Gender-Zombies: Nicole Diekmann

Zombie ist ein geschlechtsneutraler, gendergerechter Begriff. Sowohl Frauen als auch Männer können Zombies sein. Zombie bleibt Zombie.

Jüngst ward ich eines kleinen Videos gewahr, das nur schwer auszuhalten ist. Dort gendert eine Nachrichtenredakteurin des ZDF, als gäbe es kein Morgen mehr:

 

Ich konnte mir nicht vorstellen, daß unsere öffentlich-rechtlichen Lügenpressekasper mittlerweile derartig durchgeknallt sind – bis ich dieses Video sah. Wie krank muß man in der Birne sein, um derartig sprechen zu können?

Ach, ich vergaß. Es geht ja um’s hehre Ideal der „Geschlechter-gerechtigkeit“. Da kann man ruhig auch ein bißchen krank in der Birne sein. Geschlechtergerechtigkeit ist es allemal wert. Wer weiß? Wenn sich das durchsetzt, sind wir alle Kasper und es fällt gar nicht mehr auf.

Bei den Privaten wird weniger bis gar nicht gegendert. Aber das hat bestimmt nichts damit zu tun, daß sich diese Sender an der Nachfrage ausrichten müssen.

Diese öffentlich-rechtlichen TV-Kasper zeigen ja mit ihren Auftritten unfreiwillig einer breiten Öffentlichkeit, wie extrem naiv und anpasserisch sie sind. Denn ein kritisch denkender Mensch erkennt natürlich innerhalb weniger Sekunden, wie unsagbar lächerlich und infantil die Moral- und Gerechtigkeitspostulate der Gender-Narretei sind.

Es bedarf nur geringster Anstrengungen, um dies zu durchschauen. Mir kommen diese Gender-Zombies im öffentlich-rechtlichen TV so vor wie Kinder, die an den Weihnachtsmann glauben.

Spricht Frau Diekmann eigentlich so auch mit ihren Freunden, ihren Eltern, ihrem Nachwuchs?

Oder ist Geschlechtergerechtigkeit doch nur der schnelle Kick in der persönlichen Gewissensökonomie?

Man muß sich immer klarmachen, daß unsere Journalistenkasper sich nicht die einfachsten Fragen stellen können, so infantilisiert sind sie bereits. Sie wollen nichts sehnlicher als an der Mutterbrust des Guten nuckeln.

Glücklicherweise lebe ich seit über 20 Jahren ohne Fernseher, sodaß ich zumindest in dieser Hinsicht von der Gender-Geisteskrankheit verschont bleibe. Ich bin aber trotzdem schockiert darüber, in was für Zombies sich die Erben von Hanns-Joachim Friedrichs, Dagmar Berghoff und Wolf von Lojewski verwandelt haben.

Ich stelle mir gerade vor, wie Dagmar Berghoff gendert. Gut-menschentum ist wohl das Hauptunterscheidungsmerkmal zwischen der heutigen und der verflossenen Journalistengeneration.

Das Video zeigt immerhin schön, in was für einer Parallelwelt sich unsere Zwangsgebührenprofiteure bewegen. Die Blase muß eminent sein. Normale Menschen würden sich bei diesem akustischen Gender-Terror in Grund und Boden schämen.

Vielleicht steckt ja der Islamische Staat hinter solchen Gender-Attentaten und will, daß wir uns von unserer degenerierten westlichen Kultur weiter entfremden und zum Islam überlaufen. Im Koran wird bestimmt nicht gegendert.

Unsere autistischen Medienzombies können sich offenbar nicht mehr in die Fremdwahrnehmung, in den Blick von außen einfühlen. Wir haben mittlerweile erschreckende Zustände sowohl in Politik als auch in der Medienlandschaft.

Ich werde wohl demnächst eine Rubrik „Zombies“ einrichten, in der ich Befürworter und Praktikanten der Gendersprache zu Wort kommen lasse. Die bizarrsten Statements und Auftritte können dort dann bestaunt werden.

 

Auf Wikipedia erfahren wir über Nicole Diekmann übrigens dies hier:

Nicole Diekmann studierte von 1997 bis 2004 Soziologie, Politikwissenschaften und Neuere und Neueste Geschichte in Münster und Hamburg. Im Anschluss absolvierte sie von 2004 bis 2005 eine Ausbildung zur Redakteurin an der Deutschen Journalistenschule in München.

Intelligent wird man an der Universität also nicht. Dafür spricht auch der naiv-dümmliche Titel eines Buches, das Diekmann 2021 publizierte:

Die Shitstorm-Republik. Wie Hass im Netz entsteht und was wir dagegen tun können.

Au weia!

Ich schreibe übrigens auch gerade ein Buch. Denn ich bin gebildet und will das Gute. Mein Buch wird folgenden Titel haben:

Die Gender-Vollidioten. Wie der Haß auf die deutsche Sprache entstand und was wir dagegen tun können.

Als Ossi ist mir übrigens aufgefallen, daß die Dame Diekmann ein westzonales Gewächs ist. Damit reiht sie sich ein in die Phalanx der demokratiesozialisierten Gender-Zombies um Claus Kleber, Anne Will und Petra Gerster, die uns allesamt vor dem sprachlichen Patriarchat bewahren wollen.

Bisher kenne ich im TV nur Wessis, die den Gender-Dialekt praktizieren. Es würde auch wenig zur Ostseele passen, da im Osten kultureller Selbsthaß und schnöselhafte, narzißtische Pseudo-intellektualität naturgemäß geringer ausgeprägt sind. Und diese Zutaten sind nun mal essentiell für die Gender-Operette.

Zur Zukunft der Gendersprache und zu ihrem obigen Talkshow-Auftritt ließ Nicole Diekmann übrigens Folgendes verlauten:

Also, ich glaube nicht, dass wir zurückgehen werden, das ist jetzt irgendwie in der Welt, und … Egal, wieviel Häme man dafür bekommt, und die bekomme ich zum Beispiel im Moment.

Ich hab ja Die Shitstorm-Republik geschrieben, habe das dann auch im Fernsehen mal vorgestellt in den letzten Wochen, unter anderem in der Sendung Maischberger, und habe da gegendert, und was habe ich darauf bekommen? Haha, einen Shitstorm.

Die Frau ist nicht mehr jung. Sie ist 43 Jahre alt. Da könnte man schon etwas mehr Intelligenz vermuten. Hört sich stark nach unbedarftem Barbie-Püppchen mit Annalena-Syndrom an.

Schon der erste Satz offenbart eine jede Dimension sprengende Dummheit. Mit 43 Jahren und als gutbezahlte Nachrichtentante könnte man schon ein bißchen ein Gespür für die Marotten und Flüchtigkeiten des Zeitgeists haben. Schlaghosen, Schulterpolster und Tamagotchis waren auch mal in der Welt.

Wobei diese Phänomene sehr viel mehr Fans hatten als die Gender-Seuche. Mir ist jedenfalls noch nie ein Normalbürger in meinem Alltag begegnet, der gendert.

Man muß das Denken regelrecht verachten, wenn man ernsthaft glaubt, daß diese Vollidiotensprache in 20 Jahren noch irgendeine Rolle spielen würde. Und dann vergegenwärtige man sich noch diese dreiste Infantilität und Egozentrik, mit der Frau Diekmann die Kritik an ihrer aufdringlich-übergriffigen Kunstsprache ins Lächerliche zieht. Was interessieren mich die Gebührenzahler?

Mir kann das ja egal sein. Es gibt wahrlich Schlimmeres auf diesem Planeten. Die Menschheit hat die Pest überstanden. Sie wird Corona überstehen. Und sie wird auch vom Gendern nicht untergehen. Und ein paar Jahre kann man es durchaus noch ertragen, daß sich erwachsene, vermeintlich bildungsnahe Gutmenschen vor der Kamera zum Honk machen.

Das Privatfernsehen hat in dieser Hinsicht mit bildungsfernen Proletariern und C-Promis auf Südseeinseln, in Containern oder Vormittagsshows bereits beeindruckende Standards gesetzt.

Warum sollten ARD und ZDF da hintanstehen? Jeder darf sich zum Vollhonk machen. Auch studierte Bildungsbürger.

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen muß die gesamte Gesellschaft abbilden.

Mutti merkelt – und gendert noch ein bißchen

In ihrer unnachahmlichen, wunderbaren Weise merkelte sich Merkel gestern durch das Abendprogramm des Deutschlandfunks – und verwöhnte uns auch noch ein bißchen mit gegenderten Worten. Selbst unsere oberste FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda kommt also nicht mehr ums Gendern herum – und das heißt einiges angesichts der doch eher gering ausgeprägten Intellektualität unserer Landesmutti.

Aber dazu später mehr. Bevor ich nun gleich ein Zitat von Mutti durchkauen werde, möchte ich die Gelegenheit beim Schopfe packen und ein paar Absätze darauf verwenden, um auf die eminent großen Gefahren der immer weiter um sich greifenden Ossiphobie hinzuweisen, die in keinem Antidiskriminierungsgesetz Erwähnung findet, aber immer mehr unsere Demokratie bedroht. Dabei sind wir Ossis eigentlich eine ganz tolle, bunte Spezies, die jeden Diversitybeauftragten in Entzückung versetzen müßte.

Ich sage nur: Wehret den Anfängen!

Anlaß für Merkels Merkeln war das turnusgemäße Techtelmechtel unserer Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Ostzone zu Fragen der deutschen Einheit. Der Ostbeauftragte der Bundesregierung Marco Wanderwitz hatte – ebenfalls nicht sonderlich intellektuell veranlagt – behauptet, ein großer Teil der ostdeutschen AfD-Wähler sei für die Demokratie verloren. Der Ossi sei einfach zu doof für gelebte Demokratie am machen tun. Er sei besonders empfänglich für rechtsradikales, demokratiefeindliches Gedankengut, weil diktatursozialisiert.

Intellektuell ist das nicht sonderlich anspruchsvoll, da auch die meisten DDR-Bürgerrechtler diktatursozialisiert waren. Aber vielleicht hat Herr Wanderwitz einfach Probleme mit anderen Meinungen.

Schließlich ist er ja ebenfalls diktatursozialisiert. Oder kommen Ostbeauftragte neuerdings aus’m Westen?

Etwas aberwitzig ist das Ganze natürlich insofern, als der gemeine Ossi genau das tut, wofür er 1989 auf die Straße ging: Er nimmt seine ureigentlichen demokratischen Rechte in Anspruch und sagt nein zum Establishment, nein zu einer selbstzufriedenen pseudo-demokratischen Politikerkaste, die in ihren künstlichen Phrasen und verlogenen Denkfiguren ertrinkt.

Noch aberwitziger wird die Geschichte, wenn man bedenkt, daß all die politisch korrekte – mit Verlaub – Megascheiße, die unser Land überflutet, vor allem ein Westimport ist und vor allem von dümmlichen, angepaßten, demokratiesozialisierten Wessis produ-ziert und perpetuiert wird.

Diese Leute tragen das Wort „Demokratie“ fast genauso ostentativ vor sich her wie der Arbeiter- und Bauernstaat DDR.

Megaaberwitzig tut die Sache aber werden tun, wenn wir uns klarmachen, daß es vor allem verstrahlte Wessis sind, die die Akademikergeisteskrankheit Gendersprache erfunden haben und die diesen Vollidiotendialekt mittels Verordnungen überall implemen-tieren, wo sie es nur können, um ihren perversen Gutmenschen-neurosen zu frönen.

Oder kennt jemand ostdeutsche Sprachwissenschaftler, die die Genderkacke am Dampfen halten? Welcher ostdeutsche Moderator tut gendern tun? Bisher sind mir nur Wessis bekannt.

Gendern, Frauenquoten, Feminismus und andere Manifestationen des Gutmenschentums, der politischen Korrektheit sind doch – wenn wir mal ehrlich sind – vor allem Westphänomene. Der gemeine Ossi ist proletarisiert und klassenbewußt genug, um all die pseudointellektuelle Giftbrühe aus den westdeutschen Gut-menschengehirnen geflissentlich ignorieren zu können.

Ich fordere hiermit einen Westbeauftragten der Bundesregierung!

Als Ossi reicht es bereits völlig aus, sich einfach mal Begriffsfehlgeburten wie „soziale Konstruktion von Geschlecht“, „kritisches Weißsein“ oder „binäre Geschlechterordnung“ durch die Ohren sausen zu lassen, um in schönsten SED-Erinnerungen schwelgen zu können, ein bißchen an Staatsbürgerkundeunterricht zu denken und Leute, die mit solchen verbalen Witzfiguren hantieren, für komplett bescheuert zu halten.

Wir tumben Ossis sind ja zahlenmäßig nicht allzu viele. Es wundert mich aber nicht im geringsten, daß es mit Sahra Wagenknecht und Wolfgang Thierse jüngst zwei ostzonale Gewächse waren, die sich kritisch zu den Exzessen des elitären, akademisch-bescheid-wisserischen Gutmenschentums westdeutscher Provenienz äußerten. Auch sonst sind Ossis deutlich überrepräsentiert, wenn es um die Kritik an der politischen Korrektheit geht.

Und es ist für mich auch nicht verwunderlich, wenn immer mehr Menschen Parallelen ziehen zwischen der DDR-Staatsreligion Marxismus-Leninismus und der BRD-Staatsreligion Feminismus-Genderismus. Die Universitäten sind heutzutage jedenfalls ein Ort feministischer Demenz und Dekadenz.

Es entbehrt also nicht einer gewissen Ironie, wenn das politische Establishment seine eigene Demokratiefeindlichkeit, seinen geistigen Totalitarismus auf den Osten projiziert. Diese „Demokratiebewahrer“ mit Hang zu „Zivilcourage“ haben uns Deutsche zu einem Volk von Sexisten, Frauenfeinden, Islamophobikern, Rassisten, Transphobikern, Homophobikern, privilegierten Cis-Menschen und genderunsensiblen Reaktionären erklärt, die sich nicht vom generischen Maskulinum und ihrer toxischen Männlichkeit trennen wollen.

So sieht es jedenfalls im Hirn westdeutscher Gegenrechtskämpfer und Qualitätsjournalisten aus, die ihre geistige Selbstkastration für normal halten.

Vielleicht ist es ja genau diese westdeutsche Selektiv-Demokratie, die den einen oder anderen Eingeborenen aus Ostzonesien zu seinem spezifischen Wahlverhalten treibt. Schließlich pfeifen nicht wenige Politiker auf die Inhalte des Grundgesetzes – wie man an der Beschneidungsdebatte, an der schleichenden Aushöhlung des Gleichberechtigungsgrundsatzes durch das verlogene Konzept der „Gleichstellung“ oder eben an Muttis Asylwahn studieren konnte.

Vielleicht wundert sich auch manch Ostler, daß es im „Unrechts-staat“ DDR keine Obdachlosen gab, keinen blühenden Drogenmarkt mitsamt vielen hundert Toten jedes Jahr, während das Grundgesetz voller Pathos postuliert, daß die Würde des Menschen unantastbar sei.

Mutti sollte mich mal zum Westbeauftragten ernennen. Ich könnte dem Westen Demokratie beibringen. Komisch, daß das Konzept der Diversity, der Buntheit, der Vielfalt, der kulturellen Bereicherung bei uns Ossis so selten Anwendung findet. Stattdessen frönt man der Ossiphobie und spricht uns die Integrationsfähigkeit ab.

Wären wir Neger, Zigeuner oder Muselmanen, würde man Marco Wanderwitz ihm seine Äußerungen als „Rassismus“ bezeichnen. Dummerweise sind wir Ossis keine Rasse. Noch nicht mal eine Ethnie.

Kritisches Weißsein war gestern. Wäre ich Westbeauftragter der Bundesregierung, würde ich im ganzen Lande Seminare und Selbsthilfegruppen für „Kritisches Wessisein“ organisieren.
Qualitätsjournalunken und Besserwessis würden sich selbst geißeln und kasteien und um Vergebung bitten für ihre Sünden.

So wäre die innere Einheit zu schaffen.

 

Aber genug der Polemik und nun doch noch zu Merkels geradezu phantastischen Leistungen im Merkeln, einer Disziplin, die es ohne unsere famose Uckermärkerin nie gegeben hätte. Das folgende Zitat ist geradezu ein Wunderwerk an einschläfernd mäandernder Merkelei. Das bißchen Gendern am Ende fällt da gar nicht mehr so ins Gewicht:

Deshalb ist es natürlich beschwerlich, wenn Menschen sich von der Demokratie abwenden, das ist ein Verlust für unser Gemeinwesen. Das macht auch unser Zusammenleben sicherlich schwieriger

Aber: Ich werde mich nie damit abfinden, daß man das als gegeben hinnimmt, sondern immer weiter dafür arbeiten – auch wenn‘s manchmal lange dauert und einen langen Atem verlangt, jeden auch wieder für die Demokratie zu gewinnen – und jede.

Ist das nicht toll? Merkel will nicht nur jeden für die Demokratie zurückgewinnen, sondern auch jede.

Das „und jede“ am Ende des Zitats verschluckt Merkel regelrecht. Es wirkt fast wie eine Pflichtübung, und das ist das Gendern ja auch. Ich habe dieses Zitat hier gebracht, weil es sehr schön illustriert, was für ein Kropf der Tanz um die Gender-Redundanz ist. Merkel hatte den Satz wie ein normaler Mensch begonnen – zum Schluß aber verschafft sich dann doch noch die FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda Gehör und ergänzt das redundant-penetrante „und jede“.

Schließlich macht man das heute so. Und Merkel möchte bestimmt nicht konterrevolutionär sein. Blöderweise hat sie mit dieser Diktion noch mal den Beweis geliefert, daß kein Mensch normalerweise so spricht, auch die Gender-Fraktion nicht.

Wer „korrekt“ sprechen will – muß sich korrigieren. Irgendwie logisch.

Dieses eher subtile Beispiel aus der Welt des Genderns veranschaulicht vor allem eines: Gendern ist kein natürliches Deutsch. Die Hirnströme folgen gewissermaßen anderen Linien. Wer gendert, muß sich verstellen, muß sich „anstellen“.

Merkel beginnt den Satz wie ein normaler Mensch – um am Ende doch noch dem Gender-Ablaßhandel zu frönen und Linientreue zu beweisen. Vielleicht ist sie ja nur eine Funktion ihrer Spindoktoren. Irgendjemand muß ihr eingeimpft haben, daß Gendern jetzt arg in Mode ist.

Wäre Merkel wirklich intelligent und ein kritischer Mensch, würde sie auf diesen Unfug verzichten. Zumal ihr sprachlicher Gleichstellungs-impuls doch irgendwie merkwürdig anmutet, vergeht doch kein Tag, an dem uns nicht erklärt wird, wie alt, weiß, cis und männlich der gemeine AfD-Wähler ist.

Deutschlandfunk: Kanzlerin Merkel berät mit Ostministerpräsidenten – MP3-Audio

Wer Merkel kurz vor ihrer baldigen Demission noch mal richtig schön merkeln hören möchte, dem sei der hier verrissene Beitrag empfohlen. Ihren Auftritt hat sie bei Sekunde 30. Man kann sich beim puren Lesen des obigen Zitats kaum vorstellen, was Merkel aus diesen Zeilen ästhetisch macht. Das hört sich an wie ein FDJ-Nachmittag im Palast der Republik.

Alles spricht dafür, daß Merkel eigentlich eine verhinderte Staatsratsvorsitzende der DDR ist und Erich Honecker hätte beerben sollen. Vermutlich hatte der Weltgeist einfach geschlampt und spontan umdisponiert.

Ich bin geneigt, die merkelsche Sprachmelodie, dieses mäandernde Herumgeeiere, garniert mit Lispeleinlagen, exzessiven Gedanken-strichen und leichter Berliner Färbung bei gleichzeitig völlig ironiefreien Bemühungen, halbwegs ernsthaft rüberzukommen, als eine neue Kunstform zu betrachten.

Wir werden Merkel noch sehr vermissen.

Die Grenzen des Sagbaren: „Studierendenkneipe“

Gestern durften meine geplagten Ohren folgendes Neusprech im Deutschlandfunk hören. Es ging um die Situation von Studenten mit Lockdownsyndrom:

Den meisten Studierenden fehlt der normale Hochschulalltag: Präsenzveranstaltungen mit Lerngruppen, mit dem Bier in der Studierendenkneipe.

Es handelt sich um das Bildungsmagazin „Campus & Karriere“, in dem sowieso schon bis zur Vergasung, bis zum Erbrechen und gegen jedes normale Sprachgefühl von „Studierenden“ die Rede ist. Auch im sonstigen Programm ist der „Studierende“ allgegenwärtig.

Die „Studierendenkneipe“ im gestrigen Beitrag zeigt dann aber noch mal überdeutlich, was für willfährige und zur völligen Selbstverleugnung bereite Stiefel- und Speichellecker des Zeitgeists beim Deutschlandfunk arbeiten.

Etwas später in dem Beitrag wollte man diesem Eindruck offenbar noch mal Nachdruck verleihen:

Da ist es denn für die Studierendenvertretungen ein schwacher Trost, daß die Studierendenkneipen in Konstanz seit einer Woche wieder geöffnet sind.

Studierende bis zur Vergasung. Man kriegt richtig Zustände, wenn man dieses Schwachsinnsdeutsch tagtäglich hören muß, das so offensichtlich allein an den Bedürfnissen des Gutmenschentums ausgerichtet ist und jedem normalen Deutsch Hohn spricht.

In was für einer Blase muß man leben, um die gute alte Studentenkneipe einer derartigen Geschlechtsumwandlung zu unterziehen? Um ignorieren zu können, daß kein normaler Mensch so spricht? Wie kaputt muß man im Kopf sein, um diese sprachliche Selbstverstümmelung freiwillig zu praktizieren?

Die Aussicht, ein guter Mensch sein zu können, weckt offenbar ungeahnte Kräfte bezüglich Selbstverstellung und Unauthentizität.

Im Deutschlandfunk und anderen Qualitätsmedien redet man viel von Filterblasen, von der Spaltung der Gesellschaft, von den Grenzen des Sagbaren. Besorgte Bildungsbürger senken ihren Blick auf den schlümmen rechtspopulistischen Pöbel, der an die krudesten Verschwörungstheorien glaubt.

Immerhin glaubt dieser Pöbel nicht, daß das Wort Studierendenkneipe eine Zukunft hätte oder „geschlechtergerecht“ sei.

Vielleicht sollten sich beide Gruppen mal zusammentun. Spießbürgerliche Gutmenschen auf der einen Seite und Querdenker, Reichsbürger, AfD-Wähler auf der anderen.

Die einen lernen dann, daß das Coronavirus keine Grippe ist – und die anderen lernen, daß die behauptete Geschlechtergerechtigkeit der Gendersprache nichts weiter ist als Fiktion, Aberglaube und weltfremde, elitäre Autosuggestion.

Gendern bis zur Vergasung

Heute ist Führers Geburtstag. Aber damit hat es wohl weniger zu tun, wenn eine Redakteurin des Deutschlandfunks bis zur Vergasung gendert.

Im Deutschlandfunk gendert man ja sowieso bis zum Endsieg der totalen Geschlechtergerechtigkeit. Insofern ist es nicht weiter erwähnenswert, wenn ich heute mal einen Beitrag aus der Sportredaktion herausgreife und genauer bespreche. Der Beitrag ist repräsentativ für das ganze Programm des Deutschlandfunks und kann noch bis ins Jahr 2038 runtergeladen bzw. angehört werden.

In der Anmoderation gendert der Moderator schon fleißig drauf los und spricht von den „Athletinnen und Athleten“ sowie den „Sportlerinnen und Sportlern“. Es geht um die Olympischen Spiele in Tokio und die leidliche Frage nach dem Impfen der deutschen Teilnehmer.

Dann antwortet die Sportredakteurin Marina Schweizer und nervt den arglosen Hörer gleich mit folgenden kryptischen Worten, als sie vom Moderator nach der Lage der Dinge gefragt wird:

Der Deutsche Olympische Sportbund geht aktuell von 800 Personen aus, die zu Olympia fahren, und 300 Personen zu den Paralympics. Also da geht es um Athletinnen und Betreuer. Es bestehe Einigkeit, daß die Athletinnen und Athleten zeitgerecht vor den Olympischen Spielen geimpft werden sollen.

Wüßte man nicht, daß wir im Gender-Irrenhaus leben, so könnte man meinen, hier sei eben zuerst nur von weiblichen Athleten und männlichen Betreuern die Rede. Wir sind aber Akademiker und wissen daher bescheid, daß das sprachlicher Gender-Ablaßhandel ist und man eben auch mal einfach eine weibliche Form platziern will, um das eigene Gutsein zu zelebrieren – koste es, was es wolle.

Diese Praxis des Anarcho-Genderns, das dem normalen Deutsch und jeder Grammatik und Semantik Hohn spricht, ist die vierte Säule des heutigen Genderwahns – neben Doppelnennungen, Gender-Lücken und Gerundien. Binnen-I und andere ältere Genderliturgien bleiben hier mal außen vor.

Den Journalisten im Radio und Fernsehen ist unsere deutsche Sprache und ihre Sinnhaftigkeit so scheißegal – und ihr Gender-Kult derartig wichtig, daß sie guten Gewissens diesen widersinnigen Selektiv-Plural praktizieren. Daß das niemand im normalen Volk versteht geschweige denn praktiziert, ist ihnen ebenfalls egal.

Hauptsache, man hat mal wieder irgendwo eine weibliche Form untergebracht – sei es auch noch so bizarr und schizophren.

Es ist also eine gängige Variante des Genderwahns, bei mehreren Pluralformen in einer Aufzählung einige auch zu verweiblichen. Da kommt dann so etwas heraus wie „Ärztinnen und Apotheker“ oder „Fußgängerinnen und Radfahrer“.

Ich muß das wohl nicht weiter kommentieren. Man muß wohl schon richtig scheiße im Kopf sein, um so etwas fabrizieren zu können. Wir können wirklich froh sein, daß 75% der Menschen in Deutschland kein Abitur haben.

Das Frappante an obigem Zitat mit dem Anarcho-Plural ist, daß dort zwei Systeme des Plurals direkt nebeneinander stehen, die sich jeweils widersprechen. Der Redakteurin ist das offenbar egal. Zum einen der genderromantische und widersinnige „Selektivplural“ („Athletinnen und Betreuer“). Zum anderen die reine Lehre der Doppelnennung beider Geschlechter („Athletinnen und Athleten“). Na ja. Ich bin immer wieder fassungslos, wie unglaublich zwanghaft diese Sprachpraxis ist – also wie krank man im Hirn sein muß, um das überhaupt sprechen und vor sich selbst durchgehen lassen zu können.

Wo sind da die Kontrollinstanzen in unseren angeblich so seriösen Qualitätsjournalisten? Wie scheiße muß man im Kopf sein, wenn man nicht von allein auf die simple Frage kommt: Warum spreche ich dieses Deutsch nur, wenn ich auf Sendung bin?

Etwas später in dem Beitrag kommt dann dieser Satz:

Man wolle auf keinen Fall riskieren, daß die Athletinnen und Athleten, die Betreuer für andere anläßlich der Olympischen Spiele ein Infektionsrisiko darstellen.

Haben die „Athletinnen und Athleten“ nur männliche Betreuer oder was?

Oder soll ich als Hörer jetzt schnurstracks in einer Millisekunde umschalten und das generische Maskulinum wieder ins Recht setzen und das Wort „Betreuer“ geschlechtsneutral verstehen?

Was wollt Ihr eigentlich von mir als Hörer? Soll ich nun ein Fan des Gender-Idioms werden oder doch die schlümme, patriarchale Sprache anerkennen, die uns alle so diskriminiert? Was wollt Ihr Vollidioten eigentlich?

Man entschuldige bitte meine klaren Worte. Aber als proletarisierter Ossi kann ich nicht anders und frage mich schon, wo die Logik bei dem Ganzen geblieben ist. Ich habe schon verstanden, daß diese neue Sprache angeblich „geschlechtergerecht“ sein soll. Das habe ich kapiert.

Wo aber bleibt dann die Konsequenz? Warum wird überhaupt noch das generische Maskulinum verwendet, das ja „geschlechter-ungerecht“ ist?

Ihr Gender-Freaks müßt Euch schon entscheiden, was Ihr wollt. Beide Werte widersprechen sich. Entweder ist das generische Maskulinum eine schreiende Geschlechterungerechtigkeit – oder eben nicht. Folglich muß man als Normalbürger aus der realexistierenden Genderpraxis schließen, daß das ganze pseudo-moralische Brimborium um die angebliche „Gendergerechtigkeit“ ein Fake und Schwachsinn ist.

Ich bin so freundlich und erkläre diese Dinge hier. Menschen ohne Abitur brauchen das gar nicht. Die wissen sowieso, daß Gendern Schwachsinn ist. Gender-Zombies kapieren diese Dinge aber selbst dann nicht, wenn man sie ihnen halbwegs akademisch auseinandernimmt.

Da scheint man wohl etwas besoffen von der eigenen gefühlten Moral zu sein.

Anatol Stefanowitsch würde jetzt vermutlich antworten: Tja, wir müssen halt noch mehr gendern und den inneren Klassenfeind in uns bekämpfen, der manchmal doch noch zum generischen Maskulinum greift.

Die innere Klassenfeindin muß natürlich auch noch bekämpft werden. Ganz klar. Manchmal ist der Klassenfeind auch eine Frau oder „nonbinär“.

Na ja. Man kann diese Leute in ihrem infantilen moralischen Narzißmus und ihrer totalen Verblendung nur karikieren. Die Gendersprache in ihrem Lauf halten weder Ochs noch Eselin auf.

Im weiteren Verlauf des Beitrags erwähnt Marina Schweizer „Umfragen unter Athletinnen und Athleten“ und spricht in diesem Zusammenhang von „Antwortenden“. Dann sagt sie:

So wie es aussieht, wollen sich die Athletinnen und Athleten impfen lassen.

Dann werden wir auf einmal wieder mit dem generischen Maskulinum beglückt:

Man betont sehr stark, daß man sich den Schutz wünscht, möchte aber auf gar keinen Fall als Vordrängler gelten.

Von Gender-Zombies erwarte ich hier schon, daß man zumindest von „Vordrängelnden“ redet. Das sollte uns die „Geschlechter-gerechtigkeit“ allemal wert sein.

Dann wieder solch kryptische Zeilen:

Ob dafür Athletinnen und Athleten und deren Betreuer jetzt in der Impfreihenfolge vorgezogen werden müssen, das ist noch nicht klar.

Ihr kennt das Spiel. Die Betreuerinnen werden hier aber eindeutig sprachlich diskriminiert.

Dann dieser merkwürdige Satz hinsichtlich einer etwaigen Priori-sierung der deutschen Olympioniken:

Ob das fair ist, darüber diskutieren Beobachter jetzt schon seit ein paar Monaten […]

Ist die Gendersprache ein elitäres, ausgrenzendes Projekt? Oder warum ist es bei den „Beobachtern“ auf einmal nicht mehr so wichtig, das Volk über die enorme Geschlechtervielfalt in dieser Gruppe aufzuklären? Warum erfahren wir von „Athletinnen und Athleten“, nicht aber von „Beobachterinnen und Beobachtern“?

Dann das:

Das Team hat für viele den Charakter von deutschen Vertretern in der Welt.

Kein Kommentar. Bin gleich fertig mit der Horrorshow. Nur noch dieser Zombiesatz:

Und auch Kunst und Kultur könnten natürlich sagen, auch wir haben herausragende Vertreterinnen dieses Landes.

Wie scheiße muß man im Kopf sein, um solche Sätze formulieren zu können? Aber lassen wir das.

Puh. Das war ganz schön anstrengend, all diese sprachlichen Miß-geburten zu transkribieren. Ursprünglich ging es mir in diesem Artikel nur darum, mal einen Eindruck von einem ganz normalen, alltäglichen Radiobeitrag zu vermitteln, in dem bis zur Vergasung von „Athletinnen und Athleten“ gesprochen wird. Allein das ist ja schon absurd genug.

Bei genauem Hinhören fiel mir dann noch so einiges anderes auf – was aber dem üblichen Gender-Murks entspricht und keineswegs ungewöhnlich ist. Also vor allem die Inkonsequenz und Inkompetenz in der esoterischen Gender-Sprachpraxis. Fanatismus und Wahn-haftigkeit kommen noch hinzu, wenn man sich das letzte Zitat vor Augen führt und klarmacht, wie verstrahlt und deformiert man für solch eine Diktion sein muß.

Wer nicht regelmäßig den Deutschlandfunk hört und sich mal den ganz normalen Genderwahn im Radio zu Gemüte führen möchte, kann sich den hier durchexerzierten, vierminütigen Beitrag ja mal in Gänze anhören. Ich habe ihn mir auch für den Fall des Falles gespeichert.

Der Beitrag vermittelt gut, in was für einem Irrenhaus wir mittler-weile leben.

Und wie gesagt: Dieses „Deutsch“ muß man 24 Stunden am Tag ertragen. Es gibt kein Entrinnen.

Gendern bis zum Kirchenaustritt

Rechtzeitig zum Osterfeste widmen wir uns voller Enthusiasmus der evangelischen Kirche. Auch die Protestanten sind auf dem Gender-Trip und gendern, was das Zeug hält. Warum aber gibt es nur so viele Kirchenaustritte? Vermutlich weil die Luther-Follower lange keine Gottesdienste in „gerechter Sprache“ angeboten haben.

Und vermutlich, weil die „Protestierenden“ einfach noch keine „Bibel in gerechter Sprache“ – kurz BigS – in der Hand halten durften. Diesen Mangel hat die Kirche in den letzten Jahren freilich behoben. Und die vormals Ungläubigen und Austrittswilligen rennen ihr nun die Bude ein. Sie können es kaum erwarten, endlich gendergerechte Gottesdienste zu besuchen.

Jesus Christus hat sich zwar in einer sehr einfachen und bildlichen Sprache ans Volk gewandt. Aber warum es einfach machen, wenn es auch kompliziert geht? Selig sind die Armen im Geiste?

Ist mit der heutigen evangelischen Kirche nicht mehr zu machen. Die bereichert sich selbst mit Gender-Sternen, „Geschlechter-gerechtigkeit“, einem feminisierten Herrgott und allerlei anderem pseudointellektuellen, esoterischen Gender-Gedöns.

Ein neuer Luther würde diesen Gender-Ablaßhandel wohl an-prangern.

Was dürfen unsere trüben Augen auf der Webseite der evange-lischen Kirche Preußens lesen?

Gottesdienst geschlechter*gerecht feiern

Was für ein tolles Sternchen. Und so schön mittig platziert. Mehr Inklusion geht nicht.

Ein bißchen doof ist dieser Stern aber schon, soll er doch gerade all die anderen ausgedachten und herbeiphantasierten „Geschlechter“ jenseits der „binären Geschlechterordnung“ repräsentieren. Wozu aber noch ein Stern, wenn all diese „Geschlechter“ ja bereits in dem Wörtchen „geschlechtergerecht“ enthalten sind?

Aber solch Fragen ist vermutlich nur kleinliche Erbsenzählerei und „Mansplaining“ – also diese dumme, dominante männliche Vernunft, die sich ständig in den Vordergrund drängt und Frauen unterdrückt. Gender-Sternchen repräsentieren das Gute! Also soll man sie auch ruhig ein bißchen öfter verwenden als nötig.

Ich sehe schon eine Gendersprache vor mir, die uns mit noch viel mehr Sternen beglückt als bisher. Deren Ver*fech*ter*inn*en werden dann noch mehr „Ge*schlech*ter*ge*rech*tig*keit“ für sich beanspruchen als die klassischen Gender-Freaks. Ein Krieg der Sterne scheint unausweichlich.

Aber schauen wir weiter:

„Das Wissen um die Vielfalt von Geschlecht stellt die Sprache im Gottesdienst vor neue Herausforderungen“, meint die Geschlechterforscherin und Theologin Ulrike Auga. Im Interview mit ekbo.de wirbt sie für gerechte Sprache.

Das sehen die Gläubigen bestimmt ganz genauso und preisen jetzt inbrünstig „die Ewige“. Gott könnte sich schließlich diskriminiert fühlen. Da will man vorkehren. Früher wußten die Menschen einfach noch nichts von der enormen Geschlechtervielfalt. Wie toll, daß es dieses Wissen jetzt gibt und die Kirche diese brandneuen, völlig unbestechlichen „wissenschaftlichen“ Erkenntnisse in den Gottesdienst integriert. Alles hieb- und stichfest bewiesen. Und man kann sich zudem auch noch so progressiv fühlen und es den doofen Katholiken zeigen.

Neue Erkenntnisse sowohl der Geisteswissenschaften, der Naturwissenschaften als auch der Theologie zeigen, dass sich durch derlei ungerechtes Sprechen, das der Vielfalt der Erfahrungen nicht gerecht wird, Ungleichheit und Un-gleichbehandlung verfestigen.

Okay, als Ossi mit marxistisch-leninistischer Phrasendresch-Expertise fragt man sich schon, wie unglaublich dumm man sein muß, um solche Sätze überhaupt formulieren zu können. „Ungerechtes Sprechen“? Ich muß gleich mal zu meinem früheren FDJ-Sekretär für Agitation und Propaganda gehen. Liegt hier womöglich eine Urheberrechtsverletzung vor?

Begrüßen Sie Ihre Gemeinde in geschlechter*inklusiver Sprache!

Loben Sie Gott in geschlechter*gerechter Sprache!

Anregungen für ein geschlechterinklusives Glaubensbekenntnis

Beten Sie geschlechter*gerechte Fürbitten!

Verwenden Sie gender*gerechte Sendungs- und Segenstexte!

Das ist kein Witz, kein Aprilscherz. Das ist auch nicht aus „Das Leben des Brian“. Diese Zitate sind kein Fake. Das ist die evangelische Kirche Preußens im Jahr 2021. Die Vision vom Untergang des Abendlandes scheint nach dieser Lektüre gar nicht mehr so unrealistisch.

Die Kirche beschäftigt heute „Geschlechterforscherinnen“ wie Ulrike Auga, die eigentlich ein Fall für den Sektenbeauftragten wären und jeden Esoterik-Guru vor Neid erblassen lassen. Die Dame präsentiert uns allerschönstes, paranoides Genderwelsch:

Oft werden Binarität und Heteronormativität ungenügend reflektiert. Dabei werden Stereotype in Bezug auf Männlichkeit und Weiblichkeit zementiert. Die Beschäftigung mit der Konstruktion von Geschlecht ist wichtig, denn die Abweichung von hegemonialen Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit kann bis in die Gegenwart Hassverbrechen nach sich ziehen.

Es werden beispielsweise Kultur, Vernunft und Verbal-sprachlichkeit als „männlich“ assoziiert und Natur, Körperlichkeit oder Emotion „weiblich“ naturalisiert bzw. essentialisiert, d.h. als gäbe es eine vorgeordnete binäre Wesenheit.

Nee, gibt es natürlich nicht. Alles Fake! Alles hegemonial! Ulrike hat’s bewiesen. Zweifel kennt sie nicht. Gehen Sie zur Gender-Forscherin Ihres Vertrauens, die Ihnen die Flausen von der angeblichen Wesenhaftigkeit von Mann und Frau zünftig austreibt. Und lassen Sie sich tolle Begriffe wie „Heteronormativität“, „Binarität“ oder „Essentialisierung“ erklären.

Ulrike soll schließlich nicht umsonst an der Universität ihre Nase in Bücher gesteckt haben.

Eine der absurdesten Ironien des Gender-Zeitalters ist es wohl, daß solche Esoteriktanten wie Ulrike Auga den größten, völlig irrationalen, unbewiesenen Unsinn von sich geben und sich dann darüber beklagen, daß Weiblichkeit nicht gerade mit Vernunft assoziiert wird.

Aber vielleicht hat die Dame ja Beweise dafür, daß Männer ähnlich emotional sind wie Frauen. Gleichstellungsbeauftragte freuen sich schon auf weibliche Schachweltmeister. Ulrike und die Gender-forschung müssen nur noch ein bißchen „dekonstruieren“ – und schon ist Schach der reinste Frauensport. Ich erinnere noch mal daran, daß nahezu sämtliche Gender-Professuren von „als weiblich gelesenen“ Menschen – so heißt das heute – ausgefüllt werden. Das nur mal zum Thema Rationalität und Vernunft.

Als Mann bin ich übrigens ziemlich froh darüber, daß Frauen essentiell anders sind als Männer. Das nur nebenbei. Man kann es aber auch mit weiblicher Irrationalität und Unvernunft übertreiben. Feministinnen legen in dieser Disziplin regelmäßig neue Benchmarks vor.

Habe ich eigentlich schon erwähnt, daß die Gender-Tanten an den Universitäten zumeist lesbisch sind? Kann man ja ruhig mal sagen. Vielleicht fehlt diesen Damen einfach ein bißchen „hetero-normativer“ Erfahrungshorizont. Ulrike macht auch nicht gerade den Eindruck, als ob sie dem Manne zugeneigt sei.

Man muß schon extrem gehirngewaschen und intellektuell paralysiert sein, wenn man an die „Konstruktion von Geschlecht“ glaubt. Und wahrscheinlich ist das, was ich hier tue, auch ein „Haßverbrechen“. Man fühlt sich bei diesen Gender-Zombies in der Tat an die geschlossenen, paranoiden Glaubenssysteme von Sekten erinnert.

Wenn die evangelische Kirche in Deutschland nicht unter die Kreationisten gegangen ist, sollte sie sich mal in einer ruhigen Minute vergegenwärtigen, daß evolutionsbiologisch gar nichts anderes möglich ist, als daß Mann und Frau gegensätzlich und komplementär ausgerichtet sind. Alles andere wäre das achte Weltwunder. Aber vielleicht will uns Ulrike Auga ja mit diesem pseudowissen-schaftlichen Unsinn, dessen einziges Argument eine gefühlte Progressivität ist, nur beweisen, wie irrational das Weib eigentlich ist.

Noch eine Kostprobe der sicherlich gutbezahlten – warum wird sie eigentlich nicht „Thealogin“ genannt? Triggerwarnung: Schlimmster Gender-Okkultismus mit Höchstwerten im Blablameter!

In der postsäkularen, globalisierten Gesellschaft, in der friedliches Zusammenleben durch Neoliberalismus und lebensfeindliche Macht- und Körperpolitiken bedroht wird, bedeutet öffentliche religiöse Performanz ein unverzichtbares Potential für das Aufbrechen hierarchisierender, interagierender Kategorien – in der Forschung werden sie intersektionale Kategorien genannt – wie „Geschlecht“, „Sexualität“, „Nation“, „Race“, „Klasse“, „körperliche Befähigung“ und „Religion“.

IIn der Sichtbarkeit, körperlichen Ko-Präsenz und Materialität öffentlicher Gottesdienste manifestiert sich die „offizielle Konsenstheologie“ einer Gemeinschaft performativ. Gerade hier werden die Affirmation und das Sichtbarmachen nicht-traditioneller Fürsorgebeziehungen, das Empowerment von Beziehungen, Lebensentwürfen und von Subjektpositionen, die vom Mainstream abweichen, greifbar.

Es kann nicht mehr lange dauern, bis die WHO „Gender“ als Geisteskrankheit einstuft. Erfreulicherweise sind nur Akademiker davon betroffen.

Genauso, wie die Zeitungen mit der ungeheuer beliebten Gendersprache und feministischen Fake News ihren Auflagen-schwund zu stoppen gedenken, wird die Evangelische Kirche Deutschland mit Regenbogenfahnen und Gottesdiensten in „gerechter Sprache“ vermutlich den Mitgliederschwund stoppen.

Wer‘s glaubt, wird selig.

Junge ARD-Journalistin polemisiert gekonnt gegen Gendersprache

Jüngst wurde ich bei der Google-News-Suche mit dem Begriff „Gendersprache“ auf ein Twitter-Video aufmerksam, in dem sich eine Volontärin des Bayerischen Rundfunks gegen die Gendersprache ausspricht.

 

 
Das Video ist insofern sehenswert und besonders, als Julia Ruhs den Gender-Unsinn nicht auf die blutleere, intellektuelle Tour zerpflückt, wie das leider häufig der Fall ist, sondern vor allem auf das unmittelbare emotionale und ästhetische Empfinden rekurriert. Sie zeigt, wie lächerlich und weltfremd der Gender-Firlefanz ist, was für ein elitär-verschrobenes Projekt diese ganze Chose ist.

Blutleer und intellektuell sind Gender-Kritiken dann, wenn sie etwas abgehoben und akademisch darauf verweisen, daß das grammatische Geschlecht im Deutschen nicht zwingend identisch sei mit dem biologischen. Das stimmt schon, trifft das Problem mit der Gendersprache aber nur sehr unzureichend, wie ich zu gegebener Zeit auf diesem Blog noch ausführen werde.

Entscheidend ist, daß der Gender-Dialekt schlicht und einfach dem Sprachgefühl widerspricht. Und dieses Sprachgefühl ist eben nichts Arbiträres, sondern unsere Mutter-Sprache. Es handelt sich um intuitive, unbewußte Strukturen, die in den ersten Jahren unseres Lebens entstehen. Daher ist es auch logisch, daß Kinder und Jugendliche gar nicht „gendern“ können. Denn dazu muß man sich a) anstrengen und b) genug pseudointellektuellen Wust im Kopf haben, um diese unglaubliche Schwachsinnssprache vor sich selbst überhaupt legitimieren zu können.

Kinder und Jugendliche haben noch nicht die Fähigkeit, derartig ihre natürlichen Gefühle zu verleugnen, wie das bei Erwachsenen, speziell Akademikern, der Fall ist.

Aber das erzähle man mal einem dieser völllig verblendeten Professoren von der Gender-Front, die von ihrer moralischen Mission besessen sind.

Das Twitter-Video von Julia Ruhs ist auch insofern lehrreich, als sich im Kommentarbereich eine Menge Leute tummeln, die noch mal unfreiwillig und in aller Deutlichkeit zeigen, wie wenig Ahnung Fans der Gendersprache von der Materie haben. Bevor ich aber hier exemplarisch mal einige dieser Kommentare aufgreife und durchkaue, seien noch mal kurz die Hauptargumente von Julia Ruhs aufgelistet:

  • die Gendersprache hat keinerlei Basis im Sprachgefühl, den       tiefsitzenden Sprachkonventionen
  • die Gendersprache wird nur in einer elitären „akademischen       Wohlfühlblase“ praktiziert
  • der Pöbel versteht nur Bahnhof
  • daher vertieft sich die Spaltung der Gesellschaft
  • entgegen der unfaßbar idiotischen Behauptung von Gender-       Sektenmitgliedern ist die „geschlechtergerechte Sprache“ eben kein       natürlicher Sprachwandel, sondern völlig künstlich
  •  

    Das sind im wesentlichen auch die wichtigsten „Argumente“ gegen den Genderwahn. Ich schreibe „Argumente“ hier in Anführungszeichen, da es sich genaugenommen um gesunde, intuitive Empfindungen handelt, über die jeder Mensch verfügt, der sich nicht durch die pseudointellektuelle, schöngeistige Welt linker Akademiker blenden läßt.

    Wir haben es ja im Grunde mit einer perversen Form der Intellektualität zu tun, wie sie heutzutage an der Universität üblich ist. Einer Intellektualität, die nicht geerdet ist, die den Kontakt zum normalen Alltag verloren hat und sich hauptsächlich in wohlfeilen, abstrakten Phrasen gefällt, mit denen man bei anderen Mitgliedern dieses Milieus Eindruck schinden kann.

    Manche bezeichnen dieses Phänomen auch einfach als Gutmenschentum. Was natürlich postwendend zu einer „Verurteilung“ dieses Begriffes führte, den man schnell zum „Unwort des Jahres“ erklärte. Die für dieses Verdikt verantwortliche Jury besteht ironischerweise aus genau demselben Typus phrasenverliebter moralischer Narzißten, der uns auch die Gendersprache eingebrockt hat und der sich nun durch den Begriff des Gutmenschen ertappt fühlt.

    Es geht seinen Gang, würde der DDR-Schriftsteller Erich Loest sagen.

    Das vermeintliche Gutsein ist für dieses Milieu ein Fetisch, sodaß es überwiegend leicht zu widerlegenden intellektuellen Schrott produziert, es aber selbst nicht merkt.

    Aber nun zu der versprochenen Abhandlung über die äußerst dürftigen Begründungen der Gendersprachen-Befürworter. Der erste Kommentar unter dem Video lautet wie folgt:

    Die Behauptung, Gendern sei kein natürlicher Sprachwandel ist kompletter Unsinn und zeigt, dass sich @juliaruhs kaum damit beschäftigt hat. Es gibt im Deutschen nunmal für fast alles auch die weibliche Form *innen. Und nicht erst seit gestern, sondern seit 1000 Jahren.

    So intellektuell scheint das Gender-Milieu dann doch nicht zu sein, wie ich eben behauptete. Das ist schon erschreckend primitiv. Denn in der Debatte geht es ja nicht um weibliche Endungen an sich, sondern um deren überflüssige, künstliche und inflationäre Verwendung. Um den politischen Mißbrauch von Sprache.

    Der obige Herr glaubt also, Gender-Sternchen, Unterstriche, Gerundien, Doppelnennungen und allerlei anderen Unsinn als natürlichen Sprachwandel bezeichnen zu können, weil es schon seit eh und je weibliche Endungen gebe. Das ist das intellektuelle Niveau der Gendersprachler.

    Übrigens nicht nur von dahergelaufenen Twitter-Proleten wie in diesem Fall, sondern auch von waschechten Professoren der Gender-Front. Aber dazu später mehr.

    Auch ich verwende natürlich gerne weibliche Endungen. Aber eben nur dort, wo es die Konventionen auch gebieten, wo es dem natürlichen Sprachgefühl entspricht.

    Man muß sich schon extrem dummstellen, um einen Kommentar wie den obigen ablassen zu können. In dieser Art argumentieren eigentlich alle Befürworter der Gendersprache. Das passiert, wenn das vermeintliche Gutsein, der Zeitgeist den Lebenszweck eines Menschen darstellen.

    Der obige, begriffsstutzige Kommentar war dem Nutzer vermutlich selbst peinlich, denn er ließ sich – auch nach intensiver Suche – nicht mehr wiederfinden und wurde wohl gelöscht. Glücklicherweise hatte ich den Wortlaut bereits in einer Textdatei gespeichert.

    Aber nun zum nächsten Twitter-Experten für eine gerechtere Welt:

    Ein typisches Merkmal der Gender-Ideologie und aller Ideologien überhaupt sind die völlig willkürlichen und herbeiphantasierten Behauptungen, die das Glaubenssystem stützen sollen.
    Es gibt keinerlei Belege dafür, daß „Inklusion“ von der Gendersprache abhängig wäre. Es gibt auch keinerlei Belege dafür, daß man Frauen gegenüber respektvoller wäre, wenn man bis zur Vergasung gendert.

    Und daß alle Sprache angeblich „erfunden“ wurde, daran glaubt wohl nur Claire im Wunderland.

    Es erübrigt sich hier zu betonen, daß es neben vielen Frauen auch diverse „Diverse“ gibt, die die Gendersprache keineswegs für eine Wohltat, sondern für Unsinn halten. Darüberhinaus scheinen die Gender-Wortmißgeburten auch für Ausländer und Sehbehinderte nicht gerade der „Inklusion“ dienlich zu sein.

    Aber das alles will natürlich nicht so recht in das schöne Glaubens-system der Gender-Utopisten passen.

    Dieser Tweet ist ein schönes Beispiel für die häufig sehr infantile Geisteshaltung der Gender-Fanatiker – und für deren totalitären Habitus. Diese Leute phantasieren sich alles Mögliche im Pippi-Langstrumpf-Modus herbei, nur um sich „gut“ und „fortschrittlich“ fühlen zu können. Na ja, die Dame ist noch jung.

    Ideologien leben letztlich immer davon, daß pauschal etwas „Gutes“ auserkoren wird – und diesem „Guten“ genauso pauschal etwas „Böses“ entgegengestellt wird. Die Begründungszusammenhänge und die Konstruktionen dieses „Guten“ und „Bösen“ sind zumeist beklemmend dumm und willkürlich, aber sie befriedigen das tiefe Bedürfnis, zu den „Guten“ zu gehören und das „Böse“ hassen und bekämpfen zu dürfen.

    Dieser Gut-Böse-Dynamik wird alles untergeordnet, sodaß die meisten Gender-Esoteriker intellektuell nicht mehr erreichbar sind. Das vermeintliche Gutsein wird zum Fetisch, zur fixen Idee. Das ist die DNA aller Ideologien. Völlig egal, ob sie einen linken oder einen rechten Anstrich haben.

    Wer es wagt, das Gute zu hinterfragen, ist dann folgerichtig ein Häretiker oder eben ein Frauenfeind. Irgendetwas Böses jedenfalls, das bekämpft werden muß. Es wäre zu schmerzlich, sich den eigenen Verleugnungszustand eingestehen zu müssen.

    Diese Dynamik erklärt, warum das, was Befürworter der Gendersprache als „Argumente“ präsentieren, derartig schlicht und undurchdacht ist. Im Grunde ist es die Angst, erwachsen zu werden und das vermeintlich Gute infrage zu stellen.

    Aber dieser Artikel soll nicht in eine tiefenpsychologische Therapie-stunde ausarten. Mehr dazu bei Alice Miller.

    Es ist jedenfalls erschreckend, auf was für eine extrem billige – nämlich rein formalistische – Weise Gender-Fans das generische Maskulinum zur Ausgeburt des Bösen erklären, das Frauen angeblich nicht repräsentiere, obwohl unsere Diktion tagtäglich das Gegenteil beweist.

    Aber wie gesagt: Solch herbeikonstruierte, simple Gut-böse-Schemata sind die Essenz jeder Ideologie.

     

    Unter dem Video von Julia Ruhs hat sich übrigens auch noch ein ausgemachter Professor für Literaturwissenschaft zu Wort gemeldet. Man sollte aber nicht meinen, daß dessen Ausführungen wesentlich klüger wären als die der beiden Twitter-Proleten, die hier bereits zu Wort kamen.

    Eigentlich sollte der Verriß dieser Äußerungen den Höhepunkt dieses Blogartikels darstellen. Denn der Professor blamiert sich wirklich sehr professionell. 🙂

    Ich wollte aber nicht, daß sich dieser Artikel zu sehr in die Länge zieht, und werde daher den Professor noch einmal gesondert zu Wort kommen lassen. Man hält es nicht für möglich, was ausgemachte „Wissenschaftler“ für einen Quatsch absondern können, sobald sie zur Gender-Religion konvertiert sind.

    Bis dahin vergnüge man sich mit den anderen Freunden der Gendersprache, die sich brutalstmöglich unter dem Video von Julia Ruhs tummeln.

    So wie dieser hier:

    Oder dieser: