Produkte quasi in den Markt zu drücken oder als harmlos zu deklarieren. Die Wissenschaft prostituiert sich und liefert das gewünschte Material. Das sehen wir auch schön an der ehemaligen Institution Duden. Dort gibt es „Wissenschaftler“, die dem Volke „richtiges Gendern“ beibringen wollen und eigens Bücher dafür verfassen.

Gender-Kriegern und verwirrten Sprach-„Wissenschaftlern“ fehlt die Demut, um zu begreifen, daß ihre Diktion ein morbides, lebensfremdes Kunstwesen ist, ersonnen in den unendlichen Weiten eines inflationären, pathologischen Intellekts – und daß unsere Sprache gewissermaßen ein eigenständiges Lebewesen ist, das sich nicht reinreden läßt.

Irgendwie wirken diese ganzen Gender-Mutationen – vom Sternchen bis zum Doppelpunkt, vom Schrägstrich bis zur schrägen Grammatik – auf mich wie schiefgelaufene Genmanipulationen unserer Sprache. Zum Glück ist die Natur stärker als der Machbarkeitswahn von Ideologen.

Ich spreche in dieser Hinsicht auch von der natürlichen Sprachspur, die sich immer wieder unwillkürlich bemerkbar macht, auch wenn man noch so sehr auf‘s Gendern erpicht ist – sei es durch das nicht totzukriegende generische Maskulinum, das merkwürdigerweise nach wie vor durch angeblich „geschlechtergerechte“ Texte geistert, oder seien es freudsche Versprecher wie in dem gleich folgenden Zitat von der Schauspielerin Ulrike Folkerts.

Als ich kürzlich in den Weiten des Internets surfte, stieß ich zufällig auf einen „Stern“-Artikel zur Aktion #allesdichtmachen, in der sich Schauspieler kritisch zum Corona-Diskurs und zu den Pandemie-Maßnahmen äußerten. Und mir fiel ein bißchen Gender-Murks auf:

Nach heftiger Kritik und teils Zustimmung aus dem rechten Lager hatten sich im Laufe des Freitags einige Teilnehmer von ihren Beiträgen distanziert. Die Schauspielerin Ulrike Folkerts etwa bezeichnete ihre Beteiligung als Fehler. „Die Videos, die entstanden sind, wurden falsch verstanden, sind vielleicht falsch zu verstehen“, schrieb die „Tatort“-Kommissarin am Abend auf Instagram.

„Ich habe einen Fehler gemacht, ich war naiv genug zu glauben, mit meinen Kollegen*innen ein gewinnbringendes Gespräch in Gang zu bringen. Das Gegenteil ist passiert.“ Es tue ihr leid, „Menschen verletzt und vor den Kopf gestoßen zu haben“.

Zustimmung von rechts? Au weia! Das würde ja bedeuten, daß die Rechten rechthaben. Da muß schnell ein „Faktencheck“ her.

Als feministisch veranlagte Lesbe ist es natürlich Folkerts heilige Pflicht, das „Patriarchat“ mittels Gendersprache zu entmannen und abzutrei-ben. Nur will das offenbar noch nicht so recht klappen. Die Manipulation unserer Sprache geht leider immer wieder schief.

Ergebnis: Wortmißgeburten wie „Kollegen*innen“.

Wie eine Recherche im Internet offenbart, handelt es sich hier nicht um eine Fehlgeburt vom „Stern“, der Folkerts falsch zitiert hätte. Man findet im Internet problemlos einen Screenshot des Instagram-Bekenntnisses von Ulrike Folkerts. Es handelt sich also um ein Originalkunstwerk der Tatort-Kommissarin. Die Beweislast ist erdrückend.

 

Als lupenreine deutsche Kulturschaffende kauft Folkerts vermutlich immer brav im Bio-Laden ein und achtet auf gentechnikfreie Veganerkost mit Fairtrade-Siegel.

Diesen Ehrgeiz wünsche ich mir manchmal auch beim Umgang mit unserem vertrauten Deutsch. Motto: Ich spreche einzig und allein naturbelassenes Bio-Deutsch, das schon meine Mutter sprach, und verzichte auf jegliche Manipulationen und geschlechtergerechte Zusatzstoffe. Ich sage nein zur Gendertechnk und ihrer Lobby.

So wünsche ich mir das.

Ulkig an dem Gendersprache-Gentechnik-Vergleich ist ja, daß uns auch die Gendersprachler das Blaue vom Himmel versprechen, eine regelrechte Innovation des Bisherigen behaupten, die aus vielerlei Gründen unverzichtbar sei und ganz bestimmt keine Verwerfungen erzeuge, die sich völlig problemlos integrieren lasse. Und völlig freiwillig sei das Ganze selbstverständlich, eine natürliche Sprachevolution.

Das Gegenteil ist der Fall: Die Gendersprache wird allerorten durchgedrückt wie das genmanipulierte Saatgut von Monsanto und die dazu passenden Pestizide. So wie die Umwelt und unbeteiligte Äcker mit Giftstoffen belastet werden, so verseucht Gendern die deutsche Sprachlandschaft. Die Gendersprache mutiert unkontrolliert, macht das Sprechen, Schreiben und Lesen mühsamer und führt zu einer Grammatik des Grauens, wenn z.B. ein überzeugter Gender-Täter wie Anatol Stefanowitsch so etwas hier auf Twitter zur Causa Baerbock schreibt:

Ehrlicher wäre es, über die Textsorte „Populärwissenschaftliches Buch eines*einer Politiker*in, verfasst mit Hilfe eines*einer (offen benannten!) Ghostwriter*in“ zu sprechen. Diese Textsorte ist eine Plage, niemand braucht diese Bücher, und niemand sollte sie schreiben (müssen).

Liest sich, als ob Monsanto den Duden-Verlag gekauft hätte. Und „gendergerecht“ ist das Ganze auch nicht. 🙂 Der männliche Genitiv hat sich irgendwo in den unendlichen Weiten der „Geschlechtergerech-tigkeit“ verloren. Na ja, wir wissen ja bereits, daß Gendern eine Mogelpackung ist. Selbst professionelle Serientäter organisierter Gender-Banden erweisen sich immer wieder als stümperhafte Kleinkriminelle.

Man könnte sich also durchaus mal mit der Frage beschäftigen, was es eigentlich mit dieser angeblich natürlichen Evolution der „geschlechter-gerechten Sprache“ so auf sich hat, wenn selbst deren Befürworter derartig kläglich versagen.

Ich fürchte, der Gender-Homunculus geht als Neanderthaler in die Geschichte der Sprachgenese ein. Wobei wir mit diesem Vergleich dem Affenmenschen aus dem Rheinland erhebliches Unrecht zufügen. Immerhin ist er auf ganz natürlichem Wege entstanden – nicht in den Hirnen weltfremder Akademiker.

Wie ich schon mehrmals schrieb, führt die fortwährende und widernatürliche Konzentration auf genderkonformes Sprechen und Schreiben auch zu einem Verfall der Sprache. Die gendergerechten Aufmerksamkeitslücken provozieren immer wieder merkwürdige Fehlleistungen in der restlichen Sprachlandschaft.

Tja. Und dann sind da noch diese merkwürdigen Spontan-Mutationen in freier Wildbahn wie bei Ulrike Folkerts, wo natürliches und gender-manipuliertes Deutsch nicht so recht miteinanander harmonieren wollen.

Es wird nicht mehr lange dauern und die ersten Verlage und Autoren werden es der Bio-Branche und Reformhausbewegung gleichtun und damit werben, daß sie auf gendertechnische Manipulationen ihrer Texte verzichten – zum Wohle der umweltbewußten Kundschaft. Die prophetischen Gaben, die zu solch einer Weissagung befähigen, kann man wohl als marginal einschätzen.

Wortfehlgeburten wie die „Kollegen*innen“ von Ulrike Folkerts zeigen jedenfalls immer wieder schön, was für ein infantiler Quatsch der Gender-Sermon eigentlich ist. Die Leute betrügen sich selbst. Sie wollen es nicht wahrhaben, daß sie ihre natürliche Sprache einem politisch korrekten Kunstdeutsch opfern. Und daß das gen(der)tech-nikfreie Biodeutsch keinerlei Mißverständnisse erzeugt, wie es uns die Gender-Lobby immer wieder weismachen will.

Wenn sie es wollten, könnten die Gender-Gläubigen realisieren, daß sie sich verstellen. Sie könnten sich angucken, wie sie jenseits der medialen Öffentlichkeit sprechen, wie sie sich in privaten Kontexten artikulieren, wo es keine Moralbonuspunkte für‘s Gendern gibt. Sie könnten Kindern beim Sprechen zuhören, die beim Wort „Geschlechtergerechtigkeit“ vermutlich nur Bahnhof verstehen.

Aber das will die Gender-Fraktion offenbar nicht. Sie glaubt so sehr an die „Geschlechtergerechtigkeit“ wie Marxisten an die Weltrevolution.

Was immerhin zur Folge hat, daß wir uns an Fehlleistungen wie der obigen delektieren können.

Und ganz nebenbei tun uns Leute wie Ulrike Fokerts auch noch ungewollt den Gefallen, empirisch zu belegen, daß das generische Maskulinum auch bei Gender-Verwendern fest im Sattel sitzt und problemlos die Wirklichkeit repräsentiert.

Sie wollen es nur selbst nicht wahrhaben.

Vielleicht zeigen unsere Kulturschaffenden ja mal irgendwann echte Zivilcourage und starten die Aktion #alleskaputtgendern.

Triggerwarnung: Es könnte Zuspruch von rechts kommen.

Mehr schlecht als geschlechtergerecht: „Bring Deine Freund*innen mit“

Es ist mal wieder an der Zeit, einen Artikel über den alltäglichen Genderwahn zu verfassen. Ich denke, ich kann als bekannt voraus-setzen, daß es sich bei dem Gender-Quatsch gleich in mehrerlei Hinsicht um ein Fake-Phänomen handelt, um einen Witz. Wo man hinschaut, entpuppt sich der Gender-Sermon als Mogelpackung.

Genau diesen Aspekt gedenke ich in diesem Artikel zu besprechen, bin ich doch mittlerweile einer der größten Linguisten aller Zeiten.

Auf diese Idee kann man jedenfalls leicht kommen, wenn man realisiert, wie unfaßbar schwachsinnig die universitären Vertreter der Gender-Seuche sind. Aber dazu später mehr.

Bevor ich also gleich meine geballte Kompetenz auf die Leserschaft loslasse und sie mit tiefschürfenden Analysen malträtiere, möchte ich zunächst gleich auf den Punkt kommen und an einem praktischen Beispiel zeigen, worin u.a. der Fake-Charakter des Gender-Unsinns besteht.

Vor gut einem Monat startete der lupenreine Demokrat Wladimir Putin bekanntlich seine Friedensmission, um die verfolgte Unschuld Rußland vor einem Angriff der hinterhältigen und verschlagenen NATO zu beschützen.

Dieses Unterfangen veranlaßte eine erkleckliche Zahl von Friedens-bewegten in Berlin zu demonstrieren. Läuft man heute z.B. durch die Gegend nahe dem Holocaustmahnmal, kann man immer noch einige der damals angebrachten Plakate studieren. Extra zum Behufe dieses Blogartikels transkribierte ich mühselig und unbeholfen den Inhalt eines solchen Aufrufs auf ein Stück Papier. Man lese:

Demo für Frieden

Sonntag, 27. Februar um 13 Uhr auf der Straße des 17. Juni

Berliner*innen können Sonntag gemeinsam ein Zeichen für den Frieden setzen.

Bring Deine Freund*innen mit, trage bitte eine Maske und komme geimpft und getestet zur Demo.

Was bitteschön sind „Freund*innen“? Früher nannte man das mal Freunde, und außerhalb der Gender-Blase tut man das auch heute noch so. Handelt es sich hier etwa um die beschämende sprachliche Unterrepräsentanz von Männern? Sollen die „Freunde“ sich bloß mitgemeint fühlen?

Da hat wohl jemand nicht genau nachgedacht, als er „geschlechter-gerecht“ sein wollte. Vielleicht ist die formale „Geschlechtergerechtig-keit“ ja auch nicht so wichtig. Vielleicht will man einfach nur zu den Guten gehören.

Man sieht hier schön, wie der ganze Gender-Scheiß funktioniert, aber auch die Gleichstellungsideologie und all der andere feministische Firlefanz in unserer Gesellschaft: An erster Stelle steht die moralische Selbstbefriedigung. Das Gefühl: Ich bin ein guter und fortschrittlicher Mensch. Ich bin keiner von diesen schlimmen, bösen Konservativen und Rechtspopulisten. Das arme weibliche Geschlecht soll nicht mehr durch das schlümme Patriarchat diskriminiert werden.

Diese Autosuggestion, dieser moralische Drogenrausch steht im Zentrum des linksgrünen Gutmenschensoziotops.

Und genau dieser moralische Narzißmus und Größenwahn führt dazu, daß man es mit der sogenannten Geschlechtergerechtigkeit dann nicht mehr allzu genau nimmt und es immer wieder zu obskuren Fehlleistugnen kommt. Man ist so berauscht von der eigenen Gutheit, daß man es doch glatt übersieht, wenn in unserer Gesellschaft auch mal Männer benachteiligt sind, wenn die famosen Gleichstellungskonzepte immer nur auf ein Geschlecht angewandt werden, nie aber auf Männer.

Weibliche sogenannte Unterrepräsentanzen werden völlig anders bewertet als männliche. Und immer pauschal auf angebliche Benachteiligungen zurückgeführt. Denn wir leben schließlich im Patriarchat.

Und die sogenannte geschlechtergerechte Sprache – was für ein infantiler Begriff – ist eben bei weitem nicht so geschlechtergerecht, wie sie daherkommt und von ihren Anhängern propagiert wird. Man ist derartig neurotisch auf Sterne und Weiblichkeiten fixiert, daß man glatt vergißt, daß das Konzept der „Geschlechtergerechtigkeit“ ja überhaupt keinen Sinn ergibt, wenn nun die Männer immer wieder mal formal unter den Tisch fallen.

Was für verwirte Gestalten all diese Gender-Esoteriker sind, sieht man schön daran, daß sie regelmäßig daran scheitern, ihren pompösen Anspruch der sprachlichen Gerechtigkeit auch in die Tat umzusetzen. Wie verpeilt muß man eigentlich sein, um der ganzen Welt mit diesem albernen Konzept auf die Nerven zu gehen, selbst aber derart kläglich daran scheitert?

Kriegt euren Gender-Sermon doch erst mal selbst auf die Reihe, bevor ihr andere mit euren Neurosen nervt.

Der Plural des Wortes Freund lautet bekanntlich Freunde. Davon ist in der Formulierung „Freund*innen“ aber nichts zu sehen. Geschlechter-gerecht ist das nicht.

Ist ja auch nicht so wichtig. Es zählt doch die Autosuggestion, das tolle Gefühl woke und gendersensibel zu sein. Dafür reichen ein Sternchen und das weibliche Suffix. Das ist das höchste der Gefühle.

Geschlechtergerechtigkeit ist ein Gefühl – der Rest ist eigentlich egal.

 

Scheint so, als sei das ein allgemeiner Trend in der Gesellschaft. Ich fühle, was ich bin – oder besser: was ich sein will. Ich will geschlech-tergerecht sein? Also bin ich es! Ich fühle mich wie eine Frau? Ich bin es! Steht genauso im grünen Parteiprogramm. Jeder kann selbst sein Geschlecht bestimmen. Hinterfragen gilt nicht. Denn das wäre ja Diskriminierung, wenn nicht gar „Transphobie“.

Und an dieser Stelle vergegenwärtige man sich noch mal, daß es unfaßbar vollidiotische Qualitätsjournalisten gibt, die bereits heulend zu Mutti laufen, wenn man auch nur das Wort „Gender-Ideologie“ in den Mund nimmt. Allein das ist schon für viele Journalunken und linke Ponyhofbewohner ein Sakrileg und klares Zeichen dafür, daß man „rechts“ sei.

In solch einer Gesellschaft leben wir.

Manchmal kommt mir Deutschland wie ein betreutes Wohnheim für geistig Behinderte vor.

Es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis die ersten Transneger, Transzigeuner und Transjuden die Talkshows fluten.

Bin ich etwa ein Transwessi? Oder ein Transtransilvanier? Meine Eckzähne sind verdächtig lang. Oder bin ich gar ein Transrusse?

Hier tun sich ganz neue Möglichkeiten auf für die Lösung des Ukraine-Konflikts. Die Grünen sind eben eine pazifistische Partei. Pippi Lang-strumpf sollte Ehrenvorsitzende werden.
Geht nicht, weil fiktiv? Das werden wir Grünen ändern. Kritik daran ist „Irrealophobie“. Dazu neigen besonders Realos.

Ich gebe zu, ich neige etwas zu Trash-Humor. Es schadet aber nichts, sich die Psychose des Relativismus vor Augen zu führen, die auch hinter der Gender-Scheiße steht und die aus den ehemals wählbaren linken Parteien Lachnummern gemacht hat. Oskar ihm sein Austritt aus der Linkspartei ist nur folgerichtig.

Und mit Humor lassen sich Ideologien immer noch am besten ent-larven.

Zurück zum Gender-Wahn und seinem planvoll betriebenen Angriffs-krieg auf jedes logische Denken:

Warum sollten wir Gender-Leute überhaupt ein schlüssiges, glaub-würdiges Konzept für eine geschlechtergerechte Sprache haben? Wir sind doch die Guten! Was zählen Grammatik und die formale Repräsentanz des Männlichen? Allein das Gefühl, geschlechtergerecht zu sprechen und zu schreiben, ist doch die reinste Wonne!

Hier zeigt sich auch auf einer eher metaphorischen Ebene schön, was es mit der sogenannten Gleichstellung eigentlich auf sich hat. Es geht um Frauenbevorteilung und den psychischen Gewinn, den das ewige Wehklagen über angebliche Benachteiligungen mit sich bringt. Das Konzept wird nur auf Frauen angewandt. Nicht auf Männer. Und natürlich nur in einigen wenigen Wohlfühlbereichen. Gleichstellung ist eine Einbildung. Und mit Gleichberechtigung hat sie sowieso nichts zu tun.

Die Gendersprache ist also ein exaktes Spiegelbild dieser gesellschaft-lichen Perversion.

Ich kann an dieser Stelle versichern, daß die realexistierende Gendersprache nicht nur bei Wörtern wie Freund*innen ihr Ziel klar verfehlt. Der alltägliche Gender-Sermon ist voll von Ungereimtheiten und Inkonsequenzen. Geschlechtergerechtigkeit ist nichts weiter als ein Hirngespinst.

Würde man das Genderkonzept übrigens wirklich resolut durchziehen, müßte unsere gesamte Sprache einer Geschlechtsumwandlung unter-zogen werden. Auch Begriffe wie Hosenträger, Zubringer, Gassenhauer, Miesepeter, Mutterkonzern, Tochtergesellschaft oder Petzliese und viele andere alltägliche Formulierungen wie z.B. „einer Sache Herr werden“ müßten gegendert werden.

An diesem Punkt entgegnet uns die Gender-Fraktion für gewöhnlich: Na ja, Sprache ist doch etwas Symbolisches. Bis zum Endsieg des Formalismus über alle Ästhetik und Konvention will man den Gender-Kreuzzug also selbst in diesen Kreisen nicht durchziehen. Man räumt also durchaus zumindest partiell ein, daß Sprache eine Symbolkraft hat und die formalsprachliche Geschlechtlichkeit nicht das Nonplusultra ist.

Die Erkenntnis steht also noch aus: Nämlich daß das ganze Gender-Konzept von vorne bis hinten, bis in die letzten Winkel unglaubwürdig, willkürlich, selektiv und inkonsistent ist. Es dient allein der Ge-wissensonanie.

 

Auch bei Wörtern wie Akteure, Ärzte, Landwirte, Bauern oder Funktionäre funktioniert der utopische Gender-Quark nicht wie gedacht. Wobei dies meist auf die Fälle Nominativ, Genitiv und Akkusativ beschränkt bleibt.

Wendet man z.B. den Dativ an und spricht von „Freund*innen“, kommt das Gender-Konzept schon etwas besser weg, da hier dem männlichen Plural schon eher Gerechtigkeit widerfährt. Vorausgesetzt, man ist bereit, den kruden und wirklichkeitsfremden Postulaten der Gender-Krieger ein Stück weit zu folgen.

Man muß an dieser Stelle allerdings sehr deutlich betonen, daß das Gender-Konzept selbst dort, wo es vermeintlich funktioniert – also bei Standard-Personenbezeichnungen wie Politiker, Schüler oder Wähler – höchst fragwürdig ist.

Man betrachte z.B. mal folgenden Satz, den ich mir aus den Fingern sog:

Den Schüler*innen der Adolf-Hitler-Gesamtschule geht diese Gen-der-Scheiße gehörig auf die Nerven.

Wo ist in diesem Wortmonstrum von den „Schülern“ die Rede? Wo finden die sich schriftlich und phonetisch wieder? Mal abgesehen von der völligen Künstlichkeit und Widernatürlichkeit dieser Formulierung.

Gender-Übermenschen werden uns hier wohl sagen, daß man sich einfach eines der zahlreichen Ns aus dem weiblichen Suffix schnappen und es an die Schüler dranmontieren soll. So einfach geht richtige Gesinnung.

Dieser ganze Gender-Scheiß funktioniert genaugenommen also selbst da nicht, wo er nicht so offensichtliche Widersprüche produziert, wie ich sie auf diesem Blog genüßlich seziere. Man muß sich schon in einem gehörigen moralischen Drogenrausch befinden und an die ewige Benachteiligung des geschundenen Weibes glauben, um sich diesen ganzen Unsinn schönreden zu können.

 

Feminismus und Gender-Sekte sind eigentlich ein Fall für die Religionswissenschaft. In Religionen wird auch häufig völlig pauschal irgendein Defizit behauptet, das offensichtlich schwachsinnig ist, für das die Religionen dann aber die Erlösung bereithalten:

Verstümmle Beschneide deine Genitalien – und du bist ein guter und gottesfürchtiger Mensch. Nichts liegt schließlich näher, als daß ein höchstes Wesen voller Liebe Menschen mit einem Mangel erschafft – nämlich unversehrten Geschlechtsorganen – und erst dann glücklich ist, wenn seine Geschöpfe diesen Mangel unter Qualen beheben und dadurch für ihr Leben gezeichnet sind.

Wer begreifen will, warum Menschen immer wieder den allergrößten Unsinn für völlig normal und angebracht halten, der lese die Bücher von Alice Miller.

Wo wir wieder beim Gender-Unfug wären. Auch hier wird völlig willkürlich ein Mangel postuliert, der mehr als offensichtlich gar nicht existiert. Man muß erst Professor werden und unter feministischer Gehirnerweichung leiden, um diesen Mangel empfinden zu können. Das normale Volk kann sich jedenfalls erstaunlich gut ohne Gender-Schluckauf und Innen-Exzesse verständigen.

Eine gehörige Portion Größenwahn und der völlige Unwille, sich selbst zu hinterfragen und nach Ursachen für seine feministische Unter-werfung in der Kindheit zu suchen, sind natürlich auch wichtige Zutaten für die Aufnahme in die Gender-Sekte.

Ein Großteil der Professoren an unseren Universitäten und der Qualitätsjournalisten, die diese Uniperversitäten besucht haben, erfüllt diese Aufnahmekriterien.

 

Wie man an diesem Text sieht, ist es mir besonders wichtig, die psychologischen Hintergründe und Mechanismen der Gender-Seuche – und aller Ideologien – zu beschreiben. Der Moralrausch, die Heilserwartung führen zu einer völligen Selbstinfantilisierung und Kritiklosigkeit gegenüber den eigenen Konzepten.

Mit der Folge, daß gravierende Inkonsistenzen und Widersprüche entstehen, die die Sektenmitglieder aber völlig übersehen bzw. kaltlassen – schließlich will man ja das Gute. Die Schablonen der Geschlechtergerechtigkeit, des Patriarchats, der angeblichen Frauendiskriminierung werden ohne Rücksicht auf Verluste der Realität übergestülpt. Die heiligen Narrative werden zum Selbstzweck, zum Fetisch.

Wer sie hinterfragt, ist folglich ein Unmensch, der völlig zurecht mit Parteiausschluß oder Exkommunikation bedroht wird.

Nach diesem Muster funktionieren sämtliche Ideologien. Und sie spiegeln nicht zufällig das Handeln autoritärer, machtvoller Eltern und die Realität eines mißhandelten Kindes wider, das sich lieber anpaßt und selbst verleugnet, als die Unterstützung durch die Eltern zu verlieren. Wobei Mißhandlung hier ausdrücklich auch rein seelisch zu verstehen ist und sich also praktisch auf die Kindheitserfahrungen letztlich sämtlicher Menschen auf Erden bezieht.

Es bringt ja nichts, sich über die Gender-Seuche zu mokieren und die psychologischen Hintergründe zu ignorieren. Ideologien sind keine Zufallserscheinungen oder Konsequenzen sozialer Not. Die Lüge kann nur dort gedeihen, wo sie auf fruchtbaren Boden trifft: strukturelle Selbstverleugnung.

Man muß also ein Stück weit auch Mitleid haben mit den Mitgliedern der Gender-Sekte.

 

Dieser Text ist mittlerweile schon ziemlich lang geworden, sodaß es wohl klüger ist, ihn nicht noch weiter aufzublähen. Aber man kann sich denken, daß der Fake-Charakter des Gender-Gedönses noch viel tiefer reicht. Bereits die Grundannahmen sind in sich korrupt und leicht zu widerlegen. Also z.B. überhaupt die Vorstellung, Sprache müsse auf formaler Ebene sämtliche „Geschlechter“ repräsentieren und das tumbe Volk müsse sich beim Sprechen auch gefälligst genug Frauen gedanklich vorstellen.

Bleibt natürlich die etwas sarkastische Frage, ob das Volk sich mit Gender-Sternschnuppen und Schluckauf auch tatsächlich genug all der unzähligen anderen „Geschlechter“ vorstellt, die man in der Gender-Forschung so entdeckt zu haben meint. Das müßten forsche Gender-Forscher ganz dringend mal erforschen. Möglicherweise reicht ein Stern gar nicht aus für all die anderen „Geschlechter“.

Da fällt mir ein, daß die Nazis auch sehr erfinderisch darin waren, ganz neue Menschenrassen zu entdecken. Aber lassen wir das. Sonst werde ich noch vom Verfassungsschutz beobachtet.

Auch die Grundannahme, daß sterile Experimente über die Geschlech-terimagination, irgendeine Relevanz hätten, ist natürlich unfaßbar lächerlich und zeigt noch einmal, was für Vollidioten unsere habilitierten Akademiker sind. Hier zeigt sich ein geradezu schockierendes, totales Unverständnis für das Wesen von Sprache. Hier haben sich wahlweise Technokraten, Bürokraten oder Fachidioten des Volkseigentums Sprache bemächtigt und zwängen ihm ihre weltfremden und lächerlichen Konzepte auf.

Traurig ist natürlich, daß kaum jemand bereits diese Grundannahmen als das entlarvt, was sie sind: eine Lüge. Wie so oft bleibt die Kritik am Gender-Wahn häufig in Oberflächlichkeiten verfangen – ohne das morbide Fundament wirklich anzutasten.

Sprache dient allein der Verständigung ganz normaler Menschen. Das ist ihr einziger Zweck.

Wenn diese Verständigung funktioniert, ist also alles in Ordnung. Das würden jedenfalls seriöse Sprachwissenschaftler konstatieren. Luise Pusch und all die anderen Hypochonder dürfen gerne ihre eigene Sprache kredenzen, wenn sie sich irgendwelche Mängel einbilden.

Es spricht ja schon für sich, auf was für eine krude Weise feministische Sprachfrankensteine unserem Deutsch Mängel nachzuweisen meinen. Sie müssen dafür ja sehr weit ausholen und die normale Sprachpraxis komplett ausblenden. Denn unser Alltagsdeutsch funktioniert ja blendend – und hat es immer getan. Eine „Unterrepräsentanz“ von Frauen existiert dort schlicht nicht. Auch nicht eine der eingebildeten anderen „Geschlechter“. Sonst wären nämlich auch Nichtakademiker schon mal auf den glorreichen Gedanken gekommen, ein bißchen Lego mit unserer Sprache zu spielen.

Für mich sind solche Ausführungen immer wieder schockierend, da ich hier ja nichts weiter tue als „1+1=2“ darzulegen. Ich wäre überglücklich, wenn hier jeder realisiert, was für komplette Vollidioten unsere Uniperversitäten beherbergen und daß die dortigen Geistes-„Wissenschaften“ mehr mit esoterischen Sekten oder linksgrünen Hypochonder-Selbsthilfegruppen gemeinhaben als mit seriöser Forschung.

In ihren Experimenten erforschen unsere feministisch ideologisierten Fake-Wissenschaftler nicht, ob unsere Sprache im Alltag funktioniert, sondern welche Geschlechter wir uns bewußt vorstellen, wenn wir während einer Experimentalsituation diese oder jene Formulierung lesen. Wobei „wir“ in diesem Fall meist keine Ottonormalverbraucher sind, sondern Studenten, die an der Uni bis zur Vergasung zugegendert und indoktriniert werden.

Und dann behaupten diese Wissenschaftler, daß es schlecht sei, wenn man sich in dieser künstlich erschaffenen Situation weniger Frauen als Männer vorstellt – was übrigens eine völlig willkürliche Wertung darstellt und was man natürlich auch anders sehen kann. Mal ganz abgesehen von dem totalitären Wahnwitz, daß Forscher sich dafür zuständig fühlen, was wir uns beim Sprechen vorstellen.

Ist das mehr Hans Christian Andersen oder George Orwell?

Um festzustellen, ob unsere Sprache funktioniert, braucht man selbst-redend keine Experimente oder wissenschaftliche Forschung. Sie funktioniert einfach. Und das ist im übrigen auch das Wesen von Sprache. Sie ist einfach – und kann gar nichts anderes als richtig und funktional zu sein. Sonst könnten wir sie gar nicht sprechen. Sprache ist von ihrem Wesen her natürlich.

„Sprachpolitik“ ist daher immer ein Zeichen für Entfremdung, Mißbrauch und Manipulation.

Warum sollte unsere vertraute Sprache auch dysfunktional sein? Allein schon diese Idee ist völlig irre und zeigt, was für Nichtsnutze an unseren Universitäten arbeiten.

Wenn ich das hier mal als größter Linguist aller Zeiten sagen darf, der ich durch die Beschäftigung mit dem Gender-Scheiß geworden bin. Sprache kann jedenfalls von ihrem Wesen her gar nichts anderes als repräsentativ sein. Und es ist schockierend, wie strunzdumm und völlig weltentrückt unsere vermeintlichen Experten von der Gender-Front sein müssen, daß sie diese schlichte Wahrheit nicht zu begreifen in der Lage sind. Man muß wahrlich ein unglaublicher Autist und Zwangsneurotiker sein, wenn man mit solch einem paranoiden, von Belastungseifer geprägten Blick auf unsere Sprache schaut, wie das feministische Linguisten nun einmal tun.

Diese Leute tun ja fast so, als sei Sprache ein Lego-Baukasten, an die man nur Experten ranlassen dürfe und die ihre Existenz den großartigen Fertigkeiten von Linguisten verdanke.

An diesem kuriosen Momentum kann man auch gut ersehen, was weite Teile der heutigen Wissenschaften leider darstellen: Es handelt sich um akademische Selbstbefriedigung. Um Pseudorationalitäten, um die Behandlung von künstlich geschaffenen Problemen. Um Schatten-boxen in einer weltfremden, akademischen Blase. Gender-Forscher ersinnen Lösungen für Probleme, die es außerhalb ihrer Psychose gar nicht gibt.

Die „Forscher“ der Friedrich-Ebert-Stiftung machen übrigens ihren gesellschaftlichen Rechtsruck, den sie alljährlich erfassen und theatralisch beklagen, u.a. daran fest, daß ein nicht unerheblicher Teil des tumben Volkes sich erdreistet zu sagen, er vertraue lieber dem eigenen Gefühl als Experten.

Na so was aber auch.

Man kann gar nicht oft genug betonen, was für einen epochalen Unsinn der menschliche Intellekt zu erschaffen fähig ist. Ganz im Gegenteil zu den natürlichen Gefühlen.

Oder wie ein gewisser Jesus Christus es einmal ausdrückte:

Selig sind die Armen im Geiste.

 

Man verzeihe mir bitte, wenn ich „Wissenschaflter“ wie Anatol Stefanowitsch, Gabriele Diewald, Luise Pusch und Henning Lobin hier immer wieder als Vollidioten bezeichne. Ich orientiere mich an den empirischen Fakten. Mir bleibt leider nichts anderes übrig. Ich denke mir das nicht aus oder neige zu billigen Polemiken.

Diese habilitierten Taugenichtse sind eigentlich dazu da, um die Ex-perimentalkritik zu betreiben, die ich hier freundlicherweise nachliefere. Um diese sprachtheoretischen Überlegungen anzustellen, die ein dummer Laie wie ich hier ausführt. Professoren sind dazu da, um hinter die Begriffe zu schauen, um Wertungen auf ihre Plausibilität hin abzuklopfen bzw. sie überhaupt erst zu entdecken. Von ihnen kann man zurecht ein gewisses philosophisches Niveau erwarten.

Diese Professoren und all die anderen Gender-Autokraten, die uns sprachlich umerziehen wollen, verhalten sich nicht ganz zufällig so wie autoritäre Eltern, denen die unschuldige Lebendigkeit ihres Kindes Angst macht. Sie kommen damit nicht klar, daß ihr Kind emotional so viel gesünder ist als sie selbst. Ihnen fehlt das Vertrauen in die Natürlichkeit und Unschuld des Kindes – und in die Natürlichkeit und Unschuld unserer Sprache.

Sie wollen sich mächtig fühlen, Macht ausüben.

Was bleibt da? Sie müssen dem Kind mehr oder weniger autoritär seine Lebendigkeit und Authentizität aberziehen. Notfalls mit Gewalt, mit Strafen, mit Liebesentzug – oder eben Punkteabzug.

So wie ein Kind brav und artig sein soll, so soll das tumbe Volk, das einfach so spricht, wie es ihm beliebt, geschlechtergerecht faseln.

Und so wie verantwortungsvolle Eltern sich eigentlich hinterfragen müßten, ob sie nicht aufgrund von persönlichen Komplexen einen Mangel auf ihr Kind projizieren, der gar nicht existiert, so müßten sich unsere Gender-Esoteriker eigentlich fragen, ob sie nicht aufgrund ideologischer Verblendung einen Mangel unserer Sprache konstruieren, der nichts als Einbildung ist.

Aber das wird wohl ein frommer Wunsch bleiben.

„Fluglotsinnen und -lotsen stehen in Kontakt mit den Pilotinnen und Piloten“

Kürzlich ließ ich mich mal in der Bibliothek blicken, zu der ich seit einigen Tagen erfreulicherweise wieder Zugang habe. Ich lasse dort immer gerne das Programmheft vom Deutschlandfunk mitgehen und wurde tatsächlich der aktuellen Februar-Ausgabe habhaft, in der der Leiter der Hauptabteilung Programm-Management, ein gewisser Jürgen Goeres-Petry, in einem Editorial schön gequirlten Gender-Quark anrührt, den ich für diesen Artikel mal auseinandernehme.

Der Deutschlandfunk ist seit wenigen Jahren der völligen feministischen Verblödung anheimgefallen – sowohl inhaltlich als auch formal. Es vergeht kein Sendetag, wo nicht über irgendwelche imaginierten Frauenbenachteiligungen geklagt wird oder man taffe Frauen feiert, die angeblich eine Männerbastion gestürmt hätten. Keine Sendeminute ohne logopädische Störungen und verschwultes Gender-Deutsch.

Es ist die reinste Tortur, diese moralisierende Agitation und Propaganda zu hören. Neulich wärmte man mal wieder völlig schamlos die Verschwörungstheorie von der angeblich schlechteren Bezahlung von Frauen bei gleicher Arbeit auf. Man muß das Gutmenschenprekariat des Deutschlandfunks wohl als linksgrünversiffte Aluhüte bezeichnen. Es ist nur eine Blase, Hase.

Sowohl im gesamten Programm als auch im dazugehörigen Heft wimmelt es nur so von überflüssigen Gender-Redundanzen.
Wirre Pluralbildungen, Gender-Schluckauf, generisches Femininum, Gaga-Gerundien und anderer esoterisch-zwangsneurotischer Klimbim malträtieren die Hörer und Leser und stellen einen planvoll betriebenen Angriffskrieg auf die Souveränität und Integrität des etablierten Sprachverständnisses dar.

Es ist ein Angriff auf das Volkseigentum Sprache. Auf die Herrschaft des Volkes.

So wie Putin sich wenig schert um die Ergebnisse von UNO-Voll-versammlungen und Friedenskundgebungen von Hunderttausenden, genauso ignorant verhält sich auch die autoritäre Gender-Sekte:

Umfragen zeigen eine Ablehnung des Gender-Quatsches?
Kein normaler Mensch spricht diese Kunstsprache im Alltag?
Nur ein sehr wackeliges Lügengebäude mit endlosen Schummeleien und Propaganda stützt die Sichtweise der „Geschlechtergerechten“?
Wir diffamieren Gegner der Gendersprache wahlweise als rechts, konservativ, reaktionär oder gleich als Nazis?
Wir setzen stur unseren Standpunkt durch und bestrafen Menschen, die es anders sehen – z.B. durch Punkteabzug oder dessen Androhung?

Putin zeigt uns, wie es geht.

Gender-Alchimisten haben also mehr mit Wladimir Putin gemein, als ihnen lieb sein kann. Aber der autoritäre Charakter zeigt sich eigentlich überall auf der Welt gleich.

Schon absurd, daß man sich in den Qualitätsmedien über Propagan-dasender wie Russia Today mokiert, selbst aber das Volk immerfort mit feministischen Lügen und einer verquasten Kunstsprache eindeckt. Man muß sich immer wieder klarmachen, was für eine völlig verpeilte, elitäre, autistische und größenwahnsinnige Geisteshaltung hinter dem Gender-Dialekt steht.

Im Editorial der Februar-Ausgabe des Programmheftes, das sich mit der Steuerzentrale des Audiobetriebs im Deutschlandfunk beschäftigt, dürfen wir Folgendes lesen:

Ein Schaltraum in einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt ist in etwa vergleichbar mit dem Tower auf einem Flughafen. Die Fluglotsinnen und -lotsen stehen in Kontakt mit den Pilotinnen und Piloten, koordinieren die Flugbewegungen und schreiten im Fehlerfall ein. Von den Interaktionen der Piloten mit dem Tower merken die Passagiere nichts.

Man muß wahrlich ein ästhetischer Zombie sein, um einen Satz wie den zweiten formulieren zu können. Hat jemand schon mal weibliche Fluglotsen gesehen? Auf entsprechenden Bildern zu dem Thema sind mir jedenfalls noch nie welche aufgefallen.

Nur mit dieser kurzen Passage offenbart der Autor bereits ungewollt die totale Schwachsinnigkeit des Genderwahns. Denn es bleibt ja be-kanntlich nicht nur bei redundanten Pluralbildungen mit Fremdscham-effekt.

Im letzten Satz ist auf einmal nur noch von Piloten die Rede. Warum werden hier die Pilotinnen weggelassen? Ist die Gendersprache – konsequent angewendet – etwa doch eine ästhetische Zumutung? Ist sie vielleicht doch nicht so praktikabel, wie es uns moraltriefende Gutmenschen weismachen wollen? Findet man in diesem Milieu so viele Gender-Plurale hintereinander etwa auch lächerlich? Oder handelt es sich gar um die Beschreibung einer real stattgefundenen Ge-schlechtsumwandlung im Cockpit? Das wäre ja echt verquer.

Wären unsere Lügenpresse-Idioten jedenfalls intelligent und würden so etwas wie Zivilcourage kennen, so würden sie begreifen, daß sie selbst tagtäglich durch ihren ureigenen Gender-Duktus beweisen, was für eine unpraktikable Kunstsprache der Gender-Quatsch ist. Nicht nur das. Sie beweisen auch, daß das generische Maskulinum offenbar doch ausreicht, um die geschlechtsneutrale Botschaft an den Mann zu bringen.

Daß die Gendersprache nichts weiter ist als ein moralisches Aufputschmittel, erkennt man daran, wie völlig unbekümmert die „geschlechtergerechte“ Avantgarde selbst die gröbsten Inkonsistenzen großzügig übersieht oder toleriert – nur um an die heißersehnte Dosis gutes Gewissen und Zeitgeistkonformität zu gelangen.

Ein Zweck dieses Blogs ist es darzulegen, was für strunzdumme Mit-läufer die feministischen Sprachverhunzer sind. Daß die geschlechter-gerechte Spache Unsinn ist, versteht ohnehin jedes Kind sofort. Es braucht dafür kein Blog und keine ausgefeilten Argumentationen.

Interessant wird es, wenn man sich wie oben das ganze Ausmaß an Dummheit, Verlogenheit und Realitätsverweigerung hinter dem Gender-Quark vor Augen führt. Die Befürworter des Gender-Wahns sind also nicht nur ästhetische Zombies und verlogene Mitläufer, nein, sie, die formidablen Akademiker, die nicht müde werden den Gender-Duktus mit hochtrabenden, schöngeistigen Denkfiguren zu verteidigen, beweisen tagtäglich durch ihren ureigenen Sprachgebrauch, was für ein morbides, untotes und unlogisches Gebilde der Gender-Dialekt ist.

Auf diese Absurdität will ich vor allem aufmerksam machen, weil sie noch mal mit aller Deutlichkeit zeigt, was für komplette Vollidioten viele unserer erlauchten progressiven Bildungsbürger sind.

Entweder ist das generische Maskulinum unbrauchbar oder nicht. Entweder ist die Gendersprache praktikabel oder nicht. Wie soll die neue Sprache „geschlechtergerecht“ sein, wenn man weiterhin ausgiebig noch das generische Maskulinum verwendet? Was ist dieser überaus lächerliche und orwellsche Begriff der Geschlechtergerechtig-keit dann überhaupt wert?

Wie gesagt: Es sind die exquisitesten Bildungsbürger, die uns diese Gender-Scheiße eingebrockt haben. Ein Bauarbeiter könnte sich so einen Schwachsinn nie im Leben ausdenken.

Wie muß es im Hirn von Leuten aussehen, die tagtäglich vor sich selbst geheimhalten, daß ihr eigener Sprachgebrauch komplett dem widerspricht, was sie sonst so feist und wohlfeil behaupten? Wie sehr muß man auf Drogen sein, um all die offensichtlichen Inkonsistenzen und Lächerlichkeiten des Gender-Unfugs nicht wahrzunehmen?

Die oben angesprochene Ungereimtheit mit den Pilotinnen und Piloten, die zu Piloten wurden, veräppele ich auch gerne in der Rubrik „Trans“, die kurz für Transgendersprache steht. Hier vollführen unsere Gender-Spinner ironischerweise das, was sie mit der Gendersprache eigentlich aus der Welt tilgen wollten: Daß aus Frauen Männer werden. Daß das generische Maskulinum Frauen repräsentiert.

Hier noch mal der betreffende Abschnitt:

Die Fluglotsinnen und -lotsen stehen in Kontakt mit den Pilotinnen und Piloten, koordinieren die Flugbewegungen und schreiten im Fehlerfall ein. Von den Interaktionen der Piloten mit dem Tower merken die Passagiere nichts.

Tja. Sind da auf einmal nur die männlichen Piloten gemeint, oder hat hier eine mysteriöse Geschlechtsumwandlung stattgefunden?

Wie gesagt: Das eigentlich Schockierende ist, daß diese ganzen Gender-Professoren und ihr wokes, aktivistisches Fußvolk komplett betriebsblind sind hinsichtlich all der Widersprüche und Fakten, die gegen die Gendersprache stehen. Ich würde mich höchst glücklich schätzen, wenn der Leser angesichts dieses Beispiels erkennt, was für ein komplettes Irrenhaus diese Gender-Bagage ist.

Es ist sehr leicht, diesen ganzen Müll zu hinterfragen. Das kann jeder. Einzige Voraussetzung ist, daß man kein „guter Mensch“ mehr sein will – und daß man es explizit nicht mehr ausschließt, daß die akademische Elite unseres Landes aus den größten Vollidioten des Universums besteht.

Was ist von Wissenschaftlern zu halten, die offenbar nicht wissen, was Falsifikation ist? Genau dafür bezahlt das dumme Volk diese Moral-weltmeister. Professoren, die zu dieser kinderleichten Falsifikation, wie ich sie hier praktiziere, nicht fähig sind, kann man getrost auch als wissenschaftlich impotent bezeichnen. Das ist es wohl, was mit „feministischer Wissenschaft“ gemeint ist: geistige Impotenz, in-tellektuelle Frigidität, Gehirn-PMS.

 

Das war‘s eigentlich. Ich will dem Leser aber einen weiteren Abschnitt des Editorials nicht vorenthalten. Dort heißt es:

Vergleichbar dazu bemerken die Hörerinnen und Hörer idealerweise nichts von der Arbeit der Redaktions- und Technikkolleginnen und – kollegen, die die Leitungsverbindungen herstellen bei Live-Interviews oder vorproduzierten Gesprächen mit mehreren Teilnehmenden.

Wie gehirngewaschen muß man im Kopf sein, um solche unnatürlichen und verschwulten Sätze formulieren zu können? Um sich derartig vom normalen Sprachgebrauch abkoppeln zu können?

Die Antwort weiß nur der Wind.

Gender-Firlefanz im „Musikexpress“: „Interprete*innen“

Neulich geriet ich mal zufällig auf die Internetseite des „Musikexpress“ und an einen Artikel, in dem die Frage behandelt wurde, welche deutschen Musiker wohl im Ausland am beliebtesten seien. Da denkt man natürlich an Kraftwerk, Scorpions und Rammstein. Das sind jedenfalls die drei deutschen Bands, die international am erfolg-reichsten sind, wie ich mal vor Jahr und Tag hörte.

Ich landete also auf einem Artikel mit dem Namen:

Welche deutsche Musik ist im Ausland eigentlich am beliebtesten?

Autorin ist eine gewisse Henrike Kolletzki. Und gleich geht‘s los mit dem Gender-Kram:

Deutschland brachte schon so manche Musiker*innen mit Weltrang hervor. Doch welche Sängerinnen und Interpreten sind zurzeit international besonders beliebt? Und welche führen unangefochten die Ranglisten deutscher Musik im Ausland an?

Deutsche Musikerinnen von Weltrang? Kenn‘ ick nich‘. Aber ick bin ja ooch nen schlümma Sexist und Antifeminist. Immerhin hat Henrike hier schön gegendert und gezeigt, daß sie zu den guten Menschen gehört.

Hat es mit dem leidlichen Gegendere zu tun, daß Henrike hier von „Musiker*innen mit Weltrang“ schreibt? Ich stelle hier noch mal meine These in den Raum, daß der redundante Gender-Scheiß zu einer erhöhten Aufmerksamkeitsbindung führt und dadurch die restliche Sprachlandschaft in Mitleidenschaft zieht. Es kommt zu mehr Fehlleistungen, Ungenauigkeiten und suboptimalem Ausdruck wie in diesem Fall, weil unsere Gender-Freunde andere Prioritäten setzen und sich ins Gender-Paradies künsteln. „Musiker von Weltrang“ hört sich jedenfalls deutlich eleganter an.

Ironischerweise zeigt sich auch in diesem Zusammenhang, daß es eben nur ein natürliches Sprechen gibt und daß jegliche unnatürliche, ideologische Aufmerksamkeitsverschiebung, die nicht dem vertrauten Sprachgefühl entspricht, unweigerlich Konsequenzen hat.

Dieser ganze Gender-Scheiß macht mich noch zu einem richtigen professionellen Sprachwissenschaftler. Aber ich handle aus nichts als Notwehr.

So geht die Gender-Diktion im „Musikexpress“ weiter: Man achte auf die bläuliche Wortmißgeburt in der Mitte, auf die ich noch zurückkommen werde:

Deutschland bezeichnet sich ja gerne als das Land der Dichter und Denker. Aber ist es auch das Land der Musiker*innen und Sänger*innen? Um herauszufinden, welche deutschen Inter-prete*innen im Ausland besonders gut ankommen, hat der globale Audio-Streaminganbieter Deezer nun das Hörverhalten seiner Nutzer*innen untersucht. Die Ergebnisse halten einige Überraschungen bereit.

Es ist natürlich recht albern, bei diesem Thema derartig penetrant die Gendernummer zu fahren, da die erfolgreichsten und genialsten Musiker der Popgeschichte, aber auch der E-Musik dummerweise nun mal fast ausschließlich Männer sind. Vielleicht ist das auch völlig natürlich so und keinesfalls das Ergebnis von „Patriarchat“ und „Geschlechterordnung“, wie man uns fortwährend weismachen will. Gendersprache ist ja sowieso schon überflüssig. Lächerlich wird sie in Bereichen, wo Frauen sich naturgemäß rarmachen.

Werfe ich zufällig einen Blick auf das Jahr 1984 und die Top 10 der meiner Meinung nach besten Lieder dieses Jahrgangs, so ergibt sich, daß sie allesamt ohne Ausnahme von Männern komponiert wurden. Neun von zehn dieser Lieder werden auch von Männern gesungen.

Man könnte noch viel zu dem Gender-Scheiß sagen, und der Artikel glänzt auch noch mit weiterem Nonsens-Gedöns aus der Gender-Hexenküche. Ich will hier aber nur kurz die freudsche Fehlleistung im obigen Zitat, die ich blau angemalt habe, herausstellen und kom-mentieren.

Das generische Maskulinum sitzt bekanntlich auch bei den Gender-Geistesgestörten fest im Sattel. Sie benutzen es ständig neben ihrem Gender-Gedöns, formulieren also keineswegs so „geschlechtergerecht“, wie sie es in die Welt hinausposaunen und sich selbst weismachen.

Hinzu kommen die Momente, wo sich immer wieder die authentische Sprachspur zeigt, die selbst Gender-Pietisten bei sich nicht ausmerzen können. Unsere Musik-Expressionistin Henrike will also eigentlich „Interpreten“ schreiben, bevor ihre gute Erziehung und Angepaßtheit sie einen Gender-Wortbastard gebären läßt.
Die normale Sprachspur zeigt sich auch immer dann, wenn Gender-Begeisterte bei Substantiven oder Personalpronomen schnell noch Ablaßhandel betreiben und die weibliche Form nachreichen – dann aber z.B. bei weiteren Pronomen wieder nur zur männlichen Version greifen, weil man sich nicht durch ständige Doppelnennungen lächerlich machen will.

Verkünstelung und Verkrüppelung der Sprache haben also selbst bei Gender-Zombies ihre Grenzen.

Dieser Wirrwarr, diese Inkonsequenz sind allgegenwärtig. Es ist eine einzige Katastrophe, unseren Gender-Pietisten beim Sprechen zuzuhören. Sie merken gar nicht, daß in ihrem Gehrin nach wie vor das normale Deutsch regiert. Nur das Moralzentrum in ihrem Denkorgan sorgt dafür, daß man immer wieder mal hier und da ein bißchen Gender-Quatsch dazutut, egal wie dilettantisch. Egal wie inkonsequent.

Es ist wahrlich ein Trauerspiel, daß unsere Gender-Freaks nicht regis-trieren, wie lächerlich ihr Postualat von der „Geschlechtergerechtigkeit“ ist – daß sie diesem Postulat tagtäglich in fast jedem Satz widersprechen. Mit nahezu jedem Satz belegen sie ungewollt, daß es offenbar auch ohne „Geschlechtergerechtigkeit“ geht.

Oder sie belegen durch diese Praxis unfreiwillig, daß die Gendersprache eben tatsächlich ästhetisch und praktisch nicht alltagstauglich ist. Man sieht an diesen Momenten sehr schön, wie Ideologien funktionieren und wie die „richtige Gesinnung“ und der Moralrausch problemlos alle intellektuellen Funktionen lahmlegen können.

Kritiker des Gender-Gedönses sollten sich also klarmachen und dafür sensibilisieren, daß sich tagtäglich an allen Ecken und Enden zeigt, daß unsere Gender-Freaks ganz normales Deutsch denken – um es dann in einem Akt der moralischen Autosuggestion in Gender-Sprache umzuwandeln.

Das, was ich hier schreibe, müßten eigentlich Sprachwissenschaftler an Universitäten zu Papier bringen. Sie verstehen nicht, daß sie einen deskriptiven Auftrag haben. Stattdessen profilieren sie sich als Moralapostel und Ethikbeauftragte im Kampf gegen die Realität.

Statt zu beschreiben, daß das generische Maskulinum selbstverständ-licher Teil des sprachlichen Unbewußten ist und nur der Gewissens-onanie wegen mehr schlecht als recht durch Gendersprache ersetzt wird, tun sie so, als sei Gendern der natürliche nächste Schritt der Sprachevolution.

Und man muß wirklich schon reichlich bescheuert sein, wenn man es schafft, sich zu suggerieren, es handele sich hier um eine natürliche, basisdemokratische Entwicklung des Deutschen.

Gender-Taliban wie Anatol Stefanowitsch, Gabriele Diewald, Luise Pusch und all die anderen Spinner glauben also tatsächlich, wir müßten nicht so sprechen, wie es funktioniert und seit jeher vertraut und bewährt ist – sondern so, daß man in Experimenten, wenn man gefragt wird, was für Geschlechter man sich wohl bei diesem oder jenem Ausdruck vorstellt, antwortet: Ja, mit Gender-Formulierungen stelle ich mir so viele Frauen vor, wie es Gender-Zwangsgestörte und Sprach-polizisten für unabdingbar halten.

Klingt kompliziert? Klingt anmaßend und totalitär? Ist es auch. Der Weg zur höheren Moral ist steinig.

Man kann gar nicht oft genug und laut genug herausschreien, was diese Sprachwissenschaftler für Vollidioten sind. Sie glauben wirklich, es sei sprachpolitisch relevant, wieviel Frauen wir in konstruierten Experimentalsituationen beim Betrachten bestimmter Ausdrücke imaginieren. „Sprach-Stasi“ fällt mir hier spontan als Begriff ein. Sie stilisieren mithilfe windiger Konstruktionen und eines formalistischen Voodoo-Zaubers eine funktionierende Sprache zu einem Krüppel – wider jede Empirie.

Sie glauben überhaupt, daß es so etwas wie „Sprachpolitik“ geben müsse.

Das ist so irre, daß es eigentlich nur in einen George-Orwell-Roman paßt.

Und es zeigt, daß der Begriff Geisteskrankheit nicht übertrieben ist.

Gender-Leute behaupten, unsere alltägliche Sprache sei ein Krüppel – weil nicht „geschlechtergerecht“. Präsentieren tun sie uns die „richtige“ und „gute“ Sprache, die aber unglaublich umständlich und elitär ist, nie konsequent praktiziert wird, in unzähligen Varianten existiert und selbst von ihren Verfechtern nicht wirklich beherrscht wird.

Der wahre Krüppel ist also natürlich mehr als offensichtlich die Gender-Diktion. Solche Ironien und Projektionen sind sicherer Bestandteil sämtlicher Ideologien.

 

Was sind das für Intellektuelle, für Wissenschaftler, die nicht erkennen, daß die Gendersprache ihren Ursprung einzig und allein in den Zwangsneurosen und Minderwertigkeitskomplexen einiger verkopfter Feministinnen hat. Was ist das für eine geistige Elite in unserem Land, die diesen Ursprung als akademisches Hirngespinst nicht erkennt, sondern tatsächlich glaubt, es gäbe irgendeine intrinsische Notwen-digkeit für den Gender-Scheiß?

Wir sprechen hier ja auch nicht nur von den üblichen Verdächtigen, sondern letztlich von allen Geisteswissenschaftlern. Gender-Ideologie und Feminismus sind ja überall an der Universität fest verankert. Gendersprache wird meinem Eindruck nach an allen Fakultäten praktiziert, vermutlich selbst in den Naturwissenschaften. Auch diese „Wissenschaftler“ müssen sich die Frage gefallen lassen, was sie an einer Universität zu suchen haben, wenn sie ihre Sprache brav und willfährig dem Gender-Zeitgeist anpassen und somit zeigen, daß sie offenbar unfähig und unwillig sind, ihr Gehirn zu benutzen und die lächerlichen Begründungszusammenhänge und Postulate der Gender-Sekte zu hinterfragen.

Das muß man sich immer wieder vor Augen führen. Man muß sich immer wieder klarmachen, was für einen grenzenlosen Stuß Leute von sich geben können, die in höchsten intellektuellen Sphären weilen und dafür fürstlich vom Steuerzahler entlohnt werden.

Man sieht hier auch schön, daß das, was wir Wissenschaft nennen, in einem extrem schlechten Zustand ist. Denn die Autorität des Wissenschaftlichen zehrt ja zu einem nicht unerheblichen Teil auch davon, daß – salopp gesagt – die „scientific community“ Unsinn und Fragwürdiges „wegfalsifiziert“.
Im Idealfall müßten das Leute wie Anatol Stefanowitsch oder Gabriele Diewald selbst machen – wenn sie seriöse Forscher wären. Aber die Geisteswissenschaften sind heutzutage eine derartig esoterische, linksgrünversiffte Sekte, daß Wissenschaft als solche gar nicht mehr funktioniert. Auch Forscherkollegen sorgen nicht für den nötigen Kehraus, der unsinnige Theorien und Ideologie entsorgt.

Vielmehr können die Metastasen der politischen Korrektheit an den Hochschulen fröhlich vor sich hinwuchern. Falsifikation findet an der Universität schlicht nicht mehr statt.

Warum? Weil Falsifikation die schöne Gender-Moral kaputtmacht.

Und wer will schon gerne von woken Lifestyle-Linken, Qualitäts-journalisten, wachsamen Kollegen und gendersensiblen „Studierenden“ an den Pranger gestellt werden?

Auch das müßten seriöse Wissenschaftler eigentlich können:
Selbstreflexion, Bewußtmachen von Befangenheiten, Abhängigkeiten, emotionalen Bindungen an Theorien, Gesinnungsdruck, Gruppenzwang etc.

Ich will hier nur skizzieren, daß die heutigen Geisteswissenschaften ein völlig desolater Haufen sind – ohne jeglichen wissenschaftlichen Biß. Man kann sich dort – wie auch das Beispiel Judith Butler zeigt – den größten Scheiß zusammenphantasieren, auf einer abstrakten Ebene ohne Ende völlig spekulative Korrelationen und Zusammenhänge behaupten – ohne je dafür wissenschaftlich zur Rechenschaft gezogen zu werden, ohne je Konsequenzen befürchten zu müssen.

Das, was wir gemeinhin als Wissenschaft betrachten, existiert in vielen Bereichen der Geisteswissenschaften schlicht nicht mehr. Die Grenzen zwischen Forschung und „Aktivismus“ sind vielerorts fließend.

Viele Wissenschaftler leugnen jegliche Empirie, die klar belegt, daß unsere Alltagssprache tatsächlich geschlechtsneutral ist und hervorra-gend auch Frauen repräsentiert. Sie haben es sich gemütlich eingerichtet in ihrer sterilen, akademischen Blase und faseln dann noch zuweilen etwas von der „Spaltung der Gesellschaft“ und dergleichen.

Jede Gesellschaft hat ihre eigenen Geisteskrankheiten, Verleugnungs-zustände und Lügensysteme. Und man wäre naiv, wenn man glaubte, die Wissenschaft sei dagegen immun.

Nachtrag vom 20. Januar: Wie es der Zufall so will, weilte ich gestern am Wittenbergplatz nahe dem KaDeWe, um mich am Bankautomaten etwas zu bereichern. Pflichtbewußt gab ich auch einem privilegierten, alten, weißen Mann – hier in Gestalt eines Obdachlosen – ganze 2,20 €.

Zuvor aber blieb ich an einer der Imbißbuden hängen, die es zahlreich am Wittenbergplatz gibt, und lauschte der Musik, die von dort entströmte. Es war das Lied „Still loving you“ von den Scorpions, eine sehr intensive Achtzigerjahre-Rockballade. Und ich war überrascht, wie unglaublich gut dieses Lied ist. Nie im Leben könnte ich mir vorstellen, daß eine Frau solch ein Lied komponieren könnte – was sicherlich auch mit der männlichen Libido zu tun hat.

Man muß meiner Meinung nach wahrlich bescheuert sein, um glauben zu können, daß Frauen in dem Bereich dasselbe Talent hätten wie Männer. Frauen haben andere Talente.

Warum tun wir uns so schwer damit, uns an den besonderen Talenten von Männern zu erfreuen?

Und warum fällt es uns so schwer, es zu schätzen, wie einfach die Kommunikation durch das generische Maskulinum wird?

 

Olaf Scholz, „Regierungsvertreter*in aus Deutschland“

Wer geglaubt hat, daß nach 16 Jahren Muttikratie mit Olaf Scholz nun endlich wieder ein Mann ins Kanzleramt einziehe und die Geschicke des Landes führen werde, der sieht sich jäh getäuscht.

Als ich jüngst mal wieder im Internet nach peinlichen Twitter-State-ments suchte, landete ich erstmals auf dem Account des baldigen Bundeskanzlers und stieß auf folgenden rührseligen Tweet:

 

olaf-scholz-twitter-regierungsvertreter_in-chanukka-juedinnen-und-juden-christinnen-und-christen

 

Scholz bereitet sich wohl schon auf das Amt des Bundespräsidenten vor. Vielleicht will er auch noch Ratsvorsitzender der evangelischen Kirche werden.

Schlimmer als das Gesülze von „Jüdinnen und Juden“ sowie „Christ-innen und Christen“, für das er noch vor zehn Jahren belächelt worden wäre, ist aber der Genderlogismus „Regierungsvertreter*in“.

Vielleicht will Scholz auch noch Beauftragter der Bundesregierung für Schwule, Lesben, Genderfluide und transidentitäre Orang Utans wer-den. Orang Utans wollen übrigens auch gerne sprachlich repräsentiert werden, wie sie mir mittels eindeutiger Gesten versicherten.

Wir sind noch lange nicht am Ende mit dem Wandel hin zu einer wirklich gerechten, „inklusiven“ und „gendersensiblen“ Sprache. Klingoninnen und Klingonen haben allerdings schon klargemacht, daß sie gerne allein durch das generische Maskulinum repräsentiert werden möchten und keinen Bock haben auf diese weibische, verweichlichte Gender-Scheiße. 🙂

Es dürfte also schwierig werden mit dem Projekt einer wirklich, aber auch wirklich gerechten Sprache, die wirklich auch alle einschließt.

 

Wie soll man nun Olaf ihm seinen selbstgewählten Gaga-Titel deuten? Ist Scholz ein nonbinäres Etwas? Oder hat er sich einfach nur der Szene der Gender-Irren angedient, die glauben, es gebe mehr als zwei Geschlechter und allerlei anderes fluides Gedöns, nur um keine Therapie machen zu müssen und ihre psychischen Störungen aufzuarbeiten?

Ups, das geht womöglich als „Hate Speech“ durch und könnte woke Menschen stark retraumatisieren. Deshalb hier nachträglich noch eine Triggerwarnung: Man kann diesen ganzen Gender-Müll durchaus auch kritisch hinterfragen. Z.B. kann man der Auffassung sein, daß sexueller Mißbrauch in der Kindheit und andere traumatische Erfahrungen zu den Geschlechtsverwirrungen führen können, die für das Gender-Soziotop typisch sind.

Ich schätze mal, daß der Olaf sich nur dieser esoterischen Szene an-dienen wollte und daher nun als „Regierungsvertreter*in“ firmiert.

Oder er hat nach 16 Jahren Mutti Zweifel, ob man als reiner Mann überhaupt noch als Kanzler akzeptiert wird? Olaf will uns vielleicht den Übergang erleichtern und inszeniert sich als Gender-Zwitter. Merkel war allerdings auch nicht besonders weiblich, sodaß sich der Schock in Grenzen hält.

Wäre mal interessant zu erfahren, wann Olaf sich dieses verquere Label „Regierungsvertreter*in“ verpaßt hat.

Wendet man das ganze pseudoprogressive und totalitär-paranoide Gedöns der Gender- und Diversity-Guerilla aber wirklich konsequent an, so müßte man Scholz nun eigentlich die sogenannte „kulturelle Aneignung“ vorwerfen. Er als schlimmer, böser, weißer, geradeauser, alter Cis-Mann inszeniert sich auf Twitter als nonbinäres Etwas.

Na, wenn das mal keine Diskriminierung ist.

Bolschewokis haben bisher noch immer einen Weg gefunden, sich irgendwie diskriminiert zu fühlen.

 

Diese Zeilen schreibe ich am Abend des 8. Dezember, also des Tages, an dem der Olaf vereidigt wurde. Und ich gehe hiermit eine Wette ein. Ich bin mir ziemlich sicher, daß Olaf diese Gender-Scheiße von seinem Account nehmen und sich fortan Bundeskanzler nennen wird, wenn er in Amt und Würden ist.

Ich habe noch nicht nachgeguckt, sondern nur einen Screenshot von seinem alten Account gemacht. Ich kann mir schwer vorstellen, daß Olaf so doof ist und „Bundeskanzler*in der Bundesrepublik Deutsch-land“ auf sein Twitter-Profil schreibt.

Olaf ist zwar ein gegendertes Weichei, aber so viel Selbstachtung wird er dann doch noch haben.

Manchmal wünscht man sich ein paar taffe Worte von Helmut Schmidt zur Gender-Seuche. Den heutigen Gender-Veitstanz hat er ja nicht mehr mitbekommen. Aber solch einen Satz wie den folgenden bezüglich gewisser Diversity-Halluzinationen wünscht man sich von Schmidt auch zum Gender-Unsinn:

Die multikulturelle Gesellschaft ist eine Illusion von Intellektuellen.

Die „geschlechtergerechte Sprache“ ist ein Phantasma von moralischen Zwangsneurotikern. Wobei man die Subjekte dieser beiden Sätze problemlos austauschen könnte.

 

Ein schlechtes Omen für Olaf ist, mit was für einer unglaublichen Peinlichkeit er sich bisher dem Feminismus angedient hatte, sowohl vor als auch nach der Wahl. Ein Grund für mich, warum ich nicht mehr SPD wählen kann.

 

olaf-scholz-twitter-spd-minister_innen-haelfte-der-macht-den-frauen

 

Der aktuelle Frauenanteil bei Olaf ihm seiner SPD liegt übrigens bei 32,6 Prozent (2018). Da könnte Olaf ganz einfach nachbessern, indem er einfach keine Männer mehr aufnimmt, bis die SPD zur Hälfte eine Frau ist. Da Männer und Frauen ja laut forschen Gender-Forschern absolut gleich, wenn nicht gar ein soziales Konstrukt sind, kann es nur an Olaf ihm sein Patriarchat liegen, daß nur so wenig Frauen den Weg in die SPD finden.

Im aktuellen 20. Bundestag hat die SPD-Fraktion übrigens einen Frauenanteil von 41,7 Prozent. Auch da haben die Frauen noch nicht die Hälfte der Macht. Immerhin macht der Olaf eine tolle Symbolpolitik mit seinen vier Ministerinnen.

Man könnte ja mit dieser Gleichstellungsprosa leben, wenn die SPD sie wenigstens konsequent auch auf Männer anwenden würde und z.B. die Rechte unverheirateter und geschiedener Väter stärkte. Wahlkampf-parole:

Die Hälfte der Familie gehört dem Vater. SPD.

Das wäre wirklich mal progressiv – würde aber auch zu hexenartigen Schreianfällen der „Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen“ führen und den einen oder anderen Qualitätsjournalisten in Rage versetzen. Vier Ministerinnen und die Minderwertigkeitsgefühle einiger Feministinnen sind der SPD offenbar wichtiger als Millionen von Vätern und deren Kindern.

Es ist ja sowieso eine der Absurditäten unserer Zeit, daß die größten „Gleichstellungs“-Schreihälse der linken Parteien im Sorge- und Scheidungsrecht ein ausgesprochen konservatives Frauen- und Männerbild haben – und null Empathie für geschiedene Väter aufbringen.

Der SPD verdanken wir das Scheidungs- und Sorgerecht der Sieb-zigerjahre, welches vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gekippt wurde, weil es geschiedene Väter benachteilige.

Der SPD und ihren „Gleichstellungs“-Ideologen verdanken wir die nicht gerade progressive Entrechtung unverheirateter Väter, denen das automatische Sorgerecht verwehrt wird.

Wirklich „progressiv“ ist man heutzutage offenbar nur, wenn man sich als Mann auf Twitter „Regierungsvertreter*in aus Deutschland“ nennt.

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