Jauchzet, frohlocket: In Mecklenburg-Vorpommern ist das Matriarchat auferstanden!

Als Hörer des Deutschlandfunks ist man eigentlich schon einiges ge-wohnt. Im Programm wimmelt es nur so von Forschenden, Mitar-beitenden, Umweltschützenden, Künstler*innen, Politiker*innen und Aktivist*innengruppen. Wie Menschen freiwillig derartig ihr Gehirn erweichen können, ist mir immer wieder ein Rätsel.

Im selben Programm ist auch ewig wiederkehrend ein Wehklagen darüber zu hören, daß schlümme Rechtspopulisten – meistens ohne Gender-Stern – zu einer Polarisierung und Verrohung der Diskurse beitrügen. Im linken Milieu ist man da offenbar völlig unschuldig und erfreut sich an so tollen Dingen wie der „Geschlechtergerechtigkeit“.

Eigentlich wollte ich jüngst ein Interview vom Deutschlandfunk down-loaden, in dem der Moderator im Zusammenhang mit der französisch-australischen U-Boot-Affäre von „Arbeiterinnen und Arbeitern in den Werften“ sprach. Ein wichtiger Beitrag für mehr Geschlechtergerech-tigkeit – und gegen die Polarisierung unserer Gesellschaft.

Doch dann erblickte ich dies:

 

landtagswahl-mecklenburg-vorpommern-kandidatinnen-deutschlandfunk-generisches-femininum

 

Mecklenburg-Vorpommern hat sich offenbar von der Öffentlichkeit unbemerkt zum Matriarchat gewandelt. Zur Landtagswahl sind dort augenscheinlich nur Frauen zugelassen. So verstehe ich das jedenfalls, der ich ein Fan der Leichten Sprache bin und keinen Abschluß in Gender Studies vorzuweisen habe.

Man muß das nicht weiter kommentieren.

Aber womöglich liegt es auch an solch einer völlig irren und esoterischen Kunstsprache, daß der eine oder andere Politiker keinen Bock mehr darauf hat, den Staatsfunk weiter zu päppeln.

Nur so ein spontaner Gedanke von mir.

Eines aber möchte ich gerne noch anmerken zum Matriarchat von MeckPomm: Das sogenannte generische Femininum ist nichts weiter als eine Fiktion geisteskranker, feministischer Sprachwissenschaftler, die von Sprache ungefähr so viel verstehen wie ein Pinguin vom Fliegen. Das generische Maskulinum verdanken wir nämlich nicht irgend-welchen irren Akademikern, die sich mal irgendwann hingestellt haben und behaupteten, es gebe ein generisches Maskulinum.

Wir verdanken es einer gelebten Sprachrealität, einer selbstverständ-lichen Sprachpraxis, die universell ist und die man tagtäglich studieren kann. Wir verdanken es auch der strukturellen Männlichkeit unserer Sprache, die sich u.a. darin zeigt, daß die weiblichen Formen zumeist nur effeminierte Maskulina sind. Weibliche Personenbezeichnungen wie „Politikerin“ oder „Schauspielerinnen“ sind also quasi nur Weiterentwicklungen der männlichen Vorlage und wären ohne diese gar nicht vorstellbar. Und diese Formen sind nun mal dummerweise länger und damit umständlicher als die männlichen. Das Männliche ist also auch formal und strukturell die Basis unserer Sprache.

Der Begriff des generischen Maskulinums fußt also auf einer realen Empirie. Das generische Maskulinum ist kein akademisches Postulat, es ist gelebte Realität. Und diese Realität funktioniert. Sie ist nicht ausgedacht, sondern Teil des sprachlichen Unbewußten.

Ganz anders das generische Femininum. Es ist nichts weiter als eine begriffliche Polemik, eine beleidigte Behauptung, eine fixe Idee, die rein gar nichts mit dem Sprachalltag zu tun hat. Eine Art feministischer Minderwertigkeitskomplex, weil die Geschichte dummerweise dafür gesorgt hat, daß die DNA unserer Sprache auf formaler Ebene männlich ist – was normalerweise übrigens keine Sau interessiert.

Man muß sich auch immer wieder klarmachen, daß diese reinen Formalia im Sprachalltag keinerlei Belang haben und niemanden hinter dem Ofen hervorlocken. Niemand nimmt daran Anstoß, fühlt sich benachteiligt oder „privilegiert“. Es braucht unfaßbar neurotische, zwangsgestörte und vom Staat bezahlte Akademiker – für die das Verdikt „feministische Gehirnerweichung“ noch sehr diplomatisch formuliert ist -, um in unserer formal männlich basierten Sprache ein „Problem“ zu erkennen. An diesen Leuten sieht man immerhin schön, daß man auch mit einem hochentwickelten Intellekt in die falsche Richtung denken und den größten Unsinn auf Erden produzieren kann.

Der Elfenbeinturm macht’s möglich. Und natürlich noch eine gehörige Portion Größenwahn.

Komisch, daß Leuten, die sich gemeinhin als „links“ oder „progressiv“ verstehen, derartig die Volksnähe abgeht. Ein Sprachwissenschaftler, der behauptet, es gebe ein generisches Femininum oder es lasse sich zumindest etablieren, ist ein kompletter Vollidiot und hat an der Universität nichts verloren.

Anatol Stefanowitsch ist so ein „Sprachwissenschaftler“, der ans sprach-liche Matriarchat glaubt und an einer schweren Moralneurose leidet.

 

„Es ergibt aus der Sicht des Sprachsystems heraus nicht mehr Sinn, eine männliche Form zu verwenden, um auch Frauen mit zu meinen, als eine weibliche Form, um auch Männer mit zu meinen.“

Anatol Stefanowitsch,
Empirieverweigerer und fanatisierter Ideologe

 

Bei diesem und anderen profeministischen Kastraten handelt es sich auch deshalb um exorbitante Nichtsblicker, weil sie noch nicht mal realisieren, daß sich auch auf der rein formalen Ebene das generische Maskulinum geradezu aufdrängt, da es sich dabei ja im wesentlichen um eine Vereinfachung, eine Verschlankung der Kommunikation handelt.

Das ist mit dem Femininum naturgemäß deutlich schwieriger, da es sich dabei schon formal um ein Kompositum der männlichen Form handelt, wenn man so will, eine Verkomplizierung, eine Verweiblichung der männlichen Originalform.

Bereits auf formaler Ebene ist das Femininum ein Spezifikum der an sich neutralen Grundform. Man muß also schon gehörig plemplem sein, wenn man wie gewisse Sprachwissenschaflter einfach so behauptet, das Femininum biete sich genauso gut und plausibel als Generikum an wie das Maskulinum. Das Femininum ist von seinem Wesen her bereits ein Spezifikum, während das Maskulinum die Basis darstellt.

Was sind das für Professoren, die diese zwingenden und peinlichen Offensichtlichkeiten nicht auf die Reihe kriegen bzw. in ihrem femi-nistischen Wahn geflissentlich ausblenden?

Leuten, die keine feministischen Minderwertigkeitskomplexe haben, ist die männliche DNA des Deutschen egal. Es braucht geistesgestörte Akademiker, die diese Gegebenheit zu einem „Problem“ erklären und sich als Gerechte unter den Völkern inszenieren.

Das alles sind unfaßbar simple Betrachtungen, zu denen jeder Laie fähig ist – so auch ich. Und ich würde mich sehr glücklich schätzen, wenn dem einen oder anderen Leser an diesem Punkt plastisch klarwird, was für Irrenhäuser unsere Universitäten mittlerweile sind.

Es ist deshalb wichtig, daß wir die gendergestörten Hochschullehrer und deren Claqueure in den Qualitätsmedien auch mit aller Emphase als grenzenlose Vollidioten bezeichnen, die aufgrund ihrer Ideologisierung nicht eins und eins zusammenzählen können. Bei solch einem Grad der Verdummung und freiwilligen intellektuellen Selbstverkrüppelung im Namen der feministischen Weltrevolution hört der Spaß auf.

Diese Jakobiner der „Geschlechtergerechtigkeit“ verstehen die einfachs-ten Sachverhalte nicht, weil sie ihrer Ideologie zuwiderlaufen. Jeder Laie kann diese Leute vorführen.

Sprache ist nicht dazu da, um rein formal Geschlechter abzubilden, sondern um real zu funktionieren, um Inhalte unkompliziert an den Mann zu bringen. Sie ist auch nicht dazu da, um die Fiktion der angeblichen Frauenbenachteiligung am Köcheln zu halten oder das eigene Gewissen aufzurichten. Es bedarf einer wahrhaftigen Geisteskrankheit, um aus Klassenkameraden Klassenkameradinnen und Klassenkameraden zu machen – oder aus Mitschülern Mitschülerinnen und Mitschüler. Genau darauf haben die meisten Leute keinen Bock. Sprachfluß und Ästhetik sind ihnen wichtiger als pseudomoralische Zwangsneurosen im Gender-Zeitalter.

Das Verstörendste an diesen Pseudowissenschaftlern an der Universität ist ja, daß sie nicht begreifen, daß Sprache – wenn man so will – ein lebendiger Sinn ist, der sich letztlich nur durch das alltägliche Sprechen konstituiert. Und der vor allem nicht akademisch verhandelbar ist.

Was für ein absurdes und paranoides Verhältnis muß man zu unserer Sprache haben, wenn man diesem „Lebewesen“, das seit jeher hervorragend funktioniert, auf einmal irgendwelche Mängel andichtet? Auf rein formaler Ebene? (Rechtschreibreform, ick hör dir trapsen.) Wie komplett gehirngewaschen muß man dafür sein? Obwohl man jeden Tag sehen könnte, daß die vermeintliche Geschlechterungerechtigkeit eine Fiktion ist? Und obwohl man selbst jahrzehntelang so gesprochen hat – ohne Verständigungsprobleme?

Ich finde, man muß diesen kafkaesken Irrsinn auch deutlich beim Namen nennen. Deshalb pflege ich hier auch eine sehr eindeutige Sprache.

Gender-Freaks glauben also, nur weil sie möglichst dämlich ein generisches Femininum postulieren, sei dieses nun in der Welt, funktioniere und etabliere sich. Es ist aber eben nur ein leerer Begriff, keine Substanz. Und diese Substanz läßt sich auch nicht erzeugen, da niemand so spricht und sprechen will. Mal ganz abgesehen von der Absurdität, daß sich schon auf rein formaler Ebene das Maskulinum als guter Vertreter für alle regelrecht aufdrängt.

Auch die sogenannte Geschlechgerechtigkeit ist ein leerer Begriff, da sie auf inhaltlicher Ebene längst existiert. Der vermeintliche Sexismus unserer Sprache wird nur auf formaler Ebene konstruiert – in einem Akt der totalen Gehirnerweichung. Was ich hier schreibe, kann man also auch etwas abgewandelt auf sämtliche anderen Unarten und Fehlgeburten des Gender-Wahns beziehen.

 

„Ich verwende allerdings auch oft das generische Femininum, einfach, weil der überwältigende Teil meiner Studierenden weiblich ist.“

Anatol Stefanowitsch in einem Interview

 

Für das generische Femininum gibt es im gemeinen Volk keinen Verständnishorizont. Übrigens auch nicht bei den Damen und Herren Gender-Freaks. Sie wollen sich nur nicht eingestehen, daß es sich um ein reines Phantasiegebilde, um Lego-Sprache handelt, die sie nur für ihre persönliche Gewissensonanie und nur in ganz bestimmten Kontexten praktizieren. Sie müssen sich für das generische Femininum und andere Gender-Unarten bewußt verstellen. Auch in ihrem Sprachverständnis sitzt das generische Maskulinum natürlich fest im Sattel. Sie bemühen sich nur – kleinen Kindern nicht unähnlich -, das vor sich selbst und der Welt zu verheimlichen.

Daß Kommunismus und Marxismus – ähnlich wie die Gendersprache – ebenfalls irgendwie nicht funktionieren, mußten deren Anhänger übrigens auch jahrzehntelang vor sich selbst verheimlichen. Auch diese Ideologien beruhen auf hehren, aber weltfremden Gerechtigkeitspostu-laten – wie letztlich jede Ideologie.

Kurzum: Es ist immer wieder ein erschütterndes Erlebnis zu realisieren, wie strunzdumm vermeintliche Experten sein können. Man kann das gar nicht laut genug herausschreien. Das Konstrukt des generischen Femininums ist letztlich ein Kündigungsgrund, eine wissenschaftliche Disqualifizierung. Ein unwillkürlicher Beleg dafür, wie Ideologie Wissenschaft korrumpiert. Ausgemachte Professoren können nicht zwischen Form und Inhalt unterscheiden.

Es ist also ein Akt der Emanzipation, wenn das Volk sagt: Fickt Euch Ihr häßlichen Mißgeburten, steckt Euch Eure geisteskranke Gender-Scheiße in den Arsch!

Wollte ich nur mal gesagt haben. 🙂

„Merkel ruft Bürgerinnen und Bürger zu Corona-Impfung auf“

Ich muß niemandem erklären, was für ein Unsinn der Gender-Unfug ist. Heute durften meine trüben Augen im Nachrichtenüberblick auf deutschlandfunk.de folgende Zumutung sehen:

 

merkel-ruft- buergerinnen-und-buerger-corona-impfung

 

Im übrigen durften auch meine geplagten Ohren diese Meldung zuvor im Radio hören.

Wie abgedriftet muß man eigentlich sein, um bei der Meldung

Merkel ruft Bürger zu Corona-Impfung auf

zu denken, daß Merkel hier nur Männer adressiert?

Wie geistesschlank muß man sein, wenn man als Redakteur denkt: Na gut, schreiben wir mal gendergerecht von „Bürgerinnen und Bürgern“. Schließlich hat uns das die Gleichstellungsbeauftragte empfohlen. Und ich will ja kein schlümma Sexist sein.

Ich schreibe das bewußt so provokativ, weil es ja eines der größten Rätsel der Gender-Geisteskrankheit ist, wie sehr erwachsene, gebildete Menschen sich freiwillig derartig vom normalen Sprachgebrauch abkoppeln können. Kein normaler Mensch spricht so. Und jenseits des Beruflichen und Öffentlichen spricht natürlich auch der gemeine Nachrichtenredakteur nicht so. Ich müßte mir die Zunge verrenken, wenn ich in einem Gespräch mit Kumpels oder der Sippschaft allen Ernstes von „Bürgerinnen und Bürgern“ spräche.

Gendern ist geradezu das Paradebeispiel für eine pharisäerhafte Pseudomoral.

So geht die Nachrichtenmeldung übrigens weiter:

Bundeskanzlerin Merkel hat die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland aufgerufen, die Angebote für Corona-Impfungen zu nutzen.

Wie wunderschön „geschlechtergerecht“.

Früher, in „geschlechterungerechten“ Zeiten, waren wir so doof und haben bei „Bürgern“ selbstverständlich an alle Bürger gedacht, da eine Doppelnennung schlicht und einfach viel zu umständlich ist und sich reichlich bescheuert anhört. Welch ein Glück, daß wir Akademiker haben, die in Experimenten „nachweisen“ konnten, daß das ein fataler Irrtum war. Wir haben uns geirrt! Wir stellen uns bei dieser Formulierung nämlich zu wenig Frauen vor.

Was uns bisher aufgrund unseres schlimmen Sexismus einfach nicht aufgefallen ist. Wie konnten wir nur?

Das hat die Wissenschaft festgestellt. Sprache soll schließlich nicht einfach und problemlos funktionieren, sondern sie soll die hohen moralischen Bedürfnisse einer kleinen, weltfremden akademischen Minderheit befriedigen.

Die Wissenschaft ist klüger als wir. Sie hat ein erhebliches Defizit an „Geschlechtergerechtigkeit“ in unserer Sprache ausgemacht. Hoffentlich verstehen das irgendwann auch Bauarbeiter und Aldi-Kassiererinnen. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn sie einfach geschlechterungerecht weitersprächen – und die bahnbrechenden Forschungen von Gender-Alchimisten ignorierten. Das geht nun wirklich nicht.

Chantal, Kevin und Mandy aus Hellersdorf sind bestimmt schon ganz heiß darauf, endlich „geschlechtergerecht“ sprechen zu können. Und bereuen bitterlich ihre Genderungerechtigkeit, die sie aufgrund ihrer unterschichtigen Bildungsferne einfach nicht wahrgenommen haben!

An solch einen kruden Unsinn glauben unsere Universitätsgelehrten um Koryphäen wie Anatol Stefanowitsch tatsächlich. Sie glauben nicht nur, daß es erstrebenswert sei, ein elitäres Kunstdeutsch zu etablieren – sie gehen wirklich davon aus, es bestehe eine realistische Chance, daß die große Mehrheit des Volkes irgendwann freiwillig so spreche und sich die Zunge verknotet.

Alles im Dienste der Schaffung des neuen Gender-Übermenschen.

Und an dieser Stelle wird klar, was für unglaubliche Trottel und Wahn-sinnige, die völlig den Kontakt zur Realität verloren haben, heutzutage in unseren Hochschulen Karriere machen können.

Man kann diesen akademischen Vollidioten der Gender-Front gar nicht doll genug rhetorisch in die Eier treten und sie als Psychopathen entlarven. Die Gehirnerweichung in diesem Milieu geht auf keine Kuhhaut. Dagegen sind Mandy, Kevin und Chantal aus Hellersdorf regelrechte Intelligenzbestien.

 

Vielleicht sollten wir uns alle rückwirkend vom normalen Deutsch distanzieren, Buße tun und feierlich eingestehen, daß wir jahr-zehntelang immer aneinander vorbeigeredet und uns nie verstanden haben. Erst die Gendersprache verschafft uns Erlösung und stellt endlich die heißersehnte „Geschlechterrepräsentativität“ wieder her. Das wäre auch eine Art von Forschungsförderung. Die Gender-Forschung könnte dringend solch eine Unterstützung gebrauchen.

Wir ändern einfach die Empirie – aus Mitleid mit unseren armen Gender-„Forschern“, deren Postulate irgendwie nicht so recht mit der Wirklichkeit zusammenpassen wollen. Da helfen wir einfach ein bißchen nach.

Na ja. So geht‘s weiter:

Merkel betonte, die große Mehrheit der Patienten, die im Krankenhaus oder auf der Intensivstation behandelt würden, seien ungeimpft.

Aha. Betrifft also nur die männlichen Patienten. Was ist mit den Patientinnen? Liegen nur Männer im Krankenhaus? Oder ist Impfen für Frauen weniger sinnvoll, da man als Frau sowieso auf der Intensiv-station landet? Egal, ob geimpft oder ungeimpft?

Entweder ist es sinnvoll, von „Bürgerinnen und Bürgern“ zu sprechen – oder eben nicht. Ganz offensichtlich ist es unnötig, da man auch nicht von „Patientinnen und Patienten“ spricht. Was soll ich als strebsamer Kämpfer für wortreiche „Geschlechtergerechtigkeit“ nur tun? Ich bin völlig verwirrt. Ist die Gendersprache etwa doch Unfug und ich darf „Patienten“ generisch verstehen?

Ich sage ja immer wieder: Man kommt in Teufels Küche mit dieser Gender-Scheiße. Aber Gender-Zombies interessiert es sowieso nicht die Bohne, was für eine sprachliche Müllhalde entsteht, wenn man ihre Konzepte wirklich konsequent anwenden und ernst nehmen würde.

Das eigentlich Perverse und Verstörende ist, daß unsere Gesellschaft mittlerweile derartig verblödet ist, daß solche Kindergarten-Satiren, wie ich sie hier vorführe, überhaupt möglich sind. Was ist das für eine Realität, die solche Parodien zuläßt? Was für Vollidioten stecken hinter der Gender-Scheiße und verkrüppeln unsere Sprache?

Blöderweise entsteht die geschilderte Repräsentationslücke beim Wort „Patienten“ erst durch‘s Gendern selbst. Erst der grassierende Gender-Dialekt führt dazu, daß das generische Maskulinum unbrauchbar wird und wir nur noch an Männer denken. Jedenfalls wäre das so, wenn die Träume von Gender-Alchimisten in Erfüllung gingen und wir den Gender-Scheiß wirklich ernst nähmen.

Das macht natürlich niemand. 🙂

Davon abgesehen ist der zitierte Satz nicht gerade qualitätsjourna-listisch, was leichter auffällt, wenn man den Relativsatz wegläßt:

Merkel betonte, die große Mehrheit der Patienten seien ungeimpft.

Autsch. Aber die allgemeine sprachliche Verwahrlosung soll auf diesem Blog nur Nebenthema sein.

Ich muß hier niemandem erzählen, daß Gendern ein völlig irres Kon-zept ist, da man wahllos und planlos auf das generische Maskulinum rekurriert, um es im nächsten Moment wieder zu kastrieren und das geschlechtergerechte Utopia entstehen zu lassen. Und um dann abermals wieder auf das vertraute Maskulinum zurückzugreifen und so weiter. Immerfort.

Zwei verschiedene Konzepte mit sich widersprechenden Grundan-nahmen werden also ohne Sinn und Verstand gleichzeitig gebraucht – selbst die hartgesottensten Gender-Zombies verzichten nicht gänzlich auf das generische Maskulinum – und widersprechen damit sich selbst.

Gendern ist also nicht nur sprachästhetisch und von der Alltagsvernunft her schwachsinniger als ein Teletubbie. Es ist ein völlig lächerliches, unlogisches Konzept, da es so gut wie nie konsequent angewendet wird. Und die Befürworter dieses Unsinns stört das alles nicht im geringsten.

Aber was schreibe ich hier überhaupt?

Der eigentliche Skandal ist, daß dieser exorbitante Schwachsinn von Hochschulgelehrten propagiert wird, von Medienprofis. Man muß sich immer wieder klarmachen, daß wir hier von der intellektuellen Elite sprechen. Das sind nicht irgendwelche Spinner auf Facebook oder so, die ihrer Privatreligion frönen. Es handelt sich meist um vom Steuerzahler ausgehaltene Professoren, Promovierte, um Menschen mit Universitätsabschluß, die sich einbilden, Qualitätsjournalismus zu betreiben.

Ich persönlich finde es wichtig, daß man es auch klar und deutlich ausspricht, daß es sich bei diesen Leuten um komplette Vollidioten handelt, die nicht eins und eins zusammenzählen können.

Und ich befinde mich mit dieser Haltung in guter, antiautoritärer Tradition der 68er-Generation.

Spießertum erkennt man heute nicht am Gartenzwerg, sondern am Gender-Stern.

 

Was ist nur mit Annalena los?

Es ist wirklich ein Graus, Annalena Baerbock beim Sprechen zuzuhören. Dies mußte ich jüngst feststellen, als ich zum Behufe dieses Artikels ein paar Worte von ihr aus einem Radiobeitrag transkribieren mußte. Baerbock schnattert wirklich bis zur Vergasung und liefert das Bild einer hysterischen Pippi Langstrumpf, die immer noch nicht gecheckt hat, daß sie Kanzlerkandidatin ist – und wie man sich in dieser Rolle am besten präsentieren sollte.

Es ist mir ein Rätsel, wie die Grünen diese Dame nominieren konnten. Sie hat ja schon vor ihrer Kür eindrücklich gezeigt, daß sie vom Typus her eigentlich eine Klatsch- und Tratschtante ist, die auffällig häufig zu Sprachfehlern, Gagalogismen und alternativen Fakten neigt.

Man bestaune diesbezüglich einen eigens dazu verfaßten Artikel auf diesem Blog in der Sidebar.

In dem erwähnten Radiobeitrag kommt Annalena gegen Ende zu Wort, bei Minute 2:40. Es geht um die angespannte Situation in Afghanistan und wie man darauf am besten reagieren solle. Zunächst sagt die Sprecherin:

Die Kanzlerkandidatin der Grünen Annalena Baerbock sagte dazu im Interview der Woche im Deutschlandfunk, mit Blick auf die weitere Vertreibung gelte es das zu tun, was in Syrien auf fatale Weise nicht getan worden sei.

Dann kommt Annalena direkt zu Wort und beweist einmal mehr ihr sprachliches Talent:

Sich als Europäer darauf vorzubereiten, daß weitere Menschen in so einer dramatischen Situation ihr Land verlassen müssen, daß man dafür als Europäer – und wenn wir das nicht gemeinsam können mit 27 – und diesen katastrophalen Fehler dürfen wir nicht wiederholen – zu sagen: Wir warten, bis alle 27 Länder bereit sind, sondern dann sich mit den europäischen Ländern zusammenzu-schließen, die wollen, und vor allen Dingen mit den Amerikanern und den Kanadiern, damit wir klare Kontingentregeln gemeinsam vereinbaren.

Alle Klarheiten beseitigt? Vielleicht sollte man Baerbock allein deshalb zur Kanzlerin wählen, damit wir die nächsten vier Jahre ordentlich etwas zu lachen haben.

Schnatterinchen wäre wohl ein guter Spitzname für Annalena angesichts dieser Satzalchimie. Glücklicherweise müssen wir uns nicht mit dem Inhalt dieser Zeilen auseinandersetzen, denn für ein Blog wie dieses ist es natürlich interessant, daß Annalena Charlotte Alma Pippilotta hier bis zur Vergasung das generische Maskulinum gebraucht. Kein einziger Genderstern, keine einzige weibliche Endung.

Stattdessen nur: Europäer, Amerikaner, Kanadier, soweit das Auge reicht.

Was ist nur mit Annalena los?

Ich bin verunsichert. Denn diese Zeilen besagen ja nichts anderes, als daß das generische Maskulinum voll funktionsfähig ist und niemand sich „geschlechtergerecht“ verrenken muß, um seine Botschaft an den Mann zu bringen.

Annalena spricht von Europäern, Amerikanern und Kanadiern, wie wir dies seit eh und je tun, ohne daß wir dächten, damit seien nur die männlichen Bewohner dieser Länder gemeint.

Warum spricht Annalena so? Warum glaubt Annalena offenbar, daß wir sie problemlos verstehen? Sind Europäerinnen, Amerikanerinnen und Kanadierinnen etwa mitgemeint?

Ach, lassen wir das. Ich muß hier niemandem erklären, daß die Gendersprache einen der größten Schwachsinne der Menschheits-geschichte darstellt. Es ist auch nur begrenzt ergötzend, sich über diesen Unsinn lustig zu machen.

Erschreckend ist vielmehr, wie die Anhänger dieses Schwachsinns selbst angesichts der obigen Empirie weiter fest und ungerührt zur Gender-Geisteskrankheit halten.

Wenn es hart auf hart kommt, sprechen auch diese Vollidioten normales Deutsch. Aber es scheint ihnen nicht aufzufallen.

Diese Gender-Schizophrenie ist wohl eine der größten Kuriositäten des Gender-Unfugs, und ich würde mich glücklich schätzen, wenn der eine oder andere Leser dieses Blogs sich dieser obskuren Schizophrenie bewußt wird. Diesen Gender-Vollidioten fällt nicht auf, daß sie selbst es sind, die fest davon ausgehen, daß das generische Maskulinum funktioniert und alle wichtigen Inhalte an den Mann bringt.

Unsere gesamte Kommunikation wäre eine Katastrophe, wenn man die Postulate des Gender-Schwachsinns tatsächlich ernst nähme und bedingungslos durchsetzte. Man kann mit Fug und Recht von einer Geisteskrankheit sprechen, da den Gender-Zombies all dieser offen-kundige Irrsinn nicht im geringsten auffällt.

Wollen wir uns obiges Statement mal in „geschlechtergerecht“ antun? Ja, das wollen wir!

Sich als Europäerinnen und Europäer darauf vorzubereiten, daß weitere Menschen in so einer dramatischen Situation ihr Land verlassen müssen, daß man dafür als Europäerinnen und Europäer – und wenn wir das nicht gemeinsam können mit 27 – und diesen katastrophalen Fehler dürfen wir nicht wiederholen – zu sagen: Wir warten, bis alle 27 Länder bereit sind, sondern dann sich mit den europäischen Ländern zusammenzuschließen, die wollen, und vor allen Dingen mit den Amerikanerinnen und Amerikanern und den Kanadierinnen und Kanadiern, damit wir klare Kontingentregeln gemeinsam vereinbaren.

Das ist „geschlechtergerecht“.

Aber eben auch einer der größten Schwachsinne seit Menschen-gedenken.

Jeder emotional halbwegs gesunde Mensch spürt – ganz ohne intellektuelle Akrobatik -, daß die Gendersprache nur ein künstlicher Fetisch ohne Lebensgrundlage ist. Es ist ein hohler, nekrophiler Ritus. Genaugenommen ein Luxus von Akademikern, der den Moralhaushalt aufbessern soll.

Mir ist es wichtig, diese emotionale Basis zu betonen. Es handelt sich bei diesem Gespür um ein fundamentales, natürliches Gefühl, das sich ganz ohne Verstandestätigkeit und intellektuelle Begründungen einstellt. Um so mehr muß man sich fragen, wie ideologisch verblendet und was für geistige Krüppel Anhänger des Gender-Dialektes sein müssen, wenn sie keinen Kontakt mehr zu diesem Gefühl haben. Man kann hier gut studieren, was Paranoia und Zwangserkrankungen aus-macht.

Und wie man sich auf einer sterilen, weltfremden intellektuellen Ebene eine künstliche Moral und Pseudorationalität erschafft.

Wie sehr müssen diese Menschen dem natürlichen Leben entfremdet sein?

Ich denke hier an Leute wie Anatol Stefanowitsch und all die anderen Gender-Taliban, denen ihr Moralhaushalt wichtiger ist als die un-gefilterte Empirie des Alltags.

Sie sind unfähig zu sehen, daß das generische Maskulinum zur DNA unserer Sprache gehört.

Und daß der Gender-Dialekt gewissermaßen immer nur ein Kom-positum darstellt. Er ist aufgesetzt, aufgepfropft. Er muß immer wieder neu hinzugedacht werden. Das generische Maskulinum muß in der Alltagssprache quasi immer wieder neu entthront, delegitimiert werden. Es ist der Standard, der immer funktioniert. Es ist emotionale Heimat. Unsere sprachliche Identität.

Und es erfordert ein enormes Maß an Verwirrtheit und Geistes-krankheit, sich einzubilden, daß dieser Standard ersetzt werden müsse, daß er illegitim sei. Solche kruden Glaubenssysteme können sich nur Akademiker ausdenken.

Es ist wirklich erschreckend zu sehen, daß ausgemachte Sprach-wissenschaftler und Journalisten, also Wortprofis, nicht begreifen, was das generische Maskulinum in unserem Sprachalltag bedeutet. Man muß unfaßbar dumm sein, wenn man glaubt, man könne dem Volk diese emotionale Basis, diese sprachliche Heimat austreiben, bzw. daß das Volk sich für so eine Scheiße überhaupt interessiert.

Und man muß noch viel dümmer sein, wenn man nicht erkennt, daß das generische Maskulinum selbst bei den schlimmsten Gender-Freaks fest im Sattel sitzt.

Mutti merkelt – und gendert noch ein bißchen

In ihrer unnachahmlichen, wunderbaren Weise merkelte sich Merkel gestern durch das Abendprogramm des Deutschlandfunks – und verwöhnte uns auch noch ein bißchen mit gegenderten Worten. Selbst unsere oberste FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda kommt also nicht mehr ums Gendern herum – und das heißt einiges angesichts der doch eher gering ausgeprägten Intellektualität unserer Landesmutti.

Aber dazu später mehr. Bevor ich nun gleich ein Zitat von Mutti durchkauen werde, möchte ich die Gelegenheit beim Schopfe packen und ein paar Absätze darauf verwenden, um auf die eminent großen Gefahren der immer weiter um sich greifenden Ossiphobie hinzuweisen, die in keinem Antidiskriminierungsgesetz Erwähnung findet, aber immer mehr unsere Demokratie bedroht. Dabei sind wir Ossis eigentlich eine ganz tolle, bunte Spezies, die jeden Diversitybeauftragten in Entzückung versetzen müßte.

Ich sage nur: Wehret den Anfängen!

Anlaß für Merkels Merkeln war das turnusgemäße Techtelmechtel unserer Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Ostzone zu Fragen der deutschen Einheit. Der Ostbeauftragte der Bundesregierung Marco Wanderwitz hatte – ebenfalls nicht sonderlich intellektuell veranlagt – behauptet, ein großer Teil der ostdeutschen AfD-Wähler sei für die Demokratie verloren. Der Ossi sei einfach zu doof für gelebte Demokratie am machen tun. Er sei besonders empfänglich für rechtsradikales, demokratiefeindliches Gedankengut, weil diktatursozialisiert.

Intellektuell ist das nicht sonderlich anspruchsvoll, da auch die meisten DDR-Bürgerrechtler diktatursozialisiert waren. Aber vielleicht hat Herr Wanderwitz einfach Probleme mit anderen Meinungen.

Schließlich ist er ja ebenfalls diktatursozialisiert. Oder kommen Ostbeauftragte neuerdings aus’m Westen?

Etwas aberwitzig ist das Ganze natürlich insofern, als der gemeine Ossi genau das tut, wofür er 1989 auf die Straße ging: Er nimmt seine ureigentlichen demokratischen Rechte in Anspruch und sagt nein zum Establishment, nein zu einer selbstzufriedenen pseudo-demokratischen Politikerkaste, die in ihren künstlichen Phrasen und verlogenen Denkfiguren ertrinkt.

Noch aberwitziger wird die Geschichte, wenn man bedenkt, daß all die politisch korrekte – mit Verlaub – Megascheiße, die unser Land überflutet, vor allem ein Westimport ist und vor allem von dümmlichen, angepaßten, demokratiesozialisierten Wessis produ-ziert und perpetuiert wird.

Diese Leute tragen das Wort „Demokratie“ fast genauso ostentativ vor sich her wie der Arbeiter- und Bauernstaat DDR.

Megaaberwitzig tut die Sache aber werden tun, wenn wir uns klarmachen, daß es vor allem verstrahlte Wessis sind, die die Akademikergeisteskrankheit Gendersprache erfunden haben und die diesen Vollidiotendialekt mittels Verordnungen überall implemen-tieren, wo sie es nur können, um ihren perversen Gutmenschen-neurosen zu frönen.

Oder kennt jemand ostdeutsche Sprachwissenschaftler, die die Genderkacke am Dampfen halten? Welcher ostdeutsche Moderator tut gendern tun? Bisher sind mir nur Wessis bekannt.

Gendern, Frauenquoten, Feminismus und andere Manifestationen des Gutmenschentums, der politischen Korrektheit sind doch – wenn wir mal ehrlich sind – vor allem Westphänomene. Der gemeine Ossi ist proletarisiert und klassenbewußt genug, um all die pseudointellektuelle Giftbrühe aus den westdeutschen Gut-menschengehirnen geflissentlich ignorieren zu können.

Ich fordere hiermit einen Westbeauftragten der Bundesregierung!

Als Ossi reicht es bereits völlig aus, sich einfach mal Begriffsfehlgeburten wie „soziale Konstruktion von Geschlecht“, „kritisches Weißsein“ oder „binäre Geschlechterordnung“ durch die Ohren sausen zu lassen, um in schönsten SED-Erinnerungen schwelgen zu können, ein bißchen an Staatsbürgerkundeunterricht zu denken und Leute, die mit solchen verbalen Witzfiguren hantieren, für komplett bescheuert zu halten.

Wir tumben Ossis sind ja zahlenmäßig nicht allzu viele. Es wundert mich aber nicht im geringsten, daß es mit Sahra Wagenknecht und Wolfgang Thierse jüngst zwei ostzonale Gewächse waren, die sich kritisch zu den Exzessen des elitären, akademisch-bescheid-wisserischen Gutmenschentums westdeutscher Provenienz äußerten. Auch sonst sind Ossis deutlich überrepräsentiert, wenn es um die Kritik an der politischen Korrektheit geht.

Und es ist für mich auch nicht verwunderlich, wenn immer mehr Menschen Parallelen ziehen zwischen der DDR-Staatsreligion Marxismus-Leninismus und der BRD-Staatsreligion Feminismus-Genderismus. Die Universitäten sind heutzutage jedenfalls ein Ort feministischer Demenz und Dekadenz.

Es entbehrt also nicht einer gewissen Ironie, wenn das politische Establishment seine eigene Demokratiefeindlichkeit, seinen geistigen Totalitarismus auf den Osten projiziert. Diese „Demokratiebewahrer“ mit Hang zu „Zivilcourage“ haben uns Deutsche zu einem Volk von Sexisten, Frauenfeinden, Islamophobikern, Rassisten, Transphobikern, Homophobikern, privilegierten Cis-Menschen und genderunsensiblen Reaktionären erklärt, die sich nicht vom generischen Maskulinum und ihrer toxischen Männlichkeit trennen wollen.

So sieht es jedenfalls im Hirn westdeutscher Gegenrechtskämpfer und Qualitätsjournalisten aus, die ihre geistige Selbstkastration für normal halten.

Vielleicht ist es ja genau diese westdeutsche Selektiv-Demokratie, die den einen oder anderen Eingeborenen aus Ostzonesien zu seinem spezifischen Wahlverhalten treibt. Schließlich pfeifen nicht wenige Politiker auf die Inhalte des Grundgesetzes – wie man an der Beschneidungsdebatte, an der schleichenden Aushöhlung des Gleichberechtigungsgrundsatzes durch das verlogene Konzept der „Gleichstellung“ oder eben an Muttis Asylwahn studieren konnte.

Vielleicht wundert sich auch manch Ostler, daß es im „Unrechts-staat“ DDR keine Obdachlosen gab, keinen blühenden Drogenmarkt mitsamt vielen hundert Toten jedes Jahr, während das Grundgesetz voller Pathos postuliert, daß die Würde des Menschen unantastbar sei.

Mutti sollte mich mal zum Westbeauftragten ernennen. Ich könnte dem Westen Demokratie beibringen. Komisch, daß das Konzept der Diversity, der Buntheit, der Vielfalt, der kulturellen Bereicherung bei uns Ossis so selten Anwendung findet. Stattdessen frönt man der Ossiphobie und spricht uns die Integrationsfähigkeit ab.

Wären wir Neger, Zigeuner oder Muselmanen, würde man Marco Wanderwitz ihm seine Äußerungen als „Rassismus“ bezeichnen. Dummerweise sind wir Ossis keine Rasse. Noch nicht mal eine Ethnie.

Kritisches Weißsein war gestern. Wäre ich Westbeauftragter der Bundesregierung, würde ich im ganzen Lande Seminare und Selbsthilfegruppen für „Kritisches Wessisein“ organisieren.
Qualitätsjournalunken und Besserwessis würden sich selbst geißeln und kasteien und um Vergebung bitten für ihre Sünden.

So wäre die innere Einheit zu schaffen.

 

Aber genug der Polemik und nun doch noch zu Merkels geradezu phantastischen Leistungen im Merkeln, einer Disziplin, die es ohne unsere famose Uckermärkerin nie gegeben hätte. Das folgende Zitat ist geradezu ein Wunderwerk an einschläfernd mäandernder Merkelei. Das bißchen Gendern am Ende fällt da gar nicht mehr so ins Gewicht:

Deshalb ist es natürlich beschwerlich, wenn Menschen sich von der Demokratie abwenden, das ist ein Verlust für unser Gemeinwesen. Das macht auch unser Zusammenleben sicherlich schwieriger

Aber: Ich werde mich nie damit abfinden, daß man das als gegeben hinnimmt, sondern immer weiter dafür arbeiten – auch wenn‘s manchmal lange dauert und einen langen Atem verlangt, jeden auch wieder für die Demokratie zu gewinnen – und jede.

Ist das nicht toll? Merkel will nicht nur jeden für die Demokratie zurückgewinnen, sondern auch jede.

Das „und jede“ am Ende des Zitats verschluckt Merkel regelrecht. Es wirkt fast wie eine Pflichtübung, und das ist das Gendern ja auch. Ich habe dieses Zitat hier gebracht, weil es sehr schön illustriert, was für ein Kropf der Tanz um die Gender-Redundanz ist. Merkel hatte den Satz wie ein normaler Mensch begonnen – zum Schluß aber verschafft sich dann doch noch die FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda Gehör und ergänzt das redundant-penetrante „und jede“.

Schließlich macht man das heute so. Und Merkel möchte bestimmt nicht konterrevolutionär sein. Blöderweise hat sie mit dieser Diktion noch mal den Beweis geliefert, daß kein Mensch normalerweise so spricht, auch die Gender-Fraktion nicht.

Wer „korrekt“ sprechen will – muß sich korrigieren. Irgendwie logisch.

Dieses eher subtile Beispiel aus der Welt des Genderns veranschaulicht vor allem eines: Gendern ist kein natürliches Deutsch. Die Hirnströme folgen gewissermaßen anderen Linien. Wer gendert, muß sich verstellen, muß sich „anstellen“.

Merkel beginnt den Satz wie ein normaler Mensch – um am Ende doch noch dem Gender-Ablaßhandel zu frönen und Linientreue zu beweisen. Vielleicht ist sie ja nur eine Funktion ihrer Spindoktoren. Irgendjemand muß ihr eingeimpft haben, daß Gendern jetzt arg in Mode ist.

Wäre Merkel wirklich intelligent und ein kritischer Mensch, würde sie auf diesen Unfug verzichten. Zumal ihr sprachlicher Gleichstellungs-impuls doch irgendwie merkwürdig anmutet, vergeht doch kein Tag, an dem uns nicht erklärt wird, wie alt, weiß, cis und männlich der gemeine AfD-Wähler ist.

Deutschlandfunk: Kanzlerin Merkel berät mit Ostministerpräsidenten – MP3-Audio

Wer Merkel kurz vor ihrer baldigen Demission noch mal richtig schön merkeln hören möchte, dem sei der hier verrissene Beitrag empfohlen. Ihren Auftritt hat sie bei Sekunde 30. Man kann sich beim puren Lesen des obigen Zitats kaum vorstellen, was Merkel aus diesen Zeilen ästhetisch macht. Das hört sich an wie ein FDJ-Nachmittag im Palast der Republik.

Alles spricht dafür, daß Merkel eigentlich eine verhinderte Staatsratsvorsitzende der DDR ist und Erich Honecker hätte beerben sollen. Vermutlich hatte der Weltgeist einfach geschlampt und spontan umdisponiert.

Ich bin geneigt, die merkelsche Sprachmelodie, dieses mäandernde Herumgeeiere, garniert mit Lispeleinlagen, exzessiven Gedanken-strichen und leichter Berliner Färbung bei gleichzeitig völlig ironiefreien Bemühungen, halbwegs ernsthaft rüberzukommen, als eine neue Kunstform zu betrachten.

Wir werden Merkel noch sehr vermissen.

„Harris ist die erste Frau im Amt der Vizepräsidentin.“

Gestern war im Deutschlandfunk ein Bericht über die US-Einwanderungspolitik und die Rolle von Kamala Harris zu hören. Der Beitrag stammte von ARD-Korrespondent Torsten Teichmann und ist noch auf tagesschau.de nachzulesen.

Man studiere einmal folgende Passage:

In den USA steht die 56-Jährige damit nun endgültig unter Beobachtung. Die Erwartungen an sie waren von Anfang an hoch: Harris ist die erste Frau im Amt der Vizepräsidentin, die erste schwarze Amerikanerin, die erste Amerikanerin mit südostasiatischen Wurzeln auf dem Posten. Sie sei sich dessen bewusst, erklärte Harris vor Kurzem im Interview mit dem Fernsehsender CNN.

Es ist noch nicht so lange her, da war es selbstverständlich, vom „Amt des Vizepräsidenten“ zu sprechen. Der im Zitat markierte Satz macht die Fallstricke der Gendersprache deutlich. Ein Posten, der sich „Amt der Vizepräsidentin“ schilt, kann landläufig eben auch nur von einer Frau besetzt werden. Das entspricht dem herkömmlichen Sprachverständnis.

Gerade in diesem Kontext zeigt das generische Maskulinum seine Stärken, da der springende Punkt – erste Frau in einem zuvor nur von Männern ausgeübten Amt – viel besser zur Geltung kommt, wenn man schreibt:

Harris ist die erste Frau im Amt des Vizepräsidenten.

Der gendergerechte Satz bekommt also eine unverhofft komische Wirkung und verwischt quasi den historischen Moment der weiblichen Machtergreifung. Und es ist und bleibt natürlich auch ein peinliches Gutmenschendeutsch, das hier praktiziert wird. Vorauseilender Gehorsam gendersensibler Qualitätsjournalisten bei gleichzeitiger Ignoranz gegenüber sprachlichen Feinheiten jenseits des Gender-Paradieses.

Wie soll Harris die erste Frau in einem „Amt der Vizepräsidentin“ sein? Bzw. was ist daran so besonders?

Unser Sprachgefühl ist da eindeutig.

Feministinnen und Genderverstrahlte antworten an dieser Stelle für gewöhnlich beleidigt, daß jetzt eben mal zurückgeschlagen werde und die doofen Männer es ertragen müßten, daß man auch mal weibliche Formen verwende, und Männer mitgemeint seien.

Dieses Argument funktioniert aber eben nur in einer akademischen Blase der Selbstgerechtigkeit, in der man sich vom allgemeinen Sprachverständnis abgekoppelt hat. Man kann noch so sehr behaupten, daß ein Begriff wie „Amt der Vizepräsidentin“ generisch zu verstehen sei.

Man versteht ihn eben nicht generisch. Weil Sprache nicht in Professorenzimmern oder fanatisierten Feministinnengehirnen hergestellt wird. Oder sich von eingebildeter Moral beeindrucken läßt. Sprache konstituiert sich allein durch den alltäglichen Gebrauch. Durch das normale Volk. Sprache ist direkte Demokratie.

Was nicht der Konvention oder dem Sprachgefühl entspricht, wird schlicht aussortiert bzw. nicht für voll genommen.

An dieser Stelle fällt mir spontan ein Zitat von Immanuel Kant ein, das ich mal in einem Architekturforum aufgeschnappt hatte und das ein User in seiner Signatur verwendete:

Schön ist, was ohne Begriff allgemein gefällt.

Dieses Bonmot ist natürlich als ein bissiger Seitenhieb auf einige Spielarten der modernen Kunst und Architektur zu verstehen, deren „Schönheit“ oder Aussagekraft man sich nur mit einem Universi-tätsstudium und allerlei schöngeistiger Akrobatik herbeireden kann. Schönheit ist laut Kant also letztlich eine Sache der Schwarmintelligenz, des gesunden Menschenverstandes.

Schönheit ist kein Produkt intellektueller Verrenkungen, sondern des unmittelbaren emotionalen Erlebens.

Ich übersetze Kants Kommentar zur Ästhetik mal auf die sprachliche Ebene:

Sprachliche Sinnhaftigkeit ist, was ohne Begriff allgemein praktiziert und als sinnvoll empfunden wird.

Das ist natürlich das Todesurteil für die „geschlechtergerechte“ Sprache und all den pseudointellektuellen Müll drumherum. Und man kann gar nicht oft genug betonen, daß jeder Gender-Unfug bereits unweigerlich an unserem ästhetischen Empfinden scheitert – denke man sich auch noch so komplizierte sprachliche oder moralische Rechtfertigungen dafür aus.

Sprache ist nicht etwas, das man irgendwie herbeiargumentieren kann. Sprache ist gewissermaßen ein natürliches Lebewesen, das so, wie es ist, in Ordnung und richtig ist. Wissenschaftler können dieses Lebewesen beschreiben. Jeder Versuch aber, diese alltägliche Sprache mithilfe paranoider Denkfiguren in den Dreck zu ziehen, muß scheitern.

Und da fragt man sich erneut: Wie gestört und krank im Kopf müssen all die Gender-„Linguisten“ an den Universitäten sein, die diese einfache Wahrheit nicht begreifen? Sie haben einfach nicht verstanden, daß Sprache zu allererst Ästhetik ist. Sprache muß sich gut anfühlen. Und Gender-Lücken und Doppelnennungen fühlen sich definitiv so schlecht an, daß niemand – auch die meisten Gender-Spasten nicht – in seinem Alltag so spricht.

Immanuel Kant würde sicherlich herrlich gegen die Gendersprache polemisieren. Denn diese Sprache verdankt ihre vermeintliche Sinnhaftigkeit lediglich den Hirngespinsten verpeilter Akademiker, nicht einem unmittelbaren Empfinden.

Sinnhaftigkeit wird aber durch ein allgemein übliches Sprechen hergestellt, das jedermann ohne Nachdenken versteht. Die Gendersprache wird im Volk nicht praktiziert und existiert daher gewissermaßen gar nicht. An dieser Stelle muß man sich auch mal wieder Gedanken darüber machen, wieviel Lichtjahre eigentlich ein großer Teil der Linguisten davon entfernt ist, das Wesen von Sprache zu verstehen.

Diese Leute kommen einem vor wie Bauingenieure oder Physiker, die nicht wissen, was ein rechter Winkel ist, und die sich einfach neue Naturgesetze ausdenken, weil ihnen die alten irgendwie nicht passen.

Und das labeln sie dann als „antiautoritäre Physik“, die mehr Diversity in die Welt bringt. Die Welt hat geradezu gewartet auf diese neuen Gesetze – nur funktionieren sie irgendwie noch nicht so richtig.

Man kann sich so progressiv fühlen, wie man will. Ein „Amt der Vizepräsidentin“ entspricht einfach nicht dem Sprachgefühl. Auch wenn ich Kamala Harris dieses Amt sehr gönne.

Das gegenderte Amt schmälert nur unnötig den Bedeutungsraum und erzeugt eine gewisse Redundanz.

Auf diese Dinge haben übrigens auch schon die drei Professorinnen hingewiesen, die jüngst gegen die Kastration des generischen Maskulinums im Online-Duden protestierten. Im Menüpunkt Presseschau ist ein Artikel zu diesem Thema verlinkt.

Ein Satz wie folgender befriedigt zwar den Gleichstellungsbe-auftragten in uns, transportiert aber auch eine gewisse Ambivalenz:

Bundeskanzlerin Angela Merkel gehört zu den wichtigsten Politikerinnen der Welt.

Wie hört sich dieser Satz an:

Bundeskanzlerin Angela Merkel gehört zu den wichtigsten Politikern der Welt.

Nun ja.

Das generische Maskulinum hat eben durchaus seinen Sinn.

Und Gendern macht Frauen mitunter unwichtiger und kleiner, als sie es eigentlich sind.