Gendern bis zur Vergasung

Heute ist Führers Geburtstag. Aber damit hat es wohl weniger zu tun, wenn eine Redakteurin des Deutschlandfunks bis zur Vergasung gendert.

Im Deutschlandfunk gendert man ja sowieso bis zum Endsieg der totalen Geschlechtergerechtigkeit. Insofern ist es nicht weiter erwähnenswert, wenn ich heute mal einen Beitrag aus der Sportredaktion herausgreife und genauer bespreche. Der Beitrag ist repräsentativ für das ganze Programm des Deutschlandfunks und kann noch bis ins Jahr 2038 runtergeladen bzw. angehört werden.

In der Anmoderation gendert der Moderator schon fleißig drauf los und spricht von den „Athletinnen und Athleten“ sowie den „Sportlerinnen und Sportlern“. Es geht um die Olympischen Spiele in Tokio und die leidliche Frage nach dem Impfen der deutschen Teilnehmer.

Dann antwortet die Sportredakteurin Marina Schweizer und nervt den arglosen Hörer gleich mit folgenden kryptischen Worten, als sie vom Moderator nach der Lage der Dinge gefragt wird:

Der Deutsche Olympische Sportbund geht aktuell von 800 Personen aus, die zu Olympia fahren, und 300 Personen zu den Paralympics. Also da geht es um Athletinnen und Betreuer. Es bestehe Einigkeit, daß die Athletinnen und Athleten zeitgerecht vor den Olympischen Spielen geimpft werden sollen.

Wüßte man nicht, daß wir im Gender-Irrenhaus leben, so könnte man meinen, hier sei eben zuerst nur von weiblichen Athleten und männlichen Betreuern die Rede. Wir sind aber Akademiker und wissen daher bescheid, daß das sprachlicher Gender-Ablaßhandel ist und man eben auch mal einfach eine weibliche Form platziern will, um das eigene Gutsein zu zelebrieren – koste es, was es wolle.

Diese Praxis des Anarcho-Genderns, das dem normalen Deutsch und jeder Grammatik und Semantik Hohn spricht, ist die vierte Säule des heutigen Genderwahns – neben Doppelnennungen, Gender-Lücken und Gerundien. Binnen-I und andere ältere Genderliturgien bleiben hier mal außen vor.

Den Journalisten im Radio und Fernsehen ist unsere deutsche Sprache und ihre Sinnhaftigkeit so scheißegal – und ihr Gender-Kult derartig wichtig, daß sie guten Gewissens diesen widersinnigen Selektiv-Plural praktizieren. Daß das niemand im normalen Volk versteht geschweige denn praktiziert, ist ihnen ebenfalls egal.

Hauptsache, man hat mal wieder irgendwo eine weibliche Form untergebracht – sei es auch noch so bizarr und schizophren.

Es ist also eine gängige Variante des Genderwahns, bei mehreren Pluralformen in einer Aufzählung einige auch zu verweiblichen. Da kommt dann so etwas heraus wie „Ärztinnen und Apotheker“ oder „Fußgängerinnen und Radfahrer“.

Ich muß das wohl nicht weiter kommentieren. Man muß wohl schon richtig scheiße im Kopf sein, um so etwas fabrizieren zu können. Wir können wirklich froh sein, daß 75% der Menschen in Deutschland kein Abitur haben.

Das Frappante an obigem Zitat mit dem Anarcho-Plural ist, daß dort zwei Systeme des Plurals direkt nebeneinander stehen, die sich jeweils widersprechen. Der Redakteurin ist das offenbar egal. Zum einen der genderromantische und widersinnige „Selektivplural“ („Athletinnen und Betreuer“). Zum anderen die reine Lehre der Doppelnennung beider Geschlechter („Athletinnen und Athleten“). Na ja. Ich bin immer wieder fassungslos, wie unglaublich zwanghaft diese Sprachpraxis ist – also wie krank man im Hirn sein muß, um das überhaupt sprechen und vor sich selbst durchgehen lassen zu können.

Wo sind da die Kontrollinstanzen in unseren angeblich so seriösen Qualitätsjournalisten? Wie scheiße muß man im Kopf sein, wenn man nicht von allein auf die simple Frage kommt: Warum spreche ich dieses Deutsch nur, wenn ich auf Sendung bin?

Etwas später in dem Beitrag kommt dann dieser Satz:

Man wolle auf keinen Fall riskieren, daß die Athletinnen und Athleten, die Betreuer für andere anläßlich der Olympischen Spiele ein Infektionsrisiko darstellen.

Haben die „Athletinnen und Athleten“ nur männliche Betreuer oder was?

Oder soll ich als Hörer jetzt schnurstracks in einer Millisekunde umschalten und das generische Maskulinum wieder ins Recht setzen und das Wort „Betreuer“ geschlechtsneutral verstehen?

Was wollt Ihr eigentlich von mir als Hörer? Soll ich nun ein Fan des Gender-Idioms werden oder doch die schlümme, patriarchale Sprache anerkennen, die uns alle so diskriminiert? Was wollt Ihr Vollidioten eigentlich?

Man entschuldige bitte meine klaren Worte. Aber als proletarisierter Ossi kann ich nicht anders und frage mich schon, wo die Logik bei dem Ganzen geblieben ist. Ich habe schon verstanden, daß diese neue Sprache angeblich „geschlechtergerecht“ sein soll. Das habe ich kapiert.

Wo aber bleibt dann die Konsequenz? Warum wird überhaupt noch das generische Maskulinum verwendet, das ja „geschlechter-ungerecht“ ist?

Ihr Gender-Freaks müßt Euch schon entscheiden, was Ihr wollt. Beide Werte widersprechen sich. Entweder ist das generische Maskulinum eine schreiende Geschlechterungerechtigkeit – oder eben nicht. Folglich muß man als Normalbürger aus der realexistierenden Genderpraxis schließen, daß das ganze pseudo-moralische Brimborium um die angebliche „Gendergerechtigkeit“ ein Fake und Schwachsinn ist.

Ich bin so freundlich und erkläre diese Dinge hier. Menschen ohne Abitur brauchen das gar nicht. Die wissen sowieso, daß Gendern Schwachsinn ist. Gender-Zombies kapieren diese Dinge aber selbst dann nicht, wenn man sie ihnen halbwegs akademisch auseinandernimmt.

Da scheint man wohl etwas besoffen von der eigenen gefühlten Moral zu sein.

Anatol Stefanowitsch würde jetzt vermutlich antworten: Tja, wir müssen halt noch mehr gendern und den inneren Klassenfeind in uns bekämpfen, der manchmal doch noch zum generischen Maskulinum greift.

Die innere Klassenfeindin muß natürlich auch noch bekämpft werden. Ganz klar. Manchmal ist der Klassenfeind auch eine Frau oder „nonbinär“.

Na ja. Man kann diese Leute in ihrem infantilen moralischen Narzißmus und ihrer totalen Verblendung nur karikieren. Die Gendersprache in ihrem Lauf halten weder Ochs noch Eselin auf.

Im weiteren Verlauf des Beitrags erwähnt Marina Schweizer „Umfragen unter Athletinnen und Athleten“ und spricht in diesem Zusammenhang von „Antwortenden“. Dann sagt sie:

So wie es aussieht, wollen sich die Athletinnen und Athleten impfen lassen.

Dann werden wir auf einmal wieder mit dem generischen Maskulinum beglückt:

Man betont sehr stark, daß man sich den Schutz wünscht, möchte aber auf gar keinen Fall als Vordrängler gelten.

Von Gender-Zombies erwarte ich hier schon, daß man zumindest von „Vordrängelnden“ redet. Das sollte uns die „Geschlechter-gerechtigkeit“ allemal wert sein.

Dann wieder solch kryptische Zeilen:

Ob dafür Athletinnen und Athleten und deren Betreuer jetzt in der Impfreihenfolge vorgezogen werden müssen, das ist noch nicht klar.

Ihr kennt das Spiel. Die Betreuerinnen werden hier aber eindeutig sprachlich diskriminiert.

Dann dieser merkwürdige Satz hinsichtlich einer etwaigen Priori-sierung der deutschen Olympioniken:

Ob das fair ist, darüber diskutieren Beobachter jetzt schon seit ein paar Monaten […]

Ist die Gendersprache ein elitäres, ausgrenzendes Projekt? Oder warum ist es bei den „Beobachtern“ auf einmal nicht mehr so wichtig, das Volk über die enorme Geschlechtervielfalt in dieser Gruppe aufzuklären? Warum erfahren wir von „Athletinnen und Athleten“, nicht aber von „Beobachterinnen und Beobachtern“?

Dann das:

Das Team hat für viele den Charakter von deutschen Vertretern in der Welt.

Kein Kommentar. Bin gleich fertig mit der Horrorshow. Nur noch dieser Zombiesatz:

Und auch Kunst und Kultur könnten natürlich sagen, auch wir haben herausragende Vertreterinnen dieses Landes.

Wie scheiße muß man im Kopf sein, um solche Sätze formulieren zu können? Aber lassen wir das.

Puh. Das war ganz schön anstrengend, all diese sprachlichen Miß-geburten zu transkribieren. Ursprünglich ging es mir in diesem Artikel nur darum, mal einen Eindruck von einem ganz normalen, alltäglichen Radiobeitrag zu vermitteln, in dem bis zur Vergasung von „Athletinnen und Athleten“ gesprochen wird. Allein das ist ja schon absurd genug.

Bei genauem Hinhören fiel mir dann noch so einiges anderes auf – was aber dem üblichen Gender-Murks entspricht und keineswegs ungewöhnlich ist. Also vor allem die Inkonsequenz und Inkompetenz in der esoterischen Gender-Sprachpraxis. Fanatismus und Wahn-haftigkeit kommen noch hinzu, wenn man sich das letzte Zitat vor Augen führt und klarmacht, wie verstrahlt und deformiert man für solch eine Diktion sein muß.

Wer nicht regelmäßig den Deutschlandfunk hört und sich mal den ganz normalen Genderwahn im Radio zu Gemüte führen möchte, kann sich den hier durchexerzierten, vierminütigen Beitrag ja mal in Gänze anhören. Ich habe ihn mir auch für den Fall des Falles gespeichert.

Der Beitrag vermittelt gut, in was für einem Irrenhaus wir mittler-weile leben.

Und wie gesagt: Dieses „Deutsch“ muß man 24 Stunden am Tag ertragen. Es gibt kein Entrinnen.

Gendern, bis das „Soziolog:in“ kommt

Nur eine kleine Anekdote für zwischendurch. Es dürfte bekannt sein, daß die Genderfreaks Kulturbanausen und bildungsferne Spießer sind. Das muß ja so sein, denn es bedarf schon enormer Intelligenzvakanzen, wenn man angesichts des tagtäglichen Sprachgebrauchs meint, ein formal männliches Wort wie Bürger könne nicht auch Frauen repräsentieren.

Es ist daher wenig verwunderlich, daß die Genderfreaks auch bei ihrem ureigenen Gender-Esperanto ein klägliches Bild abgeben und es noch nicht einmal dort auf die Reihe kriegen, ihren eigenen Ansprüchen gerecht zu werden.

Wie Drogensüchtige suchen sie nach dem Kick der „Geschlechter-gerechtigkeit“ in ihrer Kunstsprache, ohne dabei zu realisieren, daß Männer dummerweise ja auch ein Geschlecht sind, das durch die „geschlechtergerechte“ Sprache repräsentiert werden muß.

Tja, und dabei kommt dann eben immer wieder so etwas heraus wie der folgende Tweet, den man heute auf dem Blog „Alles Evolution“ bewundern durfte:

Vor dem großen Gender-Sprung nach vorn haben wir diese Frage übrigens ganz unschuldig folgendermaßen formuliert – und natürlich auch ein Komma an der richtigen Stelle platziert:

Kann mir irgendein Soziologe erklären, wieso das so ist?

Aber was will man auch von diesen Gender-Fuzzis erwarten? Die fragen vermutlich auch bei einem Unfall, ob ein Arzt, eine Ärztin oder ein Arzt mit einem der anderen 60 Geschlechter zur Stelle ist.

Selbst die Professoren der Genderfront kriegen es ja nicht hin, ein halbwegs korrektes Deutsch zu formulieren. Sie scheitern an ihrer eigenen Kunstsprache, die sie so vehement verteidigen. Für diese „Wissenschaftler“ ist es oftmals einfach zu kompliziert, auch die männliche Form in ihren geschlechtergerechten Fehlgeburten unterzubringen. Sie benutzen wie von Sinnen ihre Gender-Codes, ohne zu realisieren, daß man eine deklinierte Form vor sich hat – oder eben einen Nominativ der auf e endet wie beim „Soziologen“. Ich erlaube mir mal als einfacher Bürger, diese Dinge den Herren „Sprachwissenschaftlern“ zu verklickern und gewisse Zweifel an der Kompetenz dieser Leute zu vermelden.

Auch die Rechtschreibreform entstammt ja im übrigen demselben Ungeist wie der Gender-Dialekt. Beides sind Anmaßungen größenwahnsinniger Linker, die bei Wörtern wie „Tradition“, „Nation“ oder „Identität“ nur den pawlowschen Reflex der Nazi-Paranoia zustande bringen. Und die so begeistert sind von ihren Idealen der sozialen Gerechtigkeit oder der Gleichberechtigung, daß sie völlig den Verstand verlieren und freundlicherweise auch noch den größten Unsinn mit diesen Idealen verknüpfen.

Im Vorfeld der Rechtschreibreform versprachen die Reformeiferer dem Volk und willfährigen Politikern, daß die Fehlerzahl bei Schülern um 70% abnehmen werde. Die Propagandisten der Gendersprache versprechen eine sogenannte „Geschlechtergerechtigkeit“, die angeblich eintrete, wenn man unsere Sprache feministischen Vorstellungen gemäß verstümmele.

Marxisten versprachen der Welt, daß mit dem Kommunismus das Ende der Geschichte einsetze und die Arbeiter nun endlich das Sagen hätten.

In allen drei Fällen fanden sich genug Leute, die um jeden Preis zu den Guten gehören, ein Teil des Fortschritts sein wollten.

Soziale Gerechtigkeit und Gleichberechtigung sind ja durchaus erstrebenswerte Ziele. Man kann diese Ideale aber auch ohne Wahnvorstellungen und fixe Ideen umsetzen.

Die Sprengung des Berliner Stadtschlosses und die Zerstörung diverser historischer städtischer Strukturen durch die „sozialistische Moderne“ sind ebenfalls eine Metapher für diesen linken Ungeist, der wenig Skrupel hat, wenn es um die Verwirklichung einer vermeintlich besseren Zukunft geht.

Und man muß einmal mehr darauf hinweisen, daß auch die heutigen Kulturverbrechen einem marxistisch grundierten Größenwahn Denken entspringen. Getreu dem Motto: Nur wir kennen die historischen Gesetzmäßigkeiten und wissen, wo‘s lang geht. Wer zweifelt, ist konterrevolutionär – um nicht zu sagen: Klassenfeind!

Das vermeintlich Überkommene, das Vertraute und Bewährte, wird zwanghaft dämonisiert, während der vermeintliche Fortschritt ebenso zwanghaft und willkürlich mit positiven Attributen versehen wird – komme er auch noch so lächerlich und weltfremd daher wie ein Binnen-I oder eine Gender-Lücke. Wir Ossis kennen dieses Muster zur Genüge.

Unsere Generation darf quasi live einen linksradikalen Wahn in Aktion studieren. Und es ist heute bereits klar, daß die Sache ähnlich jämmerlich enden wird wie das marxistische Experiment des 20. Jahrhunderts. Diese Parallelen im Denken und Handeln sind ja nur zu offensichtlich, und eigentlich müßte man solche Betrachtungen wie diese hier in einem Blatt wie der „Zeit“ oder der „FAZ“ lesen können – wäre unsere Gesellschaft nicht so hoffnungslos linksverblödet.

Eine kleine Ironie hält die Gender-Wortmißgeburt „Soziolog:in“ dennoch für uns parat: So wie die sogenannte „Gleichstellung“ eigentlich nur unter dem Vorzeichen Frau stattfindet und verstanden wird, so ist auch die sprachliche „Gleichstellung“ allein auf weibliche Endungen fixiert – und dies führt dummerweise immer wieder dazu, daß männliche Belange vernachlässigt werden.

Die Gendersprache sollte man also durchaus als Metapher für den Gleichstellungswahn in Deutschland und im westlichen Kulturkreis ansehen. Man erfindet geradezu fetisch- und fieberhaft vermeintliche Benachteiligungen von Frauen, meist auf einer rein formalen, hoch spekulativen Ebene.

Während die gleichen Standards bei Männern auf einmal keine Rolle mehr spielen und nicht angewendet werden.

Für mich ist es sowieso ein Rätsel, wieso man über diesen ex-orbitanten Schwachsinn überhaupt Texte schreiben muß.

Es sagt viel über unsere Gesellschaft aus, daß 99% Prozent der in der Öffentlichkeit stehenden Personen wie z.B. Journalisten, Politiker, Wissenschaftler, Kulturschaffende etc. nicht den leisesten Schimmer von diesen Dingen haben – und vollkommen identisch sind mit diesem universellen feministischen Verblendungszusammenhang.

Britta freut sich über mehr „#Vielfalt #Geschlechtergerechtigtkeit“

Na, da freuen wir uns doch mal mit der lieben Britta. Endlich dürfen wir im Bundestag Gender-Sterne und weiteres Gedöns verwenden. Das Patriarchat ist kurz vor seinem wohlverdienten Ende.

Denn wir wissen ja: Sprache bestimmt unser Bewußtsein. Durch Sprache wird die Wirklichkeit erst zur Wirklichkeit. Bombardiert man uns also nur lange genug mit Gender-Sternen, Gender-Lücken, Gender-Gerundien und anderen ätzenden Überflüssigkeiten, so werden selbst die renitentesten alten, weißen Männer zu kastrierten Lila-Pudeln.

Interessant ist, daß diese Frau offenbar wirklich glaubt, Gender-Sterne und anderes Gedöns seien tatsächlich „geschlechtergerecht“. Also sie nimmt diesen Begriff offenbar völlig ernst. Sie ist augenscheinlich noch nie auf die Idee gekommen, dieses Konstrukt zu hinterfragen. Dabei sind doch gerade viele Linke wahre Experten im Dekonstruieren.

Britta Haßelmann ist übrigens Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Solch kompetente Damen spült die Frauenquote also in die Bundespolitik.

Dieselbe Britta rätselt vermutlich auch, woher der schlimme Rechtspopulismus kommt und was es mit der grassierenden Politikverdrossenheit so auf sich hat, wo Britta doch so tolle Sachen im Bundestag macht.

Ein relativ alter, weißer Mann kann nicht anders und übt sich in männlich-dominantem Verhalten angesichts von Brittas Freudentweet:

britta-hasselmann-twitter-gender-stern-bundestag

Der Kampf gegen das Patriarchat muß wohl noch ein bißchen weiter gekämpft werden.

Und Britta ist ganz vorn dabei.

Nicht ganz geschlechtergerechte Sprache auf „Spiegel Online“

Schockiert las ich jüngst auf „Spiegel Online“, wie eine Autorin in einem Artikel über Lebenskrisen und Resilienz das generische Maskulinum verwendete und damit unzählige Frauen diskriminierte.

Zunächst schreibt Redakteurin Elisabeth Schönert brav von „jedem und jeder“, die es treffen könne. Wunderbar! Auch ich als Mann fühle mich hier verbal angesprochen und sprachlich respektiert. So soll es sein.

spiegel online geschlechtergerecht gendersprache

Dann aber dieser Fauxpas:

Auf dem Gipfel des Erfolgs reißt es einen hinunter in eine tiefe Krise.

Das hat mich schon schockiert, daß „Spiegel Online“ hier so fahrlässig mit unserer Sprache umgeht. Wie sollen sich Frauen von einem Satz repräsentiert fühlen, in dem nur von einem die Rede ist, nicht aber von einer?

„Spiegel Online“ ist noch weit entfernt von einem gendersensiblen Sprachbewußtsein. Männliche Formen verstecken sich auch in den hintersten Ecken unserer schönen, aber leider korrekturbedürftigen deutschen Sprache. Man denke nur an diskriminierende Wörter wie „Arztpraxis“ oder „Freundschaft“. Es wird Zeit, daß Angela Merkel einen großen, überparteilichen Gender-Gipfel einberuft, um aus der Männersprache Deutsch endlich eine gerechte Sprache zu machen. Dieses Thema darf sie nicht den Sozialdemokraten überlassen.

Aber Spaß beiseite: Eine der dümmsten Formulierungen des Genderwahns ist wohl „jeder und jede“ – als „geschlechtergerechter“ Ersatz für „jeder“. Wie verpeilt muß man sein, um so etwas schreiben oder sagen zu können? Wie ideologisiert muß man sein, wenn man sich als Frau vom Satz „Es kann jeden treffen.“ nicht repräsentiert fühlt?

Gerade an solchen Konstruktionen wie „jeder und jede“ zeigt sich die Redundanz der Gendersprache. Denn beim Wort „jeder“ assoziieren wir noch viel weniger nur oder überwiegend Männer als z.B. beim Wort „Bürger“. Das Wort „jeder“ ist von der Assoziation her so geschlechtsneutral, wie es nur irgend sein kann. Gerade weil es im Gegensatz zu „Bürger“, „Lehrer“ oder „Patient“ eben nie in einem konkret männlichen Sinne gebraucht wird.

Auch an solchen Momenten erkennt man, was für ein paranoides Wahngebilde diese sogenannte geschlechtergerechte Sprache ist.

Feministische Sprachwissenschaftler versuchen ja beständig, mit gekünstelten Experimenten und realitätsfernen Beispielsätzen, die tatsächlich zu stärkeren männlichen Assoziationen führen, unsere Alltagssprache als „sexistisch“ zu denunzieren. Dumm nur, daß viele dieser konstruierten Sprachsituationen selten bis nie im Alltag stattfinden.

Davon abgesehen geht es niemanden etwas an, was wir in unserem Alltag oder sonstwo assoziieren. Jeder hat das Recht, sich so viele alte, weiße Männer vorzustellen, wie er möchte. Zudem assoziieren wir im Sprachalltag eben gerade nicht ständig bewußt drauf los und stellen uns neurotische Fragen zur „Geschlechterrepräsentanz“. Vielmehr sind wir dem generischen Maskulinum schlicht und einfach dankbar dafür, daß es das Sprechen so einfach macht.

Es ist schon merkwürdig, daß die Gendersprache nicht als feministische Neurose von Frauen mit Minderwertigkeitskomplexen erkannt und auf dem Müllhaufen der Geschichte entsorgt wird.

Die Experimente der Gender-Linguisten sind also eben gerade nicht auf die Alltagssprache übertragbar. Das sind zwei völlig verschiedene Welten. Wie zwanghaft und orwellesk sind diese „Wissenschaftler“ drauf, daß sie überhaupt auf die Idee kommen, derartig plump unsere Alltagssprache zu denunzieren und verändern zu wollen?

Vielleicht liegt es ja daran, daß diese Leute keine Linguistik betreiben, sondern „feministische Linguistik“. Sie selbst nennen das so. Echte Wissenschaftler würden nämlich anerkennen, daß unsere Sprache schlicht und einfach funktioniert – statt sich krude Experimente auszudenken, deren Ergebnisse in jedem Fall irrelevant sind.

Echte Wissenschaftler hätten auch so viel Grips, sich zu fragen, warum sich unsere Sprachpraxis nicht die Bohne für die Ergebnisse feministischer Sprachexperimente interessiert. Nur feministische Linguistinnen schaffen es ja offenbar, daran zu glauben, daß Menschen ohne Abitur auch nur einen Deut von ihrer Diktion abwichen, weil man an der Uni angeblich „bewiesen“ habe, daß das generische Maskulinum zu weniger „gedanklicher Repräsentation von Frauen“ führe.

Immerhin zeigen diese Pseudowissenschaftler mit diesem Gebaren, daß sie in einer realitätsfernen Blase leben, sich maßlos selbst überheben und besser in einer Diktatur oder Sekte aufgehoben wären. Sollen diese Leute ihren Studenten doch mal einen Satz wie diesen hier vorlegen:

Jeder ist herzlich eingeladen.

Die Assoziationen wären mal interessant. Aber eben auch letztlich egal.

Weil Forschung eben nicht dazu da ist, Sprachinquisition zu betreiben und Geld zu verplempern für solch lächerliche Studien, die letztlich nur dazu dienen, feministische Ideologie zu stützen. Kein normaler Mensch käme auf die Idee, unsere Sprache, die sich tagtäglich bewährt, für illegitim zu erklären und sich zu einem linguistischen Dr. Frankenstein aufzuspielen.

Die Gender-Esoteriker meinen ja, mit ihren weltfremden Spielereien eine „gerechte Sprache“ zu erschaffen, die aber doch nie lebensfähig sein wird. Frankensteins Monster hat Geschwister im Reich der Sprache bekommen: Sie heißen Gender-Sternchen, Professx, Studierx, Binnen-I und Gender-Gap.

Die Gender-Alchimisten versuchen ihrer Kunstsprache genauso Leben einzuhauchen wie Dr. Frankenstein seiner Kunstkreatur.

Und man muß sich an dieser Stelle immer wieder fragen: Glauben diese Spinner wirklich, daß ihre monströsen Schöpfungen je auch nur den Hauch einer Überlebenschance hätten? Der Gender-Schwachsinn dieser Leute zeugt schon von einem enormen, weltfremden Narzißmus. Man wundert sich, was die Universität für ein Ort ist, wenn solche Sektierer dort ihren Unsinn verbreiten dürfen.

Zu der absurden Redundanz der Gendersprache, wie sie sich bei „jeder und jede“ zeigt, gesellen sich noch zwei andere Aspekte: Inkonsequenz und Inkompetenz.

Denn häufig betreiben Journalisten und öffentliche Personen zwar brav ihren feministischen Ablaßhandel, indem sie die Gendersprache anwenden, dies aber nur sehr halbherzig und inkompetent tun.

Der oben zitierte Satz müßte also – wenn die Postulate der geschlechtergerechten Sprache wirklich ernst gemeint sind – wie folgt lauten:

Auf dem Gipfel des Erfolgs reißt es einen oder eine hinunter in eine tiefe Krise.

So gendergerecht will man es dann aber auch wieder nicht. Man will sich ja nicht lächerlich machen. Wobei Feministinnen durchaus solche Sätze fabrizieren. Denen ist nichts peinlich.

Wenn man also bei „Spiegel Online“ in Hamburg wirklich das Sturmgeschütz der „Geschlechtergerechtigkeit“ sein will, dann muß man schon etwas mehr bieten in Sachen Konsequenz und Kompetenz bei der Anwendung des Gender-Unsinns.

Davon abgesehen fragt man sich besorgt, was mit all den „anderen Geschlechtern“ ist, die sich nicht durch „jeder und jede“ oder „einen und eine“ repräsentiert fühlen mögen.
Wenn es diese „Geschlechter“ wirklich gibt – und Gender-Forscher glauben fest daran -, dann muß ein modernes Medium wie „Spiegel Online“ sie doch auch repräsentieren.
Was sagt die Gleichstellungsbeauftragte im Verlag dazu? Ein „Leitfaden“, eine „Empfehlung“ muß her. Mindestens aber ein öffentliches Bekenntnis zu „inklusiver Sprache“ und mehr „Gendergerechtigkeit“.

Ich persönlich glaube, die Archäologen und Historiker der Zukunft werden mal so auf den Gender-Quatsch schauen wie wir heute auf Hexenwahn, Voodoo-Kult und Alchimie.