Gender-Zombies: Nicole Diekmann

Zombie ist ein geschlechtsneutraler, gendergerechter Begriff. Sowohl Frauen als auch Männer können Zombies sein. Zombie bleibt Zombie.

Jüngst ward ich eines kleinen Videos gewahr, das nur schwer auszuhalten ist. Dort gendert eine Nachrichtenredakteurin des ZDF, als gäbe es kein Morgen mehr:

 

Ich konnte mir nicht vorstellen, daß unsere öffentlich-rechtlichen Lügenpressekasper mittlerweile derartig durchgeknallt sind – bis ich dieses Video sah. Wie krank muß man in der Birne sein, um derartig sprechen zu können?

Ach, ich vergaß. Es geht ja um’s hehre Ideal der „Geschlechter-gerechtigkeit“. Da kann man ruhig auch ein bißchen krank in der Birne sein. Geschlechtergerechtigkeit ist es allemal wert. Wer weiß? Wenn sich das durchsetzt, sind wir alle Kasper und es fällt gar nicht mehr auf.

Bei den Privaten wird weniger bis gar nicht gegendert. Aber das hat bestimmt nichts damit zu tun, daß sich diese Sender an der Nachfrage ausrichten müssen.

Diese öffentlich-rechtlichen TV-Kasper zeigen ja mit ihren Auftritten unfreiwillig einer breiten Öffentlichkeit, wie extrem naiv und anpasserisch sie sind. Denn ein kritisch denkender Mensch erkennt natürlich innerhalb weniger Sekunden, wie unsagbar lächerlich und infantil die Moral- und Gerechtigkeitspostulate der Gender-Narretei sind.

Es bedarf nur geringster Anstrengungen, um dies zu durchschauen. Mir kommen diese Gender-Zombies im öffentlich-rechtlichen TV so vor wie Kinder, die an den Weihnachtsmann glauben.

Spricht Frau Diekmann eigentlich so auch mit ihren Freunden, ihren Eltern, ihrem Nachwuchs?

Oder ist Geschlechtergerechtigkeit doch nur der schnelle Kick in der persönlichen Gewissensökonomie?

Man muß sich immer klarmachen, daß unsere Journalistenkasper sich nicht die einfachsten Fragen stellen können, so infantilisiert sind sie bereits. Sie wollen nichts sehnlicher als an der Mutterbrust des Guten nuckeln.

Glücklicherweise lebe ich seit über 20 Jahren ohne Fernseher, sodaß ich zumindest in dieser Hinsicht von der Gender-Geisteskrankheit verschont bleibe. Ich bin aber trotzdem schockiert darüber, in was für Zombies sich die Erben von Hanns-Joachim Friedrichs, Dagmar Berghoff und Wolf von Lojewski verwandelt haben.

Ich stelle mir gerade vor, wie Dagmar Berghoff gendert. Gut-menschentum ist wohl das Hauptunterscheidungsmerkmal zwischen der heutigen und der verflossenen Journalistengeneration.

Das Video zeigt immerhin schön, in was für einer Parallelwelt sich unsere Zwangsgebührenprofiteure bewegen. Die Blase muß eminent sein. Normale Menschen würden sich bei diesem akustischen Gender-Terror in Grund und Boden schämen.

Vielleicht steckt ja der Islamische Staat hinter solchen Gender-Attentaten und will, daß wir uns von unserer degenerierten westlichen Kultur weiter entfremden und zum Islam überlaufen. Im Koran wird bestimmt nicht gegendert.

Unsere autistischen Medienzombies können sich offenbar nicht mehr in die Fremdwahrnehmung, in den Blick von außen einfühlen. Wir haben mittlerweile erschreckende Zustände sowohl in Politik als auch in der Medienlandschaft.

Ich werde wohl demnächst eine Rubrik „Zombies“ einrichten, in der ich Befürworter und Praktikanten der Gendersprache zu Wort kommen lasse. Die bizarrsten Statements und Auftritte können dort dann bestaunt werden.

 

Auf Wikipedia erfahren wir über Nicole Diekmann übrigens dies hier:

Nicole Diekmann studierte von 1997 bis 2004 Soziologie, Politikwissenschaften und Neuere und Neueste Geschichte in Münster und Hamburg. Im Anschluss absolvierte sie von 2004 bis 2005 eine Ausbildung zur Redakteurin an der Deutschen Journalistenschule in München.

Intelligent wird man an der Universität also nicht. Dafür spricht auch der naiv-dümmliche Titel eines Buches, das Diekmann 2021 publizierte:

Die Shitstorm-Republik. Wie Hass im Netz entsteht und was wir dagegen tun können.

Au weia!

Ich schreibe übrigens auch gerade ein Buch. Denn ich bin gebildet und will das Gute. Mein Buch wird folgenden Titel haben:

Die Gender-Vollidioten. Wie der Haß auf die deutsche Sprache entstand und was wir dagegen tun können.

Als Ossi ist mir übrigens aufgefallen, daß die Dame Diekmann ein westzonales Gewächs ist. Damit reiht sie sich ein in die Phalanx der demokratiesozialisierten Gender-Zombies um Claus Kleber, Anne Will und Petra Gerster, die uns allesamt vor dem sprachlichen Patriarchat bewahren wollen.

Bisher kenne ich im TV nur Wessis, die den Gender-Dialekt praktizieren. Es würde auch wenig zur Ostseele passen, da im Osten kultureller Selbsthaß und schnöselhafte, narzißtische Pseudo-intellektualität naturgemäß geringer ausgeprägt sind. Und diese Zutaten sind nun mal essentiell für die Gender-Operette.

Zur Zukunft der Gendersprache und zu ihrem obigen Talkshow-Auftritt ließ Nicole Diekmann übrigens Folgendes verlauten:

Also, ich glaube nicht, dass wir zurückgehen werden, das ist jetzt irgendwie in der Welt, und … Egal, wieviel Häme man dafür bekommt, und die bekomme ich zum Beispiel im Moment.

Ich hab ja Die Shitstorm-Republik geschrieben, habe das dann auch im Fernsehen mal vorgestellt in den letzten Wochen, unter anderem in der Sendung Maischberger, und habe da gegendert, und was habe ich darauf bekommen? Haha, einen Shitstorm.

Die Frau ist nicht mehr jung. Sie ist 43 Jahre alt. Da könnte man schon etwas mehr Intelligenz vermuten. Hört sich stark nach unbedarftem Barbie-Püppchen mit Annalena-Syndrom an.

Schon der erste Satz offenbart eine jede Dimension sprengende Dummheit. Mit 43 Jahren und als gutbezahlte Nachrichtentante könnte man schon ein bißchen ein Gespür für die Marotten und Flüchtigkeiten des Zeitgeists haben. Schlaghosen, Schulterpolster und Tamagotchis waren auch mal in der Welt.

Wobei diese Phänomene sehr viel mehr Fans hatten als die Gender-Seuche. Mir ist jedenfalls noch nie ein Normalbürger in meinem Alltag begegnet, der gendert.

Man muß das Denken regelrecht verachten, wenn man ernsthaft glaubt, daß diese Vollidiotensprache in 20 Jahren noch irgendeine Rolle spielen würde. Und dann vergegenwärtige man sich noch diese dreiste Infantilität und Egozentrik, mit der Frau Diekmann die Kritik an ihrer aufdringlich-übergriffigen Kunstsprache ins Lächerliche zieht. Was interessieren mich die Gebührenzahler?

Mir kann das ja egal sein. Es gibt wahrlich Schlimmeres auf diesem Planeten. Die Menschheit hat die Pest überstanden. Sie wird Corona überstehen. Und sie wird auch vom Gendern nicht untergehen. Und ein paar Jahre kann man es durchaus noch ertragen, daß sich erwachsene, vermeintlich bildungsnahe Gutmenschen vor der Kamera zum Honk machen.

Das Privatfernsehen hat in dieser Hinsicht mit bildungsfernen Proletariern und C-Promis auf Südseeinseln, in Containern oder Vormittagsshows bereits beeindruckende Standards gesetzt.

Warum sollten ARD und ZDF da hintanstehen? Jeder darf sich zum Vollhonk machen. Auch studierte Bildungsbürger.

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen muß die gesamte Gesellschaft abbilden.

„Harris ist die erste Frau im Amt der Vizepräsidentin.“

Gestern war im Deutschlandfunk ein Bericht über die US-Einwanderungspolitik und die Rolle von Kamala Harris zu hören. Der Beitrag stammte von ARD-Korrespondent Torsten Teichmann und ist noch auf tagesschau.de nachzulesen.

Man studiere einmal folgende Passage:

In den USA steht die 56-Jährige damit nun endgültig unter Beobachtung. Die Erwartungen an sie waren von Anfang an hoch: Harris ist die erste Frau im Amt der Vizepräsidentin, die erste schwarze Amerikanerin, die erste Amerikanerin mit südostasiatischen Wurzeln auf dem Posten. Sie sei sich dessen bewusst, erklärte Harris vor Kurzem im Interview mit dem Fernsehsender CNN.

Es ist noch nicht so lange her, da war es selbstverständlich, vom „Amt des Vizepräsidenten“ zu sprechen. Der im Zitat markierte Satz macht die Fallstricke der Gendersprache deutlich. Ein Posten, der sich „Amt der Vizepräsidentin“ schilt, kann landläufig eben auch nur von einer Frau besetzt werden. Das entspricht dem herkömmlichen Sprachverständnis.

Gerade in diesem Kontext zeigt das generische Maskulinum seine Stärken, da der springende Punkt – erste Frau in einem zuvor nur von Männern ausgeübten Amt – viel besser zur Geltung kommt, wenn man schreibt:

Harris ist die erste Frau im Amt des Vizepräsidenten.

Der gendergerechte Satz bekommt also eine unverhofft komische Wirkung und verwischt quasi den historischen Moment der weiblichen Machtergreifung. Und es ist und bleibt natürlich auch ein peinliches Gutmenschendeutsch, das hier praktiziert wird. Vorauseilender Gehorsam gendersensibler Qualitätsjournalisten bei gleichzeitiger Ignoranz gegenüber sprachlichen Feinheiten jenseits des Gender-Paradieses.

Wie soll Harris die erste Frau in einem „Amt der Vizepräsidentin“ sein? Bzw. was ist daran so besonders?

Unser Sprachgefühl ist da eindeutig.

Feministinnen und Genderverstrahlte antworten an dieser Stelle für gewöhnlich beleidigt, daß jetzt eben mal zurückgeschlagen werde und die doofen Männer es ertragen müßten, daß man auch mal weibliche Formen verwende, und Männer mitgemeint seien.

Dieses Argument funktioniert aber eben nur in einer akademischen Blase der Selbstgerechtigkeit, in der man sich vom allgemeinen Sprachverständnis abgekoppelt hat. Man kann noch so sehr behaupten, daß ein Begriff wie „Amt der Vizepräsidentin“ generisch zu verstehen sei.

Man versteht ihn eben nicht generisch. Weil Sprache nicht in Professorenzimmern oder fanatisierten Feministinnengehirnen hergestellt wird. Oder sich von eingebildeter Moral beeindrucken läßt. Sprache konstituiert sich allein durch den alltäglichen Gebrauch. Durch das normale Volk. Sprache ist direkte Demokratie.

Was nicht der Konvention oder dem Sprachgefühl entspricht, wird schlicht aussortiert bzw. nicht für voll genommen.

An dieser Stelle fällt mir spontan ein Zitat von Immanuel Kant ein, das ich mal in einem Architekturforum aufgeschnappt hatte und das ein User in seiner Signatur verwendete:

Schön ist, was ohne Begriff allgemein gefällt.

Dieses Bonmot ist natürlich als ein bissiger Seitenhieb auf einige Spielarten der modernen Kunst und Architektur zu verstehen, deren „Schönheit“ oder Aussagekraft man sich nur mit einem Universi-tätsstudium und allerlei schöngeistiger Akrobatik herbeireden kann. Schönheit ist laut Kant also letztlich eine Sache der Schwarmintelligenz, des gesunden Menschenverstandes.

Schönheit ist kein Produkt intellektueller Verrenkungen, sondern des unmittelbaren emotionalen Erlebens.

Ich übersetze Kants Kommentar zur Ästhetik mal auf die sprachliche Ebene:

Sprachliche Sinnhaftigkeit ist, was ohne Begriff allgemein praktiziert und als sinnvoll empfunden wird.

Das ist natürlich das Todesurteil für die „geschlechtergerechte“ Sprache und all den pseudointellektuellen Müll drumherum. Und man kann gar nicht oft genug betonen, daß jeder Gender-Unfug bereits unweigerlich an unserem ästhetischen Empfinden scheitert – denke man sich auch noch so komplizierte sprachliche oder moralische Rechtfertigungen dafür aus.

Sprache ist nicht etwas, das man irgendwie herbeiargumentieren kann. Sprache ist gewissermaßen ein natürliches Lebewesen, das so, wie es ist, in Ordnung und richtig ist. Wissenschaftler können dieses Lebewesen beschreiben. Jeder Versuch aber, diese alltägliche Sprache mithilfe paranoider Denkfiguren in den Dreck zu ziehen, muß scheitern.

Und da fragt man sich erneut: Wie gestört und krank im Kopf müssen all die Gender-„Linguisten“ an den Universitäten sein, die diese einfache Wahrheit nicht begreifen? Sie haben einfach nicht verstanden, daß Sprache zu allererst Ästhetik ist. Sprache muß sich gut anfühlen. Und Gender-Lücken und Doppelnennungen fühlen sich definitiv so schlecht an, daß niemand – auch die meisten Gender-Spasten nicht – in seinem Alltag so spricht.

Immanuel Kant würde sicherlich herrlich gegen die Gendersprache polemisieren. Denn diese Sprache verdankt ihre vermeintliche Sinnhaftigkeit lediglich den Hirngespinsten verpeilter Akademiker, nicht einem unmittelbaren Empfinden.

Sinnhaftigkeit wird aber durch ein allgemein übliches Sprechen hergestellt, das jedermann ohne Nachdenken versteht. Die Gendersprache wird im Volk nicht praktiziert und existiert daher gewissermaßen gar nicht. An dieser Stelle muß man sich auch mal wieder Gedanken darüber machen, wieviel Lichtjahre eigentlich ein großer Teil der Linguisten davon entfernt ist, das Wesen von Sprache zu verstehen.

Diese Leute kommen einem vor wie Bauingenieure oder Physiker, die nicht wissen, was ein rechter Winkel ist, und die sich einfach neue Naturgesetze ausdenken, weil ihnen die alten irgendwie nicht passen.

Und das labeln sie dann als „antiautoritäre Physik“, die mehr Diversity in die Welt bringt. Die Welt hat geradezu gewartet auf diese neuen Gesetze – nur funktionieren sie irgendwie noch nicht so richtig.

Man kann sich so progressiv fühlen, wie man will. Ein „Amt der Vizepräsidentin“ entspricht einfach nicht dem Sprachgefühl. Auch wenn ich Kamala Harris dieses Amt sehr gönne.

Das gegenderte Amt schmälert nur unnötig den Bedeutungsraum und erzeugt eine gewisse Redundanz.

Auf diese Dinge haben übrigens auch schon die drei Professorinnen hingewiesen, die jüngst gegen die Kastration des generischen Maskulinums im Online-Duden protestierten. Im Menüpunkt Presseschau ist ein Artikel zu diesem Thema verlinkt.

Ein Satz wie folgender befriedigt zwar den Gleichstellungsbe-auftragten in uns, transportiert aber auch eine gewisse Ambivalenz:

Bundeskanzlerin Angela Merkel gehört zu den wichtigsten Politikerinnen der Welt.

Wie hört sich dieser Satz an:

Bundeskanzlerin Angela Merkel gehört zu den wichtigsten Politikern der Welt.

Nun ja.

Das generische Maskulinum hat eben durchaus seinen Sinn.

Und Gendern macht Frauen mitunter unwichtiger und kleiner, als sie es eigentlich sind.

Junge ARD-Journalistin polemisiert gekonnt gegen Gendersprache

Jüngst wurde ich bei der Google-News-Suche mit dem Begriff „Gendersprache“ auf ein Twitter-Video aufmerksam, in dem sich eine Volontärin des Bayerischen Rundfunks gegen die Gendersprache ausspricht.

 

 
Das Video ist insofern sehenswert und besonders, als Julia Ruhs den Gender-Unsinn nicht auf die blutleere, intellektuelle Tour zerpflückt, wie das leider häufig der Fall ist, sondern vor allem auf das unmittelbare emotionale und ästhetische Empfinden rekurriert. Sie zeigt, wie lächerlich und weltfremd der Gender-Firlefanz ist, was für ein elitär-verschrobenes Projekt diese ganze Chose ist.

Blutleer und intellektuell sind Gender-Kritiken dann, wenn sie etwas abgehoben und akademisch darauf verweisen, daß das grammatische Geschlecht im Deutschen nicht zwingend identisch sei mit dem biologischen. Das stimmt schon, trifft das Problem mit der Gendersprache aber nur sehr unzureichend, wie ich zu gegebener Zeit auf diesem Blog noch ausführen werde.

Entscheidend ist, daß der Gender-Dialekt schlicht und einfach dem Sprachgefühl widerspricht. Und dieses Sprachgefühl ist eben nichts Arbiträres, sondern unsere Mutter-Sprache. Es handelt sich um intuitive, unbewußte Strukturen, die in den ersten Jahren unseres Lebens entstehen. Daher ist es auch logisch, daß Kinder und Jugendliche gar nicht „gendern“ können. Denn dazu muß man sich a) anstrengen und b) genug pseudointellektuellen Wust im Kopf haben, um diese unglaubliche Schwachsinnssprache vor sich selbst überhaupt legitimieren zu können.

Kinder und Jugendliche haben noch nicht die Fähigkeit, derartig ihre natürlichen Gefühle zu verleugnen, wie das bei Erwachsenen, speziell Akademikern, der Fall ist.

Aber das erzähle man mal einem dieser völllig verblendeten Professoren von der Gender-Front, die von ihrer moralischen Mission besessen sind.

Das Twitter-Video von Julia Ruhs ist auch insofern lehrreich, als sich im Kommentarbereich eine Menge Leute tummeln, die noch mal unfreiwillig und in aller Deutlichkeit zeigen, wie wenig Ahnung Fans der Gendersprache von der Materie haben. Bevor ich aber hier exemplarisch mal einige dieser Kommentare aufgreife und durchkaue, seien noch mal kurz die Hauptargumente von Julia Ruhs aufgelistet:

  • die Gendersprache hat keinerlei Basis im Sprachgefühl, den       tiefsitzenden Sprachkonventionen
  • die Gendersprache wird nur in einer elitären „akademischen       Wohlfühlblase“ praktiziert
  • der Pöbel versteht nur Bahnhof
  • daher vertieft sich die Spaltung der Gesellschaft
  • entgegen der unfaßbar idiotischen Behauptung von Gender-       Sektenmitgliedern ist die „geschlechtergerechte Sprache“ eben kein       natürlicher Sprachwandel, sondern völlig künstlich
  •  

    Das sind im wesentlichen auch die wichtigsten „Argumente“ gegen den Genderwahn. Ich schreibe „Argumente“ hier in Anführungszeichen, da es sich genaugenommen um gesunde, intuitive Empfindungen handelt, über die jeder Mensch verfügt, der sich nicht durch die pseudointellektuelle, schöngeistige Welt linker Akademiker blenden läßt.

    Wir haben es ja im Grunde mit einer perversen Form der Intellektualität zu tun, wie sie heutzutage an der Universität üblich ist. Einer Intellektualität, die nicht geerdet ist, die den Kontakt zum normalen Alltag verloren hat und sich hauptsächlich in wohlfeilen, abstrakten Phrasen gefällt, mit denen man bei anderen Mitgliedern dieses Milieus Eindruck schinden kann.

    Manche bezeichnen dieses Phänomen auch einfach als Gutmenschentum. Was natürlich postwendend zu einer „Verurteilung“ dieses Begriffes führte, den man schnell zum „Unwort des Jahres“ erklärte. Die für dieses Verdikt verantwortliche Jury besteht ironischerweise aus genau demselben Typus phrasenverliebter moralischer Narzißten, der uns auch die Gendersprache eingebrockt hat und der sich nun durch den Begriff des Gutmenschen ertappt fühlt.

    Es geht seinen Gang, würde der DDR-Schriftsteller Erich Loest sagen.

    Das vermeintliche Gutsein ist für dieses Milieu ein Fetisch, sodaß es überwiegend leicht zu widerlegenden intellektuellen Schrott produziert, es aber selbst nicht merkt.

    Aber nun zu der versprochenen Abhandlung über die äußerst dürftigen Begründungen der Gendersprachen-Befürworter. Der erste Kommentar unter dem Video lautet wie folgt:

    Die Behauptung, Gendern sei kein natürlicher Sprachwandel ist kompletter Unsinn und zeigt, dass sich @juliaruhs kaum damit beschäftigt hat. Es gibt im Deutschen nunmal für fast alles auch die weibliche Form *innen. Und nicht erst seit gestern, sondern seit 1000 Jahren.

    So intellektuell scheint das Gender-Milieu dann doch nicht zu sein, wie ich eben behauptete. Das ist schon erschreckend primitiv. Denn in der Debatte geht es ja nicht um weibliche Endungen an sich, sondern um deren überflüssige, künstliche und inflationäre Verwendung. Um den politischen Mißbrauch von Sprache.

    Der obige Herr glaubt also, Gender-Sternchen, Unterstriche, Gerundien, Doppelnennungen und allerlei anderen Unsinn als natürlichen Sprachwandel bezeichnen zu können, weil es schon seit eh und je weibliche Endungen gebe. Das ist das intellektuelle Niveau der Gendersprachler.

    Übrigens nicht nur von dahergelaufenen Twitter-Proleten wie in diesem Fall, sondern auch von waschechten Professoren der Gender-Front. Aber dazu später mehr.

    Auch ich verwende natürlich gerne weibliche Endungen. Aber eben nur dort, wo es die Konventionen auch gebieten, wo es dem natürlichen Sprachgefühl entspricht.

    Man muß sich schon extrem dummstellen, um einen Kommentar wie den obigen ablassen zu können. In dieser Art argumentieren eigentlich alle Befürworter der Gendersprache. Das passiert, wenn das vermeintliche Gutsein, der Zeitgeist den Lebenszweck eines Menschen darstellen.

    Der obige, begriffsstutzige Kommentar war dem Nutzer vermutlich selbst peinlich, denn er ließ sich – auch nach intensiver Suche – nicht mehr wiederfinden und wurde wohl gelöscht. Glücklicherweise hatte ich den Wortlaut bereits in einer Textdatei gespeichert.

    Aber nun zum nächsten Twitter-Experten für eine gerechtere Welt:

    Ein typisches Merkmal der Gender-Ideologie und aller Ideologien überhaupt sind die völlig willkürlichen und herbeiphantasierten Behauptungen, die das Glaubenssystem stützen sollen.
    Es gibt keinerlei Belege dafür, daß „Inklusion“ von der Gendersprache abhängig wäre. Es gibt auch keinerlei Belege dafür, daß man Frauen gegenüber respektvoller wäre, wenn man bis zur Vergasung gendert.

    Und daß alle Sprache angeblich „erfunden“ wurde, daran glaubt wohl nur Claire im Wunderland.

    Es erübrigt sich hier zu betonen, daß es neben vielen Frauen auch diverse „Diverse“ gibt, die die Gendersprache keineswegs für eine Wohltat, sondern für Unsinn halten. Darüberhinaus scheinen die Gender-Wortmißgeburten auch für Ausländer und Sehbehinderte nicht gerade der „Inklusion“ dienlich zu sein.

    Aber das alles will natürlich nicht so recht in das schöne Glaubens-system der Gender-Utopisten passen.

    Dieser Tweet ist ein schönes Beispiel für die häufig sehr infantile Geisteshaltung der Gender-Fanatiker – und für deren totalitären Habitus. Diese Leute phantasieren sich alles Mögliche im Pippi-Langstrumpf-Modus herbei, nur um sich „gut“ und „fortschrittlich“ fühlen zu können. Na ja, die Dame ist noch jung.

    Ideologien leben letztlich immer davon, daß pauschal etwas „Gutes“ auserkoren wird – und diesem „Guten“ genauso pauschal etwas „Böses“ entgegengestellt wird. Die Begründungszusammenhänge und die Konstruktionen dieses „Guten“ und „Bösen“ sind zumeist beklemmend dumm und willkürlich, aber sie befriedigen das tiefe Bedürfnis, zu den „Guten“ zu gehören und das „Böse“ hassen und bekämpfen zu dürfen.

    Dieser Gut-Böse-Dynamik wird alles untergeordnet, sodaß die meisten Gender-Esoteriker intellektuell nicht mehr erreichbar sind. Das vermeintliche Gutsein wird zum Fetisch, zur fixen Idee. Das ist die DNA aller Ideologien. Völlig egal, ob sie einen linken oder einen rechten Anstrich haben.

    Wer es wagt, das Gute zu hinterfragen, ist dann folgerichtig ein Häretiker oder eben ein Frauenfeind. Irgendetwas Böses jedenfalls, das bekämpft werden muß. Es wäre zu schmerzlich, sich den eigenen Verleugnungszustand eingestehen zu müssen.

    Diese Dynamik erklärt, warum das, was Befürworter der Gendersprache als „Argumente“ präsentieren, derartig schlicht und undurchdacht ist. Im Grunde ist es die Angst, erwachsen zu werden und das vermeintlich Gute infrage zu stellen.

    Aber dieser Artikel soll nicht in eine tiefenpsychologische Therapie-stunde ausarten. Mehr dazu bei Alice Miller.

    Es ist jedenfalls erschreckend, auf was für eine extrem billige – nämlich rein formalistische – Weise Gender-Fans das generische Maskulinum zur Ausgeburt des Bösen erklären, das Frauen angeblich nicht repräsentiere, obwohl unsere Diktion tagtäglich das Gegenteil beweist.

    Aber wie gesagt: Solch herbeikonstruierte, simple Gut-böse-Schemata sind die Essenz jeder Ideologie.

     

    Unter dem Video von Julia Ruhs hat sich übrigens auch noch ein ausgemachter Professor für Literaturwissenschaft zu Wort gemeldet. Man sollte aber nicht meinen, daß dessen Ausführungen wesentlich klüger wären als die der beiden Twitter-Proleten, die hier bereits zu Wort kamen.

    Eigentlich sollte der Verriß dieser Äußerungen den Höhepunkt dieses Blogartikels darstellen. Denn der Professor blamiert sich wirklich sehr professionell. 🙂

    Ich wollte aber nicht, daß sich dieser Artikel zu sehr in die Länge zieht, und werde daher den Professor noch einmal gesondert zu Wort kommen lassen. Man hält es nicht für möglich, was ausgemachte „Wissenschaftler“ für einen Quatsch absondern können, sobald sie zur Gender-Religion konvertiert sind.

    Bis dahin vergnüge man sich mit den anderen Freunden der Gendersprache, die sich brutalstmöglich unter dem Video von Julia Ruhs tummeln.

    So wie dieser hier:

    Oder dieser: