Ein bißchen Gender-Gaga mit der Bundeswehr

Daß die Bundeswehr ein ziemlich fragwürdiger Verein ist, dürfte bekannt sein. Wer stirbt und tötet schon gern für‘s Vaterland?

Gemeinhin vermutet man in so einem Verein ja eher rechtes und konservatives Gedankengut. Wie kann es dann sein, daß ein gestandener General solch einen Tweet von sich geben kann?

 

mitgliederinnen-bundeswehr-twitter-eberhard-zorn-gendern

 

„Mitglieder|innen“? Sind Bundeswehrgeneräle etwa wirklich so minderbemittelt, wie man sie sich klischeehaft vorstellt?

Der Plural von Staatsoberhaupt heißt ja auch nicht Staatsober-häupterinnen. Oder? Ganz sicher kann man sich da in Gender-Zeiten nicht mehr sein. Wer weiß, was die Gender-Fraktion beim Duden noch so alles auf die Welt losläßt?

Demnächst lesen wir dort wahrscheinlich:

Mitgliederinnen
Staatsoberhäupterinnen
Naturtalentinnen

grammatikalisch falsche, aber gleichstellungspolitisch richtige feminine Formen, die für mehr gefühlte Geschlechter-gerechtigkeit sorgen und den moralischen Narzißmus von Zeitgeistesgestörten befriedigen.

Da muß die Gender-Seuche schon gehörig das Gehirn gefickt haben, wenn man allen Ernstes „Mitglieder|innen“ heraushaut. Aber diese Art von Gehirnerweichung Linientreue ist wohl auch die Voraussetzung dafür, daß man überhaupt General bei der Bundeswehr werden kann.

Schaut man sich übrigens das Foto in dem Tweet genau an, so wird man überrascht feststellen, daß dort nur eine „Mitgliederin“ abgebildet ist. Der Rest sind Mitglieder. Von „Mitglieder|innen“ kann also nicht die Rede sein. Wir haben hier also offenbar wieder einen der zahlreichen Fälle von „Overgendering“, einer der vielen Fallstricke des Gender-Geschwafels.

Der liebe Herr Zorn ist übrigens Generalinspekteur. Das ist der ranghöchste Soldat der Bundeswehr. Und er ist Wessi. Das nur nebenbei.

General Eberhard Zorn schafft es also, nicht nur zu gendern, was höchst ungewöhnlich ist bei einem Verein wie der Bundeswehr, sondern er verübt auch noch friendly fire gegen die eigene Sprache und betätigt sich als sprachlicher Kulturbanause.

 

Der Bundeswehrgeneral muß wohl die Gleichstellungsbeauftragte gefickt haben. Anders ist es nicht zu erklären, daß jemand solch einen Unsinn zusammenschreiben kann.

Der oben abgebildete Tweet existiert übrigens immer noch. Er wurde nicht aus Peinlichkeitserwägungen gelöscht. Gespannt war ich, ob der General vielleicht Stellung bezieht zu seinem Gender-Quatsch und was die Twittergemeinde wohl dazu sagt.

Ein Blick in die Kommentare lohnt sich. Es sind einige lustige Wort-meldungen zusammengekommen. Die Werte-Union Rostock sagt:

Herr General!

„Mitglieder|innen“ – muß das wirklich sein?
Welchen praktischen Nutzen bringt das?

Warum machen Sie bei dieser ideologischen Verhunzung unserer Sprache mit?

Stehen Sie doch bitte darüber. Auch das wäre ein Zeichen von Vorbild u. Führung.

Ein anderer Twitterer stellt fest:

Es wird Zeit, dass der Russe Deutschland von diesem Gesinde befreit.
Wehrfähig sind die Kasper je ohnehin nicht – reine Schmarotzer und Geldverbrenner.

Dazu fällt mir jemand ein, der unlängst bei einer Baustellen-besichtigung ein russisches Grafitto mit der simplen Botschaft entdeckte: Deutsche Männer sind Schwuchteln.

So kann man es auch sagen. Gesunde Männlichkeit wäre jedenfalls ein passendes Gegengift zur Gender-Seuche.

Ein anderer kommentiert schlicht:

der Genderal spricht..

Na ja. Man muß jedenfalls intellektuell nur noch sehr bedingt einsatzbereit sein, wenn man von „Mitglieder|innen“ schreibt. Immerhin ist der Rest des Tweets fehlerfrei. Ein Wort des Generals zu der Kritik sucht man allerdings vergebens.

Man bekommt eine Ahnung davon, wie weit die Gender-Seuche schon gediehen ist, wenn selbst bildungsferne Bundeswehrgeneräle mit Hang zu autoritären Charakterstrukturen, die eigentlich bisher feministischer Anwandlungen unverdächtig waren, solch ein Gender-Gaga produzieren.

Als Pazifist sollte man aber durchaus das Positive an der Sache hervorheben: Gender-Gaga kann man auch als Teil des umfassenden Selbstzerstörungsprozesses der Bundeswehr ansehen.

Sosehr Gleichstellungsbeauftragte und ihre paranoiden Vor-stellungen Ausdruck der Dekadenz und des Niedergangs der westlichen Kultur sind, so sinnvoll kann ihr Einsatz bei der Bundeswehr sein.

Der nächste schwule, nonbinäre, genderfluide Verteidigungsminister sollte eine Frauenquote von 100% anstreben.

Barbara Schmidt-Mattern und die „Regierungschef*innen“

Wie verwirrt muß man eigentlich sein, um ein Wortmonstrum wie „Regierungschef*innen“ für „geschlechtergerecht“ zu halten?

Wie verwirrt muß man sein, um überhaupt solch ein Wortmonstrum zu gebrauchen – selbst wenn es tatsächlich „geschlechtergerecht“ wäre?

Und wie unkritisch und angepaßt muß man sein, um auf eine lächer-liche Propagandavokabel wie „geschlechtergerecht“ hereinzufallen?

Ich bitte um Entschuldigung, wenn ich hier auf diesem Blog Gender-Zombies immer wieder als Geisteskranke, Vollidioten und dergleichen Despektierliches bezeichne. Aber nach reiflicher Überlegung und begrifflicher Reflexion sowie schonungsloser ethischer Prüfung scheinen mir diese Begriffe geradezu ideal, um die Realität abzubilden.

Jüngst schwafelte die Deutschlandfunk-Moderatorin Barbara Schmidt-Mattern in der Sendung „Das war der Tag“ folgendes Gender-Esperanto, inklusive aufdringlich-übergriffiger Gender-Lücke:

Zu den vielen Auftritten von Angela Merkel, die in diesen Tagen und Wochen wohl zum letzten Mal stattfinden, voraussichtlich jedenfalls, gehört auch das heutige Gipfeltreffen der EU-Staats- und Regierungschef*innen in Brüssel.

Das hast du wunderschön „geschlechtergerecht“ ausgedrückt, Babsi.

Der männliche Plural lautet nur leider „Regierungschefs“.

Wie sieht es im Kopf eines Menschen aus, der eine Wortmißgeburt wie „Regierungschef*innen“ ohne Scham, guten Gewissens und im Glauben, das sei tolles, notwendiges und „geschlechtergerechtes“ Deutsch, herunterfaselt?

Ich finde diese tagtäglichen Einblicke ins Gutmenschenmilieu und dessen Geisteszustand schlimmer als jeden Horrorfilm.

 

Man kann also festhalten, daß Gender-Praktikanten nicht bis drei zählen können und einfach nur darauf achten, irgendwo eine Gender-Lücke, ein Sternchen und das weibliche Suffix unter-zubringen. Alles andere ist diesen Leuten einfach egal.

Die männlichen Regierungschefs werden von den „Regierungs-chef*innen“ nun einmal nicht sprachlich repräsentiert. Mal ganz abgesehen von der völligen Absurdität und Weltfremdheit dieser sektenhaften Sprache.

Wenn dieser ganze Gender-Unfug angeblich einen Fortschritt darstellen soll und Hunderte Gleichstellungsbeauftragte auf den Plan gebracht hat, warum entpuppt er sich dann so häufig als Fake? Warum versagt die Gender-Sekte derartig kläglich in ihrer eigenen Profession? Wenn die ganze Sprache schon umgemodelt werden soll, warum kommt dann so ein minderwertiges Produkt bei heraus?

Was wird ein eingefleischter Gender-Fan auf solch einen Einwand wohl antworten?

Ja, aber die „Regierungschefs“ sind doch mitgemeint.

Hört sich irgendwie bekannt an. Vermutlich erklärt uns die Gender-Front bald auch, daß es doch ausreicht, wenn immerhin der männliche Singular irgendwie dasteht. Den Rest soll man sich denken.

Immerhin kann man hier schön sehen, was von moraltriefenden Utopien gemeinhin zu halten ist und wie sie sich selbst ad absurdum führen.

Ach, was soll‘s. In was für Zeiten leben wir eigentlich, daß wir uns überhaupt mit so einem Unsinn beschäftigen müssen? Das hätte vor 20 Jahren niemand für möglich gehalten.

Vor hundert Jahren hätte man diese Gender-Zombies einfach ins Irrenhaus gesteckt.

Es gibt auch religiöse Sekten, die so sehr ans Weltende glauben wie die Gender-Gemeinde an die „Geschlechtergerechtigkeit“.

Was sollen wir tun? Fällt das noch unter Religionsfreiheit, oder ist das schon ein Fall für die Psychotherapie?

Man tut jedenfalls gut daran, wenn man all diesen Gender-Zombies nicht das Gefühl gibt, sie seien normal im Kopf.

Gendern bis zur Vergasung

Heute ist Führers Geburtstag. Aber damit hat es wohl weniger zu tun, wenn eine Redakteurin des Deutschlandfunks bis zur Vergasung gendert.

Im Deutschlandfunk gendert man ja sowieso bis zum Endsieg der totalen Geschlechtergerechtigkeit. Insofern ist es nicht weiter erwähnenswert, wenn ich heute mal einen Beitrag aus der Sportredaktion herausgreife und genauer bespreche. Der Beitrag ist repräsentativ für das ganze Programm des Deutschlandfunks und kann noch bis ins Jahr 2038 runtergeladen bzw. angehört werden.

In der Anmoderation gendert der Moderator schon fleißig drauf los und spricht von den „Athletinnen und Athleten“ sowie den „Sportlerinnen und Sportlern“. Es geht um die Olympischen Spiele in Tokio und die leidliche Frage nach dem Impfen der deutschen Teilnehmer.

Dann antwortet die Sportredakteurin Marina Schweizer und nervt den arglosen Hörer gleich mit folgenden kryptischen Worten, als sie vom Moderator nach der Lage der Dinge gefragt wird:

Der Deutsche Olympische Sportbund geht aktuell von 800 Personen aus, die zu Olympia fahren, und 300 Personen zu den Paralympics. Also da geht es um Athletinnen und Betreuer. Es bestehe Einigkeit, daß die Athletinnen und Athleten zeitgerecht vor den Olympischen Spielen geimpft werden sollen.

Wüßte man nicht, daß wir im Gender-Irrenhaus leben, so könnte man meinen, hier sei eben zuerst nur von weiblichen Athleten und männlichen Betreuern die Rede. Wir sind aber Akademiker und wissen daher bescheid, daß das sprachlicher Gender-Ablaßhandel ist und man eben auch mal einfach eine weibliche Form platziern will, um das eigene Gutsein zu zelebrieren – koste es, was es wolle.

Diese Praxis des Anarcho-Genderns, das dem normalen Deutsch und jeder Grammatik und Semantik Hohn spricht, ist die vierte Säule des heutigen Genderwahns – neben Doppelnennungen, Gender-Lücken und Gerundien. Binnen-I und andere ältere Genderliturgien bleiben hier mal außen vor.

Den Journalisten im Radio und Fernsehen ist unsere deutsche Sprache und ihre Sinnhaftigkeit so scheißegal – und ihr Gender-Kult derartig wichtig, daß sie guten Gewissens diesen widersinnigen Selektiv-Plural praktizieren. Daß das niemand im normalen Volk versteht geschweige denn praktiziert, ist ihnen ebenfalls egal.

Hauptsache, man hat mal wieder irgendwo eine weibliche Form untergebracht – sei es auch noch so bizarr und schizophren.

Es ist also eine gängige Variante des Genderwahns, bei mehreren Pluralformen in einer Aufzählung einige auch zu verweiblichen. Da kommt dann so etwas heraus wie „Ärztinnen und Apotheker“ oder „Fußgängerinnen und Radfahrer“.

Ich muß das wohl nicht weiter kommentieren. Man muß wohl schon richtig scheiße im Kopf sein, um so etwas fabrizieren zu können. Wir können wirklich froh sein, daß 75% der Menschen in Deutschland kein Abitur haben.

Das Frappante an obigem Zitat mit dem Anarcho-Plural ist, daß dort zwei Systeme des Plurals direkt nebeneinander stehen, die sich jeweils widersprechen. Der Redakteurin ist das offenbar egal. Zum einen der genderromantische und widersinnige „Selektivplural“ („Athletinnen und Betreuer“). Zum anderen die reine Lehre der Doppelnennung beider Geschlechter („Athletinnen und Athleten“). Na ja. Ich bin immer wieder fassungslos, wie unglaublich zwanghaft diese Sprachpraxis ist – also wie krank man im Hirn sein muß, um das überhaupt sprechen und vor sich selbst durchgehen lassen zu können.

Wo sind da die Kontrollinstanzen in unseren angeblich so seriösen Qualitätsjournalisten? Wie scheiße muß man im Kopf sein, wenn man nicht von allein auf die simple Frage kommt: Warum spreche ich dieses Deutsch nur, wenn ich auf Sendung bin?

Etwas später in dem Beitrag kommt dann dieser Satz:

Man wolle auf keinen Fall riskieren, daß die Athletinnen und Athleten, die Betreuer für andere anläßlich der Olympischen Spiele ein Infektionsrisiko darstellen.

Haben die „Athletinnen und Athleten“ nur männliche Betreuer oder was?

Oder soll ich als Hörer jetzt schnurstracks in einer Millisekunde umschalten und das generische Maskulinum wieder ins Recht setzen und das Wort „Betreuer“ geschlechtsneutral verstehen?

Was wollt Ihr eigentlich von mir als Hörer? Soll ich nun ein Fan des Gender-Idioms werden oder doch die schlümme, patriarchale Sprache anerkennen, die uns alle so diskriminiert? Was wollt Ihr Vollidioten eigentlich?

Man entschuldige bitte meine klaren Worte. Aber als proletarisierter Ossi kann ich nicht anders und frage mich schon, wo die Logik bei dem Ganzen geblieben ist. Ich habe schon verstanden, daß diese neue Sprache angeblich „geschlechtergerecht“ sein soll. Das habe ich kapiert.

Wo aber bleibt dann die Konsequenz? Warum wird überhaupt noch das generische Maskulinum verwendet, das ja „geschlechter-ungerecht“ ist?

Ihr Gender-Freaks müßt Euch schon entscheiden, was Ihr wollt. Beide Werte widersprechen sich. Entweder ist das generische Maskulinum eine schreiende Geschlechterungerechtigkeit – oder eben nicht. Folglich muß man als Normalbürger aus der realexistierenden Genderpraxis schließen, daß das ganze pseudo-moralische Brimborium um die angebliche „Gendergerechtigkeit“ ein Fake und Schwachsinn ist.

Ich bin so freundlich und erkläre diese Dinge hier. Menschen ohne Abitur brauchen das gar nicht. Die wissen sowieso, daß Gendern Schwachsinn ist. Gender-Zombies kapieren diese Dinge aber selbst dann nicht, wenn man sie ihnen halbwegs akademisch auseinandernimmt.

Da scheint man wohl etwas besoffen von der eigenen gefühlten Moral zu sein.

Anatol Stefanowitsch würde jetzt vermutlich antworten: Tja, wir müssen halt noch mehr gendern und den inneren Klassenfeind in uns bekämpfen, der manchmal doch noch zum generischen Maskulinum greift.

Die innere Klassenfeindin muß natürlich auch noch bekämpft werden. Ganz klar. Manchmal ist der Klassenfeind auch eine Frau oder „nonbinär“.

Na ja. Man kann diese Leute in ihrem infantilen moralischen Narzißmus und ihrer totalen Verblendung nur karikieren. Die Gendersprache in ihrem Lauf halten weder Ochs noch Eselin auf.

Im weiteren Verlauf des Beitrags erwähnt Marina Schweizer „Umfragen unter Athletinnen und Athleten“ und spricht in diesem Zusammenhang von „Antwortenden“. Dann sagt sie:

So wie es aussieht, wollen sich die Athletinnen und Athleten impfen lassen.

Dann werden wir auf einmal wieder mit dem generischen Maskulinum beglückt:

Man betont sehr stark, daß man sich den Schutz wünscht, möchte aber auf gar keinen Fall als Vordrängler gelten.

Von Gender-Zombies erwarte ich hier schon, daß man zumindest von „Vordrängelnden“ redet. Das sollte uns die „Geschlechter-gerechtigkeit“ allemal wert sein.

Dann wieder solch kryptische Zeilen:

Ob dafür Athletinnen und Athleten und deren Betreuer jetzt in der Impfreihenfolge vorgezogen werden müssen, das ist noch nicht klar.

Ihr kennt das Spiel. Die Betreuerinnen werden hier aber eindeutig sprachlich diskriminiert.

Dann dieser merkwürdige Satz hinsichtlich einer etwaigen Priori-sierung der deutschen Olympioniken:

Ob das fair ist, darüber diskutieren Beobachter jetzt schon seit ein paar Monaten […]

Ist die Gendersprache ein elitäres, ausgrenzendes Projekt? Oder warum ist es bei den „Beobachtern“ auf einmal nicht mehr so wichtig, das Volk über die enorme Geschlechtervielfalt in dieser Gruppe aufzuklären? Warum erfahren wir von „Athletinnen und Athleten“, nicht aber von „Beobachterinnen und Beobachtern“?

Dann das:

Das Team hat für viele den Charakter von deutschen Vertretern in der Welt.

Kein Kommentar. Bin gleich fertig mit der Horrorshow. Nur noch dieser Zombiesatz:

Und auch Kunst und Kultur könnten natürlich sagen, auch wir haben herausragende Vertreterinnen dieses Landes.

Wie scheiße muß man im Kopf sein, um solche Sätze formulieren zu können? Aber lassen wir das.

Puh. Das war ganz schön anstrengend, all diese sprachlichen Miß-geburten zu transkribieren. Ursprünglich ging es mir in diesem Artikel nur darum, mal einen Eindruck von einem ganz normalen, alltäglichen Radiobeitrag zu vermitteln, in dem bis zur Vergasung von „Athletinnen und Athleten“ gesprochen wird. Allein das ist ja schon absurd genug.

Bei genauem Hinhören fiel mir dann noch so einiges anderes auf – was aber dem üblichen Gender-Murks entspricht und keineswegs ungewöhnlich ist. Also vor allem die Inkonsequenz und Inkompetenz in der esoterischen Gender-Sprachpraxis. Fanatismus und Wahn-haftigkeit kommen noch hinzu, wenn man sich das letzte Zitat vor Augen führt und klarmacht, wie verstrahlt und deformiert man für solch eine Diktion sein muß.

Wer nicht regelmäßig den Deutschlandfunk hört und sich mal den ganz normalen Genderwahn im Radio zu Gemüte führen möchte, kann sich den hier durchexerzierten, vierminütigen Beitrag ja mal in Gänze anhören. Ich habe ihn mir auch für den Fall des Falles gespeichert.

Der Beitrag vermittelt gut, in was für einem Irrenhaus wir mittler-weile leben.

Und wie gesagt: Dieses „Deutsch“ muß man 24 Stunden am Tag ertragen. Es gibt kein Entrinnen.

Gendern, bis das „Soziolog:in“ kommt

Nur eine kleine Anekdote für zwischendurch. Es dürfte bekannt sein, daß die Genderfreaks Kulturbanausen und bildungsferne Spießer sind. Das muß ja so sein, denn es bedarf schon enormer Intelligenzvakanzen, wenn man angesichts des tagtäglichen Sprachgebrauchs meint, ein formal männliches Wort wie Bürger könne nicht auch Frauen repräsentieren.

Es ist daher wenig verwunderlich, daß die Genderfreaks auch bei ihrem ureigenen Gender-Esperanto ein klägliches Bild abgeben und es noch nicht einmal dort auf die Reihe kriegen, ihren eigenen Ansprüchen gerecht zu werden.

Wie Drogensüchtige suchen sie nach dem Kick der „Geschlechter-gerechtigkeit“ in ihrer Kunstsprache, ohne dabei zu realisieren, daß Männer dummerweise ja auch ein Geschlecht sind, das durch die „geschlechtergerechte“ Sprache repräsentiert werden muß.

Tja, und dabei kommt dann eben immer wieder so etwas heraus wie der folgende Tweet, den man heute auf dem Blog „Alles Evolution“ bewundern durfte:

Vor dem großen Gender-Sprung nach vorn haben wir diese Frage übrigens ganz unschuldig folgendermaßen formuliert – und natürlich auch ein Komma an der richtigen Stelle platziert:

Kann mir irgendein Soziologe erklären, wieso das so ist?

Aber was will man auch von diesen Gender-Fuzzis erwarten? Die fragen vermutlich auch bei einem Unfall, ob ein Arzt, eine Ärztin oder ein Arzt mit einem der anderen 60 Geschlechter zur Stelle ist.

Selbst die Professoren der Genderfront kriegen es ja nicht hin, ein halbwegs korrektes Deutsch zu formulieren. Sie scheitern an ihrer eigenen Kunstsprache, die sie so vehement verteidigen. Für diese „Wissenschaftler“ ist es oftmals einfach zu kompliziert, auch die männliche Form in ihren geschlechtergerechten Fehlgeburten unterzubringen. Sie benutzen wie von Sinnen ihre Gender-Codes, ohne zu realisieren, daß man eine deklinierte Form vor sich hat – oder eben einen Nominativ der auf e endet wie beim „Soziologen“. Ich erlaube mir mal als einfacher Bürger, diese Dinge den Herren „Sprachwissenschaftlern“ zu verklickern und gewisse Zweifel an der Kompetenz dieser Leute zu vermelden.

Auch die Rechtschreibreform entstammt ja im übrigen demselben Ungeist wie der Gender-Dialekt. Beides sind Anmaßungen größenwahnsinniger Linker, die bei Wörtern wie „Tradition“, „Nation“ oder „Identität“ nur den pawlowschen Reflex der Nazi-Paranoia zustande bringen. Und die so begeistert sind von ihren Idealen der sozialen Gerechtigkeit oder der Gleichberechtigung, daß sie völlig den Verstand verlieren und freundlicherweise auch noch den größten Unsinn mit diesen Idealen verknüpfen.

Im Vorfeld der Rechtschreibreform versprachen die Reformeiferer dem Volk und willfährigen Politikern, daß die Fehlerzahl bei Schülern um 70% abnehmen werde. Die Propagandisten der Gendersprache versprechen eine sogenannte „Geschlechtergerechtigkeit“, die angeblich eintrete, wenn man unsere Sprache feministischen Vorstellungen gemäß verstümmele.

Marxisten versprachen der Welt, daß mit dem Kommunismus das Ende der Geschichte einsetze und die Arbeiter nun endlich das Sagen hätten.

In allen drei Fällen fanden sich genug Leute, die um jeden Preis zu den Guten gehören, ein Teil des Fortschritts sein wollten.

Soziale Gerechtigkeit und Gleichberechtigung sind ja durchaus erstrebenswerte Ziele. Man kann diese Ideale aber auch ohne Wahnvorstellungen und fixe Ideen umsetzen.

Die Sprengung des Berliner Stadtschlosses und die Zerstörung diverser historischer städtischer Strukturen durch die „sozialistische Moderne“ sind ebenfalls eine Metapher für diesen linken Ungeist, der wenig Skrupel hat, wenn es um die Verwirklichung einer vermeintlich besseren Zukunft geht.

Und man muß einmal mehr darauf hinweisen, daß auch die heutigen Kulturverbrechen einem marxistisch grundierten Größenwahn Denken entspringen. Getreu dem Motto: Nur wir kennen die historischen Gesetzmäßigkeiten und wissen, wo‘s lang geht. Wer zweifelt, ist konterrevolutionär – um nicht zu sagen: Klassenfeind!

Das vermeintlich Überkommene, das Vertraute und Bewährte, wird zwanghaft dämonisiert, während der vermeintliche Fortschritt ebenso zwanghaft und willkürlich mit positiven Attributen versehen wird – komme er auch noch so lächerlich und weltfremd daher wie ein Binnen-I oder eine Gender-Lücke. Wir Ossis kennen dieses Muster zur Genüge.

Unsere Generation darf quasi live einen linksradikalen Wahn in Aktion studieren. Und es ist heute bereits klar, daß die Sache ähnlich jämmerlich enden wird wie das marxistische Experiment des 20. Jahrhunderts. Diese Parallelen im Denken und Handeln sind ja nur zu offensichtlich, und eigentlich müßte man solche Betrachtungen wie diese hier in einem Blatt wie der „Zeit“ oder der „FAZ“ lesen können – wäre unsere Gesellschaft nicht so hoffnungslos linksverblödet.

Eine kleine Ironie hält die Gender-Wortmißgeburt „Soziolog:in“ dennoch für uns parat: So wie die sogenannte „Gleichstellung“ eigentlich nur unter dem Vorzeichen Frau stattfindet und verstanden wird, so ist auch die sprachliche „Gleichstellung“ allein auf weibliche Endungen fixiert – und dies führt dummerweise immer wieder dazu, daß männliche Belange vernachlässigt werden.

Die Gendersprache sollte man also durchaus als Metapher für den Gleichstellungswahn in Deutschland und im westlichen Kulturkreis ansehen. Man erfindet geradezu fetisch- und fieberhaft vermeintliche Benachteiligungen von Frauen, meist auf einer rein formalen, hoch spekulativen Ebene.

Während die gleichen Standards bei Männern auf einmal keine Rolle mehr spielen und nicht angewendet werden.

Für mich ist es sowieso ein Rätsel, wieso man über diesen ex-orbitanten Schwachsinn überhaupt Texte schreiben muß.

Es sagt viel über unsere Gesellschaft aus, daß 99% Prozent der in der Öffentlichkeit stehenden Personen wie z.B. Journalisten, Politiker, Wissenschaftler, Kulturschaffende etc. nicht den leisesten Schimmer von diesen Dingen haben – und vollkommen identisch sind mit diesem universellen feministischen Verblendungszusammenhang.