Julia Probst

Julia Probst war mal in der Piratenpartei und versuchte sich jüngst erfolglos als Grüne in der bayerischen Kommunalpolitik. Einem größeren Publikum dürfte sie als gehörlose Lippenleserin bekannt sein, die sich wenig um die Privatsphäre bekannter Persönlichkeiten und den Datenschutz schert.

Nachdem die Grünen auf die herrlich dämliche Idee kamen, Annalena Baerbock zur „Kanzlerkandidatin“ auszurufen – und nachdem diese aufgrund ihrer Verfehlungen mit dem in Demokratien üblichen Maß an Kritik konfrontiert wurde, setzte Julia Probst folgenden kongenialen Tweet ab:

julia-probst-tweet-patriarchat-annalena-baerbock-twitter

 

Tja. Frauenquoten erzeugen eben auch intellektuell Quotenfrauen.

Immerhin sieht Julia Probst nicht das Weltjudentum hinter der Kritik an der grünen Kanzlerkandidatin. Erklärungsbedürftig ist aber, warum das Patriarchat schon 16 Jahre so gut mit Angela Merkel als Kanzlerin klarkommt und immer noch seine Privilegien genießt. Muß erst so ein taffes Barbie-Püppchen wie Annalena Baerbock kommen, damit das Patriarchat aufhorcht?

Auf Länderebene gab es ja auch schon ein paar weibliche Regierungschefs. Da war das Patriarchat erstaunlich galant. Immerhin hat Julia Probst hier einen Preis verdient für die wohl dümmste These, die jemals ein Mensch auf Erden aufgestellt hat. Dank gebührt ihr zudem dafür, daß sie noch mal illustriert hat, wie grenzenlos verblendet und gehirngewaschen grüne Parteimitglieder durch den Feminismus sind.

Dieser Tweet steigert jedenfalls nicht gerade das Vertrauen in die intellektuellen Fähigkeiten von „als weiblich gelesenen Menschen“. Möglicherweise steckt ja das Patriarchat oder das Weltjudentum hinter dieser Äußerung von Julia Probst und will damit intelligenteren Frauen das Leben schwer machen.

Wir dürfen noch auf erstaunliche Erklärungsansätze gespannt sein. Die Gender-Forschung sollte sich dieser Frage mal annehmen. Eine Frau labert doch bestimmt nicht freiwillig so einen Stuß wie eine dumme Nuß. Wahrscheinlich wurde sie vom Patriarchat dazu gezwungen.

Dem grünen Parteimitglied Julia Probst ihm seine sprachlichen Fähigkeiten sind auch ausbaufähig:

Es ist das Patriarchat, welches sich an #Baerbock abarbeitet, weil sie um ihre alten Privilegien fürchten und dazu ist ihnen jedes Mittel recht.

Klingt stark nach bildungsfernem Chantal-Deutsch. Der Kausalsatz sollte mit einem Komma abgeschlossen werden.

 

Arme Julia Probst. Wird hier einfach fertiggemacht. Steckt bestimmt ganz viel Misogynie dahinter. Wäre ja auch noch schöner, Frauen wie normale Menschen zu behandeln.

Diese Episode ist nicht nur lustig, sondern kann auch gut veranschaulichen, was für ein geistiges Klima nötig ist, damit solch ein Unsinn wie die „geschlechtergerechte Sprache“ überhaupt gedeihen kann. Selbige ist ohne den esoterischen Kult um die Frau als ewiges Opfer des Patriarchats nicht denkbar.

Und letztlich ist die Gendersprache ja auch nichts anderes als eine Art sprachliche Frauenquote. Sie funktioniert genauso, ist genauso künstlich und weltfremd und hat ähnlich desaströse Effekte auf das gesellschaftliche Zusammenleben. Und die dieser Sprache zugrundeliegenden Benach-teiligungskonstruktionen sind ähnlich windig, lächerlich und spekulativ wie diejenigen, die den Gleichstellungswahn befeuern.

„Gute“ Menschen werden aber wohl noch eine Weile brauchen, um diese Offensichtlichkeiten zu erkennen.