Gendern bis zur Vergasung

Heute ist Führers Geburtstag. Aber damit hat es wohl weniger zu tun, wenn eine Redakteurin des Deutschlandfunks bis zur Vergasung gendert.

Im Deutschlandfunk gendert man ja sowieso bis zum Endsieg der totalen Geschlechtergerechtigkeit. Insofern ist es nicht weiter erwähnenswert, wenn ich heute mal einen Beitrag aus der Sportredaktion herausgreife und genauer bespreche. Der Beitrag ist repräsentativ für das ganze Programm des Deutschlandfunks und kann noch bis ins Jahr 2038 runtergeladen bzw. angehört werden.

In der Anmoderation gendert der Moderator schon fleißig drauf los und spricht von den „Athletinnen und Athleten“ sowie den „Sportlerinnen und Sportlern“. Es geht um die Olympischen Spiele in Tokio und die leidliche Frage nach dem Impfen der deutschen Teilnehmer.

Dann antwortet die Sportredakteurin Marina Schweizer und nervt den arglosen Hörer gleich mit folgenden kryptischen Worten, als sie vom Moderator nach der Lage der Dinge gefragt wird:

Der Deutsche Olympische Sportbund geht aktuell von 800 Personen aus, die zu Olympia fahren, und 300 Personen zu den Paralympics. Also da geht es um Athletinnen und Betreuer. Es bestehe Einigkeit, daß die Athletinnen und Athleten zeitgerecht vor den Olympischen Spielen geimpft werden sollen.

Wüßte man nicht, daß wir im Gender-Irrenhaus leben, so könnte man meinen, hier sei eben zuerst nur von weiblichen Athleten und männlichen Betreuern die Rede. Wir sind aber Akademiker und wissen daher bescheid, daß das sprachlicher Gender-Ablaßhandel ist und man eben auch mal einfach eine weibliche Form platziern will, um das eigene Gutsein zu zelebrieren – koste es, was es wolle.

Diese Praxis des Anarcho-Genderns, das dem normalen Deutsch und jeder Grammatik und Semantik Hohn spricht, ist die vierte Säule des heutigen Genderwahns – neben Doppelnennungen, Gender-Lücken und Gerundien. Binnen-I und andere ältere Genderliturgien bleiben hier mal außen vor.

Den Journalisten im Radio und Fernsehen ist unsere deutsche Sprache und ihre Sinnhaftigkeit so scheißegal – und ihr Gender-Kult derartig wichtig, daß sie guten Gewissens diesen widersinnigen Selektiv-Plural praktizieren. Daß das niemand im normalen Volk versteht geschweige denn praktiziert, ist ihnen ebenfalls egal.

Hauptsache, man hat mal wieder irgendwo eine weibliche Form untergebracht – sei es auch noch so bizarr und schizophren.

Es ist also eine gängige Variante des Genderwahns, bei mehreren Pluralformen in einer Aufzählung einige auch zu verweiblichen. Da kommt dann so etwas heraus wie „Ärztinnen und Apotheker“ oder „Fußgängerinnen und Radfahrer“.

Ich muß das wohl nicht weiter kommentieren. Man muß wohl schon richtig scheiße im Kopf sein, um so etwas fabrizieren zu können. Wir können wirklich froh sein, daß 75% der Menschen in Deutschland kein Abitur haben.

Das Frappante an obigem Zitat mit dem Anarcho-Plural ist, daß dort zwei Systeme des Plurals direkt nebeneinander stehen, die sich jeweils widersprechen. Der Redakteurin ist das offenbar egal. Zum einen der genderromantische und widersinnige „Selektivplural“ („Athletinnen und Betreuer“). Zum anderen die reine Lehre der Doppelnennung beider Geschlechter („Athletinnen und Athleten“). Na ja. Ich bin immer wieder fassungslos, wie unglaublich zwanghaft diese Sprachpraxis ist – also wie krank man im Hirn sein muß, um das überhaupt sprechen und vor sich selbst durchgehen lassen zu können.

Wo sind da die Kontrollinstanzen in unseren angeblich so seriösen Qualitätsjournalisten? Wie scheiße muß man im Kopf sein, wenn man nicht von allein auf die simple Frage kommt: Warum spreche ich dieses Deutsch nur, wenn ich auf Sendung bin?

Etwas später in dem Beitrag kommt dann dieser Satz:

Man wolle auf keinen Fall riskieren, daß die Athletinnen und Athleten, die Betreuer für andere anläßlich der Olympischen Spiele ein Infektionsrisiko darstellen.

Haben die „Athletinnen und Athleten“ nur männliche Betreuer oder was?

Oder soll ich als Hörer jetzt schnurstracks in einer Millisekunde umschalten und das generische Maskulinum wieder ins Recht setzen und das Wort „Betreuer“ geschlechtsneutral verstehen?

Was wollt Ihr eigentlich von mir als Hörer? Soll ich nun ein Fan des Gender-Idioms werden oder doch die schlümme, patriarchale Sprache anerkennen, die uns alle so diskriminiert? Was wollt Ihr Vollidioten eigentlich?

Man entschuldige bitte meine klaren Worte. Aber als proletarisierter Ossi kann ich nicht anders und frage mich schon, wo die Logik bei dem Ganzen geblieben ist. Ich habe schon verstanden, daß diese neue Sprache angeblich „geschlechtergerecht“ sein soll. Das habe ich kapiert.

Wo aber bleibt dann die Konsequenz? Warum wird überhaupt noch das generische Maskulinum verwendet, das ja „geschlechter-ungerecht“ ist?

Ihr Gender-Freaks müßt Euch schon entscheiden, was Ihr wollt. Beide Werte widersprechen sich. Entweder ist das generische Maskulinum eine schreiende Geschlechterungerechtigkeit – oder eben nicht. Folglich muß man als Normalbürger aus der realexistierenden Genderpraxis schließen, daß das ganze pseudo-moralische Brimborium um die angebliche „Gendergerechtigkeit“ ein Fake und Schwachsinn ist.

Ich bin so freundlich und erkläre diese Dinge hier. Menschen ohne Abitur brauchen das gar nicht. Die wissen sowieso, daß Gendern Schwachsinn ist. Gender-Zombies kapieren diese Dinge aber selbst dann nicht, wenn man sie ihnen halbwegs akademisch auseinandernimmt.

Da scheint man wohl etwas besoffen von der eigenen gefühlten Moral zu sein.

Anatol Stefanowitsch würde jetzt vermutlich antworten: Tja, wir müssen halt noch mehr gendern und den inneren Klassenfeind in uns bekämpfen, der manchmal doch noch zum generischen Maskulinum greift.

Die innere Klassenfeindin muß natürlich auch noch bekämpft werden. Ganz klar. Manchmal ist der Klassenfeind auch eine Frau oder „nonbinär“.

Na ja. Man kann diese Leute in ihrem infantilen moralischen Narzißmus und ihrer totalen Verblendung nur karikieren. Die Gendersprache in ihrem Lauf halten weder Ochs noch Eselin auf.

Im weiteren Verlauf des Beitrags erwähnt Marina Schweizer „Umfragen unter Athletinnen und Athleten“ und spricht in diesem Zusammenhang von „Antwortenden“. Dann sagt sie:

So wie es aussieht, wollen sich die Athletinnen und Athleten impfen lassen.

Dann werden wir auf einmal wieder mit dem generischen Maskulinum beglückt:

Man betont sehr stark, daß man sich den Schutz wünscht, möchte aber auf gar keinen Fall als Vordrängler gelten.

Von Gender-Zombies erwarte ich hier schon, daß man zumindest von „Vordrängelnden“ redet. Das sollte uns die „Geschlechter-gerechtigkeit“ allemal wert sein.

Dann wieder solch kryptische Zeilen:

Ob dafür Athletinnen und Athleten und deren Betreuer jetzt in der Impfreihenfolge vorgezogen werden müssen, das ist noch nicht klar.

Ihr kennt das Spiel. Die Betreuerinnen werden hier aber eindeutig sprachlich diskriminiert.

Dann dieser merkwürdige Satz hinsichtlich einer etwaigen Priori-sierung der deutschen Olympioniken:

Ob das fair ist, darüber diskutieren Beobachter jetzt schon seit ein paar Monaten […]

Ist die Gendersprache ein elitäres, ausgrenzendes Projekt? Oder warum ist es bei den „Beobachtern“ auf einmal nicht mehr so wichtig, das Volk über die enorme Geschlechtervielfalt in dieser Gruppe aufzuklären? Warum erfahren wir von „Athletinnen und Athleten“, nicht aber von „Beobachterinnen und Beobachtern“?

Dann das:

Das Team hat für viele den Charakter von deutschen Vertretern in der Welt.

Kein Kommentar. Bin gleich fertig mit der Horrorshow. Nur noch dieser Zombiesatz:

Und auch Kunst und Kultur könnten natürlich sagen, auch wir haben herausragende Vertreterinnen dieses Landes.

Wie scheiße muß man im Kopf sein, um solche Sätze formulieren zu können? Aber lassen wir das.

Puh. Das war ganz schön anstrengend, all diese sprachlichen Miß-geburten zu transkribieren. Ursprünglich ging es mir in diesem Artikel nur darum, mal einen Eindruck von einem ganz normalen, alltäglichen Radiobeitrag zu vermitteln, in dem bis zur Vergasung von „Athletinnen und Athleten“ gesprochen wird. Allein das ist ja schon absurd genug.

Bei genauem Hinhören fiel mir dann noch so einiges anderes auf – was aber dem üblichen Gender-Murks entspricht und keineswegs ungewöhnlich ist. Also vor allem die Inkonsequenz und Inkompetenz in der esoterischen Gender-Sprachpraxis. Fanatismus und Wahn-haftigkeit kommen noch hinzu, wenn man sich das letzte Zitat vor Augen führt und klarmacht, wie verstrahlt und deformiert man für solch eine Diktion sein muß.

Wer nicht regelmäßig den Deutschlandfunk hört und sich mal den ganz normalen Genderwahn im Radio zu Gemüte führen möchte, kann sich den hier durchexerzierten, vierminütigen Beitrag ja mal in Gänze anhören. Ich habe ihn mir auch für den Fall des Falles gespeichert.

Der Beitrag vermittelt gut, in was für einem Irrenhaus wir mittler-weile leben.

Und wie gesagt: Dieses „Deutsch“ muß man 24 Stunden am Tag ertragen. Es gibt kein Entrinnen.

Gendern, bis das „Soziolog:in“ kommt

Nur eine kleine Anekdote für zwischendurch. Es dürfte bekannt sein, daß die Genderfreaks Kulturbanausen und bildungsferne Spießer sind. Das muß ja so sein, denn es bedarf schon enormer Intelligenzvakanzen, wenn man angesichts des tagtäglichen Sprachgebrauchs meint, ein formal männliches Wort wie Bürger könne nicht auch Frauen repräsentieren.

Es ist daher wenig verwunderlich, daß die Genderfreaks auch bei ihrem ureigenen Gender-Esperanto ein klägliches Bild abgeben und es noch nicht einmal dort auf die Reihe kriegen, ihren eigenen Ansprüchen gerecht zu werden.

Wie Drogensüchtige suchen sie nach dem Kick der „Geschlechter-gerechtigkeit“ in ihrer Kunstsprache, ohne dabei zu realisieren, daß Männer dummerweise ja auch ein Geschlecht sind, das durch die „geschlechtergerechte“ Sprache repräsentiert werden muß.

Tja, und dabei kommt dann eben immer wieder so etwas heraus wie der folgende Tweet, den man heute auf dem Blog „Alles Evolution“ bewundern durfte:

Vor dem großen Gender-Sprung nach vorn haben wir diese Frage übrigens ganz unschuldig folgendermaßen formuliert – und natürlich auch ein Komma an der richtigen Stelle platziert:

Kann mir irgendein Soziologe erklären, wieso das so ist?

Aber was will man auch von diesen Gender-Fuzzis erwarten? Die fragen vermutlich auch bei einem Unfall, ob ein Arzt, eine Ärztin oder ein Arzt mit einem der anderen 60 Geschlechter zur Stelle ist.

Selbst die Professoren der Genderfront kriegen es ja nicht hin, ein halbwegs korrektes Deutsch zu formulieren. Sie scheitern an ihrer eigenen Kunstsprache, die sie so vehement verteidigen. Für diese „Wissenschaftler“ ist es oftmals einfach zu kompliziert, auch die männliche Form in ihren geschlechtergerechten Fehlgeburten unterzubringen. Sie benutzen wie von Sinnen ihre Gender-Codes, ohne zu realisieren, daß man eine deklinierte Form vor sich hat – oder eben einen Nominativ der auf e endet wie beim „Soziologen“. Ich erlaube mir mal als einfacher Bürger, diese Dinge den Herren „Sprachwissenschaftlern“ zu verklickern und gewisse Zweifel an der Kompetenz dieser Leute zu vermelden.

Auch die Rechtschreibreform entstammt ja im übrigen demselben Ungeist wie der Gender-Dialekt. Beides sind Anmaßungen größenwahnsinniger Linker, die bei Wörtern wie „Tradition“, „Nation“ oder „Identität“ nur den pawlowschen Reflex der Nazi-Paranoia zustande bringen. Und die so begeistert sind von ihren Idealen der sozialen Gerechtigkeit oder der Gleichberechtigung, daß sie völlig den Verstand verlieren und freundlicherweise auch noch den größten Unsinn mit diesen Idealen verknüpfen.

Im Vorfeld der Rechtschreibreform versprachen die Reformeiferer dem Volk und willfährigen Politikern, daß die Fehlerzahl bei Schülern um 70% abnehmen werde. Die Propagandisten der Gendersprache versprechen eine sogenannte „Geschlechtergerechtigkeit“, die angeblich eintrete, wenn man unsere Sprache feministischen Vorstellungen gemäß verstümmele.

Marxisten versprachen der Welt, daß mit dem Kommunismus das Ende der Geschichte einsetze und die Arbeiter nun endlich das Sagen hätten.

In allen drei Fällen fanden sich genug Leute, die um jeden Preis zu den Guten gehören, ein Teil des Fortschritts sein wollten.

Soziale Gerechtigkeit und Gleichberechtigung sind ja durchaus erstrebenswerte Ziele. Man kann diese Ideale aber auch ohne Wahnvorstellungen und fixe Ideen umsetzen.

Die Sprengung des Berliner Stadtschlosses und die Zerstörung diverser historischer städtischer Strukturen durch die „sozialistische Moderne“ sind ebenfalls eine Metapher für diesen linken Ungeist, der wenig Skrupel hat, wenn es um die Verwirklichung einer vermeintlich besseren Zukunft geht.

Und man muß einmal mehr darauf hinweisen, daß auch die heutigen Kulturverbrechen einem marxistisch grundierten Größenwahn Denken entspringen. Getreu dem Motto: Nur wir kennen die historischen Gesetzmäßigkeiten und wissen, wo‘s lang geht. Wer zweifelt, ist konterrevolutionär – um nicht zu sagen: Klassenfeind!

Das vermeintlich Überkommene, das Vertraute und Bewährte, wird zwanghaft dämonisiert, während der vermeintliche Fortschritt ebenso zwanghaft und willkürlich mit positiven Attributen versehen wird – komme er auch noch so lächerlich und weltfremd daher wie ein Binnen-I oder eine Gender-Lücke. Wir Ossis kennen dieses Muster zur Genüge.

Unsere Generation darf quasi live einen linksradikalen Wahn in Aktion studieren. Und es ist heute bereits klar, daß die Sache ähnlich jämmerlich enden wird wie das marxistische Experiment des 20. Jahrhunderts. Diese Parallelen im Denken und Handeln sind ja nur zu offensichtlich, und eigentlich müßte man solche Betrachtungen wie diese hier in einem Blatt wie der „Zeit“ oder der „FAZ“ lesen können – wäre unsere Gesellschaft nicht so hoffnungslos linksverblödet.

Eine kleine Ironie hält die Gender-Wortmißgeburt „Soziolog:in“ dennoch für uns parat: So wie die sogenannte „Gleichstellung“ eigentlich nur unter dem Vorzeichen Frau stattfindet und verstanden wird, so ist auch die sprachliche „Gleichstellung“ allein auf weibliche Endungen fixiert – und dies führt dummerweise immer wieder dazu, daß männliche Belange vernachlässigt werden.

Die Gendersprache sollte man also durchaus als Metapher für den Gleichstellungswahn in Deutschland und im westlichen Kulturkreis ansehen. Man erfindet geradezu fetisch- und fieberhaft vermeintliche Benachteiligungen von Frauen, meist auf einer rein formalen, hoch spekulativen Ebene.

Während die gleichen Standards bei Männern auf einmal keine Rolle mehr spielen und nicht angewendet werden.

Für mich ist es sowieso ein Rätsel, wieso man über diesen ex-orbitanten Schwachsinn überhaupt Texte schreiben muß.

Es sagt viel über unsere Gesellschaft aus, daß 99% Prozent der in der Öffentlichkeit stehenden Personen wie z.B. Journalisten, Politiker, Wissenschaftler, Kulturschaffende etc. nicht den leisesten Schimmer von diesen Dingen haben – und vollkommen identisch sind mit diesem universellen feministischen Verblendungszusammenhang.

Gendern bis zum Kirchenaustritt

Rechtzeitig zum Osterfeste widmen wir uns voller Enthusiasmus der evangelischen Kirche. Auch die Protestanten sind auf dem Gender-Trip und gendern, was das Zeug hält. Warum aber gibt es nur so viele Kirchenaustritte? Vermutlich weil die Luther-Follower lange keine Gottesdienste in „gerechter Sprache“ angeboten haben.

Und vermutlich, weil die „Protestierenden“ einfach noch keine „Bibel in gerechter Sprache“ – kurz BigS – in der Hand halten durften. Diesen Mangel hat die Kirche in den letzten Jahren freilich behoben. Und die vormals Ungläubigen und Austrittswilligen rennen ihr nun die Bude ein. Sie können es kaum erwarten, endlich gendergerechte Gottesdienste zu besuchen.

Jesus Christus hat sich zwar in einer sehr einfachen und bildlichen Sprache ans Volk gewandt. Aber warum es einfach machen, wenn es auch kompliziert geht? Selig sind die Armen im Geiste?

Ist mit der heutigen evangelischen Kirche nicht mehr zu machen. Die bereichert sich selbst mit Gender-Sternen, „Geschlechter-gerechtigkeit“, einem feminisierten Herrgott und allerlei anderem pseudointellektuellen, esoterischen Gender-Gedöns.

Ein neuer Luther würde diesen Gender-Ablaßhandel wohl an-prangern.

Was dürfen unsere trüben Augen auf der Webseite der evange-lischen Kirche Preußens lesen?

Gottesdienst geschlechter*gerecht feiern

Was für ein tolles Sternchen. Und so schön mittig platziert. Mehr Inklusion geht nicht.

Ein bißchen doof ist dieser Stern aber schon, soll er doch gerade all die anderen ausgedachten und herbeiphantasierten „Geschlechter“ jenseits der „binären Geschlechterordnung“ repräsentieren. Wozu aber noch ein Stern, wenn all diese „Geschlechter“ ja bereits in dem Wörtchen „geschlechtergerecht“ enthalten sind?

Aber solch Fragen ist vermutlich nur kleinliche Erbsenzählerei und „Mansplaining“ – also diese dumme, dominante männliche Vernunft, die sich ständig in den Vordergrund drängt und Frauen unterdrückt. Gender-Sternchen repräsentieren das Gute! Also soll man sie auch ruhig ein bißchen öfter verwenden als nötig.

Ich sehe schon eine Gendersprache vor mir, die uns mit noch viel mehr Sternen beglückt als bisher. Deren Ver*fech*ter*inn*en werden dann noch mehr „Ge*schlech*ter*ge*rech*tig*keit“ für sich beanspruchen als die klassischen Gender-Freaks. Ein Krieg der Sterne scheint unausweichlich.

Aber schauen wir weiter:

„Das Wissen um die Vielfalt von Geschlecht stellt die Sprache im Gottesdienst vor neue Herausforderungen“, meint die Geschlechterforscherin und Theologin Ulrike Auga. Im Interview mit ekbo.de wirbt sie für gerechte Sprache.

Das sehen die Gläubigen bestimmt ganz genauso und preisen jetzt inbrünstig „die Ewige“. Gott könnte sich schließlich diskriminiert fühlen. Da will man vorkehren. Früher wußten die Menschen einfach noch nichts von der enormen Geschlechtervielfalt. Wie toll, daß es dieses Wissen jetzt gibt und die Kirche diese brandneuen, völlig unbestechlichen „wissenschaftlichen“ Erkenntnisse in den Gottesdienst integriert. Alles hieb- und stichfest bewiesen. Und man kann sich zudem auch noch so progressiv fühlen und es den doofen Katholiken zeigen.

Neue Erkenntnisse sowohl der Geisteswissenschaften, der Naturwissenschaften als auch der Theologie zeigen, dass sich durch derlei ungerechtes Sprechen, das der Vielfalt der Erfahrungen nicht gerecht wird, Ungleichheit und Un-gleichbehandlung verfestigen.

Okay, als Ossi mit marxistisch-leninistischer Phrasendresch-Expertise fragt man sich schon, wie unglaublich dumm man sein muß, um solche Sätze überhaupt formulieren zu können. „Ungerechtes Sprechen“? Ich muß gleich mal zu meinem früheren FDJ-Sekretär für Agitation und Propaganda gehen. Liegt hier womöglich eine Urheberrechtsverletzung vor?

Begrüßen Sie Ihre Gemeinde in geschlechter*inklusiver Sprache!

Loben Sie Gott in geschlechter*gerechter Sprache!

Anregungen für ein geschlechterinklusives Glaubensbekenntnis

Beten Sie geschlechter*gerechte Fürbitten!

Verwenden Sie gender*gerechte Sendungs- und Segenstexte!

Das ist kein Witz, kein Aprilscherz. Das ist auch nicht aus „Das Leben des Brian“. Diese Zitate sind kein Fake. Das ist die evangelische Kirche Preußens im Jahr 2021. Die Vision vom Untergang des Abendlandes scheint nach dieser Lektüre gar nicht mehr so unrealistisch.

Die Kirche beschäftigt heute „Geschlechterforscherinnen“ wie Ulrike Auga, die eigentlich ein Fall für den Sektenbeauftragten wären und jeden Esoterik-Guru vor Neid erblassen lassen. Die Dame präsentiert uns allerschönstes, paranoides Genderwelsch:

Oft werden Binarität und Heteronormativität ungenügend reflektiert. Dabei werden Stereotype in Bezug auf Männlichkeit und Weiblichkeit zementiert. Die Beschäftigung mit der Konstruktion von Geschlecht ist wichtig, denn die Abweichung von hegemonialen Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit kann bis in die Gegenwart Hassverbrechen nach sich ziehen.

Es werden beispielsweise Kultur, Vernunft und Verbal-sprachlichkeit als „männlich“ assoziiert und Natur, Körperlichkeit oder Emotion „weiblich“ naturalisiert bzw. essentialisiert, d.h. als gäbe es eine vorgeordnete binäre Wesenheit.

Nee, gibt es natürlich nicht. Alles Fake! Alles hegemonial! Ulrike hat’s bewiesen. Zweifel kennt sie nicht. Gehen Sie zur Gender-Forscherin Ihres Vertrauens, die Ihnen die Flausen von der angeblichen Wesenhaftigkeit von Mann und Frau zünftig austreibt. Und lassen Sie sich tolle Begriffe wie „Heteronormativität“, „Binarität“ oder „Essentialisierung“ erklären.

Ulrike soll schließlich nicht umsonst an der Universität ihre Nase in Bücher gesteckt haben.

Eine der absurdesten Ironien des Gender-Zeitalters ist es wohl, daß solche Esoteriktanten wie Ulrike Auga den größten, völlig irrationalen, unbewiesenen Unsinn von sich geben und sich dann darüber beklagen, daß Weiblichkeit nicht gerade mit Vernunft assoziiert wird.

Aber vielleicht hat die Dame ja Beweise dafür, daß Männer ähnlich emotional sind wie Frauen. Gleichstellungsbeauftragte freuen sich schon auf weibliche Schachweltmeister. Ulrike und die Gender-forschung müssen nur noch ein bißchen „dekonstruieren“ – und schon ist Schach der reinste Frauensport. Ich erinnere noch mal daran, daß nahezu sämtliche Gender-Professuren von „als weiblich gelesenen“ Menschen – so heißt das heute – ausgefüllt werden. Das nur mal zum Thema Rationalität und Vernunft.

Als Mann bin ich übrigens ziemlich froh darüber, daß Frauen essentiell anders sind als Männer. Das nur nebenbei. Man kann es aber auch mit weiblicher Irrationalität und Unvernunft übertreiben. Feministinnen legen in dieser Disziplin regelmäßig neue Benchmarks vor.

Habe ich eigentlich schon erwähnt, daß die Gender-Tanten an den Universitäten zumeist lesbisch sind? Kann man ja ruhig mal sagen. Vielleicht fehlt diesen Damen einfach ein bißchen „hetero-normativer“ Erfahrungshorizont. Ulrike macht auch nicht gerade den Eindruck, als ob sie dem Manne zugeneigt sei.

Man muß schon extrem gehirngewaschen und intellektuell paralysiert sein, wenn man an die „Konstruktion von Geschlecht“ glaubt. Und wahrscheinlich ist das, was ich hier tue, auch ein „Haßverbrechen“. Man fühlt sich bei diesen Gender-Zombies in der Tat an die geschlossenen, paranoiden Glaubenssysteme von Sekten erinnert.

Wenn die evangelische Kirche in Deutschland nicht unter die Kreationisten gegangen ist, sollte sie sich mal in einer ruhigen Minute vergegenwärtigen, daß evolutionsbiologisch gar nichts anderes möglich ist, als daß Mann und Frau gegensätzlich und komplementär ausgerichtet sind. Alles andere wäre das achte Weltwunder. Aber vielleicht will uns Ulrike Auga ja mit diesem pseudowissen-schaftlichen Unsinn, dessen einziges Argument eine gefühlte Progressivität ist, nur beweisen, wie irrational das Weib eigentlich ist.

Noch eine Kostprobe der sicherlich gutbezahlten – warum wird sie eigentlich nicht „Thealogin“ genannt? Triggerwarnung: Schlimmster Gender-Okkultismus mit Höchstwerten im Blablameter!

In der postsäkularen, globalisierten Gesellschaft, in der friedliches Zusammenleben durch Neoliberalismus und lebensfeindliche Macht- und Körperpolitiken bedroht wird, bedeutet öffentliche religiöse Performanz ein unverzichtbares Potential für das Aufbrechen hierarchisierender, interagierender Kategorien – in der Forschung werden sie intersektionale Kategorien genannt – wie „Geschlecht“, „Sexualität“, „Nation“, „Race“, „Klasse“, „körperliche Befähigung“ und „Religion“.

IIn der Sichtbarkeit, körperlichen Ko-Präsenz und Materialität öffentlicher Gottesdienste manifestiert sich die „offizielle Konsenstheologie“ einer Gemeinschaft performativ. Gerade hier werden die Affirmation und das Sichtbarmachen nicht-traditioneller Fürsorgebeziehungen, das Empowerment von Beziehungen, Lebensentwürfen und von Subjektpositionen, die vom Mainstream abweichen, greifbar.

Es kann nicht mehr lange dauern, bis die WHO „Gender“ als Geisteskrankheit einstuft. Erfreulicherweise sind nur Akademiker davon betroffen.

Genauso, wie die Zeitungen mit der ungeheuer beliebten Gendersprache und feministischen Fake News ihren Auflagen-schwund zu stoppen gedenken, wird die Evangelische Kirche Deutschland mit Regenbogenfahnen und Gottesdiensten in „gerechter Sprache“ vermutlich den Mitgliederschwund stoppen.

Wer‘s glaubt, wird selig.