Frauenforschung

„Ich bin Hundebesitzer.“

Erster Satz einer Hörerin, die sich im Radio zum Thema „schöne Parks in Berlin“ zu Wort meldete

„Ich bin Promotionsstudent.“

Antwort einer Freundin auf meine Frage, was für einen Status sie jetzt habe

„Warum ich Vegetarier geworden bin“

„Wieso ich nicht früher Vegetarier wurde“

Überschriften eines Artikels auf dem Blog fitnesskriegerin.de, das von einer Veronika Haaf betrieben wird

Wären die feministischen „Sprachwissenschaftler“ dieser Welt nur halbwegs seriöse Forscher, würden sie das betreiben, was man gemeinhin Empirie nennt. Sie würden also dem Volk auf’s Maul schauen.

So könnten sie feststellen, daß das Volk die unfaßbar schwach-sinnigen Wertungen der Gender-Linguistik, daß unsere Sprache angeblich Frauen ausschließe oder diskriminiere, in keiner Weise teilt und ganz ungerührt völlig selbstverständlich „geschlechterunge-recht“ spricht.

An Empirie haben die Gender-Sprachideologen aber bekanntlich kein Interesse. Viel lieber „beweisen“ sie ihre kruden Thesen mit sterilen und konstruierten Experimenten, die kaum oder gar nicht auf den Alltag übertragbar sind, aber ihr tiefes „Opferbedürfnis“ befriedigen.
Es ist immer wieder hochgradig beklemmend zu erleben, daß diese Pseudowissenschaftler keinerlei Kontakt zur Sprachrealität haben und glauben, ihre lächerlichen Experimente und Postulate hätten irgendeine Relevanz für’s Volk.

Die tagtägliche Sprachpraxis ist und war „geschlechtergerecht“ genug – sonst wäre es nämlich fortwährend zu Mißverständnissen gekommen. Und das tumbe Volk hätte längst selbst Abhilfe geschaffen, wenn es tatsächlich einen Mangel gegeben hätte. Das würden jedenfalls seriöse Wissenschaftler, die keine politische Agenda haben und nicht feministisch gehirngewaschen sind, binnen einer Sekunde erkennen.

Und an dieser Stelle kann man gar nicht laut genug herausschreien, was für komplette Vollidioten mittlerweile an unseren Universitäten lehren. Das ist ein Ausmaß an Dummheit und Verblendung, das man sich eigentlich nicht mehr vorstellen kann. Man denke nur an die extrem primitiven, rein formalistischen Begründungszusammen-hänge der Gendersprache, die jeglichen Kontext, jegliche Kon-vention, die innere Repräsentativität von Sprache leugnen.

Wo wir auch beim Grundproblem angelangt wären: nämlich dem der akademischen Hybris, die letztlich alle Geisteswissenschaften durchzieht. Etwas barriereärmer formuliert: das exzessiv mit elitären Fremdwörtern garnierte, pseudointellektuelle Schnöseltum, wie es heute an der Universität üblich ist.

Daß es sich beim Sprachfeminismus um eine esoterische Sekte handelt, kann man auch daran erkennen, daß dessen Vertreter sich konsequent weigern, dem Weib auf’s Maul zu schauen. Hätte man auch nur das leiseste Interesse an seriöser, objektiver Forschung, so würde man registrieren, daß Frauen das generische Maskulinum selbst in der ersten Person Singular gebrauchen.

Mit der angeblich mangelnden Repräsentativität des generischen Maskulinums scheint es also nicht weit her zu sein. Aber wie gesagt: Gender-Sprachpfuscher wie z.B. Anatol Stefanowitsch, Luise Pusch oder Gabriele Diewald haben nicht das geringste Interesse an Empirie, die ihrer Ideologie zuwiderläuft.

Diese Pseudowissenschaftler sind extrem feministisch verblendet und geben reinsten Gewissens den größten Unsinn von sich. Hauptsache, man fühlt sich irgendwie „progressiv“.

In dieser Rubrik darf der Leser es besser machen und den Sprachgebrauch von Frauen studieren. Die Zitate sind allesamt authentisch. Gerne kann man in den Kommentaren weitere Beispiele hinzufügen.

Man könnte noch ergänzen, daß die hier geschilderte Sprachpraxis im Alltag natürlich omnipräsent ist und nur eine kleine Auswahl von dem repräsentiert, was man so erleben kann.

Aber weiter im Text.

„Die Schreibweise der Autorin ist locker, leicht zu verfolgen und sorgt mit der Sichtweise von beiden Charakteren dafür, dass ich als Leser einen schönen Überblick erhalten habe.“

Erster Satz einer Rezension einer gewissen Ruby Celtic, die auch sonst herzhaft zum generischen Maskulinum greift. Vermutlich kennt sie noch nicht die „Forschungen“ feministischer Linguistinnen und kann sich daher nicht gewinnbringend diskriminiert fühlen.

„Erstens trink ick nich. Zweitens is‘ dit nich meene Abteilung.
Ick bin nur der Schlüsselwächter.“

Antwort einer Supermarkt-Mitarbeiterin auf eine Kundennachfrage. Es geht vermutlich um alkoholische Getränke in Sicherungsver-wahrung. Es war der 5.7. 2021, ich stand im Nachbargang.

Hätten die üppig versorgten Gender-Forscher und feministisch verkrüppelten „Sprachwissenschaftler“ dieses Landes nur den Hauch der praktischen Intelligenz dieser Edeka-Verkäuferin – und wären sie nicht die intellektuell degenerierten Gutmenschen, die sie nun einmal sind -, so könnten sie begreifen, daß das Geschlechtliche formalsprachlich häufig bedeutungslos ist, da es sich zumeist kontextuell von alleine ergibt. Es ist eine überflüssige Information, die die Kommunikation unnötig verkompliziert.

Für solche „Erkenntnisse“ haben wir gemeinhin Universitäten. Die sind aber heute mehr Hort des politischen Aktivismus als des schonungslosen intellektuellen Diskurses.