Jauchzet, frohlocket: In Mecklenburg-Vorpommern ist das Matriarchat auferstanden!

Als Hörer des Deutschlandfunks ist man eigentlich schon einiges ge-wohnt. Im Programm wimmelt es nur so von Forschenden, Mitar-beitenden, Umweltschützenden, Künstler*innen, Politiker*innen und Aktivist*innengruppen. Wie Menschen freiwillig derartig ihr Gehirn erweichen können, ist mir immer wieder ein Rätsel.

Im selben Programm ist auch ewig wiederkehrend ein Wehklagen darüber zu hören, daß schlümme Rechtspopulisten – meistens ohne Gender-Stern – zu einer Polarisierung und Verrohung der Diskurse beitrügen. Im linken Milieu ist man da offenbar völlig unschuldig und erfreut sich an so tollen Dingen wie der „Geschlechtergerechtigkeit“.

Eigentlich wollte ich jüngst ein Interview vom Deutschlandfunk down-loaden, in dem der Moderator im Zusammenhang mit der französisch-australischen U-Boot-Affäre von „Arbeiterinnen und Arbeitern in den Werften“ sprach. Ein wichtiger Beitrag für mehr Geschlechtergerech-tigkeit – und gegen die Polarisierung unserer Gesellschaft.

Doch dann erblickte ich dies:

 

landtagswahl-mecklenburg-vorpommern-kandidatinnen-deutschlandfunk-generisches-femininum

 

Mecklenburg-Vorpommern hat sich offenbar von der Öffentlichkeit unbemerkt zum Matriarchat gewandelt. Zur Landtagswahl sind dort augenscheinlich nur Frauen zugelassen. So verstehe ich das jedenfalls, der ich ein Fan der Leichten Sprache bin und keinen Abschluß in Gender Studies vorzuweisen habe.

Man muß das nicht weiter kommentieren.

Aber womöglich liegt es auch an solch einer völlig irren und esoterischen Kunstsprache, daß der eine oder andere Politiker keinen Bock mehr darauf hat, den Staatsfunk weiter zu päppeln.

Nur so ein spontaner Gedanke von mir.

Eines aber möchte ich gerne noch anmerken zum Matriarchat von MeckPomm: Das sogenannte generische Femininum ist nichts weiter als eine Fiktion geisteskranker, feministischer Sprachwissenschaftler, die von Sprache ungefähr so viel verstehen wie ein Pinguin vom Fliegen. Das generische Maskulinum verdanken wir nämlich nicht irgend-welchen irren Akademikern, die sich mal irgendwann hingestellt haben und behaupteten, es gebe ein generisches Maskulinum.

Wir verdanken es einer gelebten Sprachrealität, einer selbstverständ-lichen Sprachpraxis, die universell ist und die man tagtäglich studieren kann. Wir verdanken es auch der strukturellen Männlichkeit unserer Sprache, die sich u.a. darin zeigt, daß die weiblichen Formen zumeist nur effeminierte Maskulina sind. Weibliche Personenbezeichnungen wie „Politikerin“ oder „Schauspielerinnen“ sind also quasi nur Weiterentwicklungen der männlichen Vorlage und wären ohne diese gar nicht vorstellbar. Und diese Formen sind nun mal dummerweise länger und damit umständlicher als die männlichen. Das Männliche ist also auch formal und strukturell die Basis unserer Sprache.

Der Begriff des generischen Maskulinums fußt also auf einer realen Empirie. Das generische Maskulinum ist kein akademisches Postulat, es ist gelebte Realität. Und diese Realität funktioniert. Sie ist nicht ausgedacht, sondern Teil des sprachlichen Unbewußten.

Ganz anders das generische Femininum. Es ist nichts weiter als eine begriffliche Polemik, eine beleidigte Behauptung, eine fixe Idee, die rein gar nichts mit dem Sprachalltag zu tun hat. Eine Art feministischer Minderwertigkeitskomplex, weil die Geschichte dummerweise dafür gesorgt hat, daß die DNA unserer Sprache auf formaler Ebene männlich ist – was normalerweise übrigens keine Sau interessiert.

Man muß sich auch immer wieder klarmachen, daß diese reinen Formalia im Sprachalltag keinerlei Belang haben und niemanden hinter dem Ofen hervorlocken. Niemand nimmt daran Anstoß, fühlt sich benachteiligt oder „privilegiert“. Es braucht unfaßbar neurotische, zwangsgestörte und vom Staat bezahlte Akademiker – für die das Verdikt „feministische Gehirnerweichung“ noch sehr diplomatisch formuliert ist -, um in unserer formal männlich basierten Sprache ein „Problem“ zu erkennen. An diesen Leuten sieht man immerhin schön, daß man auch mit einem hochentwickelten Intellekt in die falsche Richtung denken und den größten Unsinn auf Erden produzieren kann.

Der Elfenbeinturm macht’s möglich. Und natürlich noch eine gehörige Portion Größenwahn.

Komisch, daß Leuten, die sich gemeinhin als „links“ oder „progressiv“ verstehen, derartig die Volksnähe abgeht. Ein Sprachwissenschaftler, der behauptet, es gebe ein generisches Femininum oder es lasse sich zumindest etablieren, ist ein kompletter Vollidiot und hat an der Universität nichts verloren.

Anatol Stefanowitsch ist so ein „Sprachwissenschaftler“, der ans sprach-liche Matriarchat glaubt und an einer schweren Moralneurose leidet.

 

„Es ergibt aus der Sicht des Sprachsystems heraus nicht mehr Sinn, eine männliche Form zu verwenden, um auch Frauen mit zu meinen, als eine weibliche Form, um auch Männer mit zu meinen.“

Anatol Stefanowitsch,
Empirieverweigerer und fanatisierter Ideologe

 

Bei diesem und anderen profeministischen Kastraten handelt es sich auch deshalb um exorbitante Nichtsblicker, weil sie noch nicht mal realisieren, daß sich auch auf der rein formalen Ebene das generische Maskulinum geradezu aufdrängt, da es sich dabei ja im wesentlichen um eine Vereinfachung, eine Verschlankung der Kommunikation handelt.

Das ist mit dem Femininum naturgemäß deutlich schwieriger, da es sich dabei schon formal um ein Kompositum der männlichen Form handelt, wenn man so will, eine Verkomplizierung, eine Verweiblichung der männlichen Originalform.

Bereits auf formaler Ebene ist das Femininum ein Spezifikum der an sich neutralen Grundform. Man muß also schon gehörig plemplem sein, wenn man wie gewisse Sprachwissenschaflter einfach so behauptet, das Femininum biete sich genauso gut und plausibel als Generikum an wie das Maskulinum. Das Femininum ist von seinem Wesen her bereits ein Spezifikum, während das Maskulinum die Basis darstellt.

Was sind das für Professoren, die diese zwingenden und peinlichen Offensichtlichkeiten nicht auf die Reihe kriegen bzw. in ihrem femi-nistischen Wahn geflissentlich ausblenden?

Leuten, die keine feministischen Minderwertigkeitskomplexe haben, ist die männliche DNA des Deutschen egal. Es braucht geistesgestörte Akademiker, die diese Gegebenheit zu einem „Problem“ erklären und sich als Gerechte unter den Völkern inszenieren.

Das alles sind unfaßbar simple Betrachtungen, zu denen jeder Laie fähig ist – so auch ich. Und ich würde mich sehr glücklich schätzen, wenn dem einen oder anderen Leser an diesem Punkt plastisch klarwird, was für Irrenhäuser unsere Universitäten mittlerweile sind.

Es ist deshalb wichtig, daß wir die gendergestörten Hochschullehrer und deren Claqueure in den Qualitätsmedien auch mit aller Emphase als grenzenlose Vollidioten bezeichnen, die aufgrund ihrer Ideologisierung nicht eins und eins zusammenzählen können. Bei solch einem Grad der Verdummung und freiwilligen intellektuellen Selbstverkrüppelung im Namen der feministischen Weltrevolution hört der Spaß auf.

Diese Jakobiner der „Geschlechtergerechtigkeit“ verstehen die einfachs-ten Sachverhalte nicht, weil sie ihrer Ideologie zuwiderlaufen. Jeder Laie kann diese Leute vorführen.

Sprache ist nicht dazu da, um rein formal Geschlechter abzubilden, sondern um real zu funktionieren, um Inhalte unkompliziert an den Mann zu bringen. Sie ist auch nicht dazu da, um die Fiktion der angeblichen Frauenbenachteiligung am Köcheln zu halten oder das eigene Gewissen aufzurichten. Es bedarf einer wahrhaftigen Geisteskrankheit, um aus Klassenkameraden Klassenkameradinnen und Klassenkameraden zu machen – oder aus Mitschülern Mitschülerinnen und Mitschüler. Genau darauf haben die meisten Leute keinen Bock. Sprachfluß und Ästhetik sind ihnen wichtiger als pseudomoralische Zwangsneurosen im Gender-Zeitalter.

Das Verstörendste an diesen Pseudowissenschaftlern an der Universität ist ja, daß sie nicht begreifen, daß Sprache – wenn man so will – ein lebendiger Sinn ist, der sich letztlich nur durch das alltägliche Sprechen konstituiert. Und der vor allem nicht akademisch verhandelbar ist.

Was für ein absurdes und paranoides Verhältnis muß man zu unserer Sprache haben, wenn man diesem „Lebewesen“, das seit jeher hervorragend funktioniert, auf einmal irgendwelche Mängel andichtet? Auf rein formaler Ebene? (Rechtschreibreform, ick hör dir trapsen.) Wie komplett gehirngewaschen muß man dafür sein? Obwohl man jeden Tag sehen könnte, daß die vermeintliche Geschlechterungerechtigkeit eine Fiktion ist? Und obwohl man selbst jahrzehntelang so gesprochen hat – ohne Verständigungsprobleme?

Ich finde, man muß diesen kafkaesken Irrsinn auch deutlich beim Namen nennen. Deshalb pflege ich hier auch eine sehr eindeutige Sprache.

Gender-Freaks glauben also, nur weil sie möglichst dämlich ein generisches Femininum postulieren, sei dieses nun in der Welt, funktioniere und etabliere sich. Es ist aber eben nur ein leerer Begriff, keine Substanz. Und diese Substanz läßt sich auch nicht erzeugen, da niemand so spricht und sprechen will. Mal ganz abgesehen von der Absurdität, daß sich schon auf rein formaler Ebene das Maskulinum als guter Vertreter für alle regelrecht aufdrängt.

Auch die sogenannte Geschlechgerechtigkeit ist ein leerer Begriff, da sie auf inhaltlicher Ebene längst existiert. Der vermeintliche Sexismus unserer Sprache wird nur auf formaler Ebene konstruiert – in einem Akt der totalen Gehirnerweichung. Was ich hier schreibe, kann man also auch etwas abgewandelt auf sämtliche anderen Unarten und Fehlgeburten des Gender-Wahns beziehen.

 

„Ich verwende allerdings auch oft das generische Femininum, einfach, weil der überwältigende Teil meiner Studierenden weiblich ist.“

Anatol Stefanowitsch in einem Interview

 

Für das generische Femininum gibt es im gemeinen Volk keinen Verständnishorizont. Übrigens auch nicht bei den Damen und Herren Gender-Freaks. Sie wollen sich nur nicht eingestehen, daß es sich um ein reines Phantasiegebilde, um Lego-Sprache handelt, die sie nur für ihre persönliche Gewissensonanie und nur in ganz bestimmten Kontexten praktizieren. Sie müssen sich für das generische Femininum und andere Gender-Unarten bewußt verstellen. Auch in ihrem Sprachverständnis sitzt das generische Maskulinum natürlich fest im Sattel. Sie bemühen sich nur – kleinen Kindern nicht unähnlich -, das vor sich selbst und der Welt zu verheimlichen.

Daß Kommunismus und Marxismus – ähnlich wie die Gendersprache – ebenfalls irgendwie nicht funktionieren, mußten deren Anhänger übrigens auch jahrzehntelang vor sich selbst verheimlichen. Auch diese Ideologien beruhen auf hehren, aber weltfremden Gerechtigkeitspostu-laten – wie letztlich jede Ideologie.

Kurzum: Es ist immer wieder ein erschütterndes Erlebnis zu realisieren, wie strunzdumm vermeintliche Experten sein können. Man kann das gar nicht laut genug herausschreien. Das Konstrukt des generischen Femininums ist letztlich ein Kündigungsgrund, eine wissenschaftliche Disqualifizierung. Ein unwillkürlicher Beleg dafür, wie Ideologie Wissenschaft korrumpiert. Ausgemachte Professoren können nicht zwischen Form und Inhalt unterscheiden.

Es ist also ein Akt der Emanzipation, wenn das Volk sagt: Fickt Euch Ihr häßlichen Mißgeburten, steckt Euch Eure geisteskranke Gender-Scheiße in den Arsch!

Wollte ich nur mal gesagt haben. 🙂

Gender-Zombies: Nicole Diekmann

Zombie ist ein geschlechtsneutraler, gendergerechter Begriff. Sowohl Frauen als auch Männer können Zombies sein. Zombie bleibt Zombie.

Jüngst ward ich eines kleinen Videos gewahr, das nur schwer auszuhalten ist. Dort gendert eine Nachrichtenredakteurin des ZDF, als gäbe es kein Morgen mehr:

 

Ich konnte mir nicht vorstellen, daß unsere öffentlich-rechtlichen Lügenpressekasper mittlerweile derartig durchgeknallt sind – bis ich dieses Video sah. Wie krank muß man in der Birne sein, um derartig sprechen zu können?

Ach, ich vergaß. Es geht ja um’s hehre Ideal der „Geschlechter-gerechtigkeit“. Da kann man ruhig auch ein bißchen krank in der Birne sein. Geschlechtergerechtigkeit ist es allemal wert. Wer weiß? Wenn sich das durchsetzt, sind wir alle Kasper und es fällt gar nicht mehr auf.

Bei den Privaten wird weniger bis gar nicht gegendert. Aber das hat bestimmt nichts damit zu tun, daß sich diese Sender an der Nachfrage ausrichten müssen.

Diese öffentlich-rechtlichen TV-Kasper zeigen ja mit ihren Auftritten unfreiwillig einer breiten Öffentlichkeit, wie extrem naiv und anpasserisch sie sind. Denn ein kritisch denkender Mensch erkennt natürlich innerhalb weniger Sekunden, wie unsagbar lächerlich und infantil die Moral- und Gerechtigkeitspostulate der Gender-Narretei sind.

Es bedarf nur geringster Anstrengungen, um dies zu durchschauen. Mir kommen diese Gender-Zombies im öffentlich-rechtlichen TV so vor wie Kinder, die an den Weihnachtsmann glauben.

Spricht Frau Diekmann eigentlich so auch mit ihren Freunden, ihren Eltern, ihrem Nachwuchs?

Oder ist Geschlechtergerechtigkeit doch nur der schnelle Kick in der persönlichen Gewissensökonomie?

Man muß sich immer klarmachen, daß unsere Journalistenkasper sich nicht die einfachsten Fragen stellen können, so infantilisiert sind sie bereits. Sie wollen nichts sehnlicher als an der Mutterbrust des Guten nuckeln.

Glücklicherweise lebe ich seit über 20 Jahren ohne Fernseher, sodaß ich zumindest in dieser Hinsicht von der Gender-Geisteskrankheit verschont bleibe. Ich bin aber trotzdem schockiert darüber, in was für Zombies sich die Erben von Hanns-Joachim Friedrichs, Dagmar Berghoff und Wolf von Lojewski verwandelt haben.

Ich stelle mir gerade vor, wie Dagmar Berghoff gendert. Gut-menschentum ist wohl das Hauptunterscheidungsmerkmal zwischen der heutigen und der verflossenen Journalistengeneration.

Das Video zeigt immerhin schön, in was für einer Parallelwelt sich unsere Zwangsgebührenprofiteure bewegen. Die Blase muß eminent sein. Normale Menschen würden sich bei diesem akustischen Gender-Terror in Grund und Boden schämen.

Vielleicht steckt ja der Islamische Staat hinter solchen Gender-Attentaten und will, daß wir uns von unserer degenerierten westlichen Kultur weiter entfremden und zum Islam überlaufen. Im Koran wird bestimmt nicht gegendert.

Unsere autistischen Medienzombies können sich offenbar nicht mehr in die Fremdwahrnehmung, in den Blick von außen einfühlen. Wir haben mittlerweile erschreckende Zustände sowohl in Politik als auch in der Medienlandschaft.

Ich werde wohl demnächst eine Rubrik „Zombies“ einrichten, in der ich Befürworter und Praktikanten der Gendersprache zu Wort kommen lasse. Die bizarrsten Statements und Auftritte können dort dann bestaunt werden.

 

Auf Wikipedia erfahren wir über Nicole Diekmann übrigens dies hier:

Nicole Diekmann studierte von 1997 bis 2004 Soziologie, Politikwissenschaften und Neuere und Neueste Geschichte in Münster und Hamburg. Im Anschluss absolvierte sie von 2004 bis 2005 eine Ausbildung zur Redakteurin an der Deutschen Journalistenschule in München.

Intelligent wird man an der Universität also nicht. Dafür spricht auch der naiv-dümmliche Titel eines Buches, das Diekmann 2021 publizierte:

Die Shitstorm-Republik. Wie Hass im Netz entsteht und was wir dagegen tun können.

Au weia!

Ich schreibe übrigens auch gerade ein Buch. Denn ich bin gebildet und will das Gute. Mein Buch wird folgenden Titel haben:

Die Gender-Vollidioten. Wie der Haß auf die deutsche Sprache entstand und was wir dagegen tun können.

Als Ossi ist mir übrigens aufgefallen, daß die Dame Diekmann ein westzonales Gewächs ist. Damit reiht sie sich ein in die Phalanx der demokratiesozialisierten Gender-Zombies um Claus Kleber, Anne Will und Petra Gerster, die uns allesamt vor dem sprachlichen Patriarchat bewahren wollen.

Bisher kenne ich im TV nur Wessis, die den Gender-Dialekt praktizieren. Es würde auch wenig zur Ostseele passen, da im Osten kultureller Selbsthaß und schnöselhafte, narzißtische Pseudo-intellektualität naturgemäß geringer ausgeprägt sind. Und diese Zutaten sind nun mal essentiell für die Gender-Operette.

Zur Zukunft der Gendersprache und zu ihrem obigen Talkshow-Auftritt ließ Nicole Diekmann übrigens Folgendes verlauten:

Also, ich glaube nicht, dass wir zurückgehen werden, das ist jetzt irgendwie in der Welt, und … Egal, wieviel Häme man dafür bekommt, und die bekomme ich zum Beispiel im Moment.

Ich hab ja Die Shitstorm-Republik geschrieben, habe das dann auch im Fernsehen mal vorgestellt in den letzten Wochen, unter anderem in der Sendung Maischberger, und habe da gegendert, und was habe ich darauf bekommen? Haha, einen Shitstorm.

Die Frau ist nicht mehr jung. Sie ist 43 Jahre alt. Da könnte man schon etwas mehr Intelligenz vermuten. Hört sich stark nach unbedarftem Barbie-Püppchen mit Annalena-Syndrom an.

Schon der erste Satz offenbart eine jede Dimension sprengende Dummheit. Mit 43 Jahren und als gutbezahlte Nachrichtentante könnte man schon ein bißchen ein Gespür für die Marotten und Flüchtigkeiten des Zeitgeists haben. Schlaghosen, Schulterpolster und Tamagotchis waren auch mal in der Welt.

Wobei diese Phänomene sehr viel mehr Fans hatten als die Gender-Seuche. Mir ist jedenfalls noch nie ein Normalbürger in meinem Alltag begegnet, der gendert.

Man muß das Denken regelrecht verachten, wenn man ernsthaft glaubt, daß diese Vollidiotensprache in 20 Jahren noch irgendeine Rolle spielen würde. Und dann vergegenwärtige man sich noch diese dreiste Infantilität und Egozentrik, mit der Frau Diekmann die Kritik an ihrer aufdringlich-übergriffigen Kunstsprache ins Lächerliche zieht. Was interessieren mich die Gebührenzahler?

Mir kann das ja egal sein. Es gibt wahrlich Schlimmeres auf diesem Planeten. Die Menschheit hat die Pest überstanden. Sie wird Corona überstehen. Und sie wird auch vom Gendern nicht untergehen. Und ein paar Jahre kann man es durchaus noch ertragen, daß sich erwachsene, vermeintlich bildungsnahe Gutmenschen vor der Kamera zum Honk machen.

Das Privatfernsehen hat in dieser Hinsicht mit bildungsfernen Proletariern und C-Promis auf Südseeinseln, in Containern oder Vormittagsshows bereits beeindruckende Standards gesetzt.

Warum sollten ARD und ZDF da hintanstehen? Jeder darf sich zum Vollhonk machen. Auch studierte Bildungsbürger.

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen muß die gesamte Gesellschaft abbilden.

Mutti merkelt – und gendert noch ein bißchen

In ihrer unnachahmlichen, wunderbaren Weise merkelte sich Merkel gestern durch das Abendprogramm des Deutschlandfunks – und verwöhnte uns auch noch ein bißchen mit gegenderten Worten. Selbst unsere oberste FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda kommt also nicht mehr ums Gendern herum – und das heißt einiges angesichts der doch eher gering ausgeprägten Intellektualität unserer Landesmutti.

Aber dazu später mehr. Bevor ich nun gleich ein Zitat von Mutti durchkauen werde, möchte ich die Gelegenheit beim Schopfe packen und ein paar Absätze darauf verwenden, um auf die eminent großen Gefahren der immer weiter um sich greifenden Ossiphobie hinzuweisen, die in keinem Antidiskriminierungsgesetz Erwähnung findet, aber immer mehr unsere Demokratie bedroht. Dabei sind wir Ossis eigentlich eine ganz tolle, bunte Spezies, die jeden Diversitybeauftragten in Entzückung versetzen müßte.

Ich sage nur: Wehret den Anfängen!

Anlaß für Merkels Merkeln war das turnusgemäße Techtelmechtel unserer Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Ostzone zu Fragen der deutschen Einheit. Der Ostbeauftragte der Bundesregierung Marco Wanderwitz hatte – ebenfalls nicht sonderlich intellektuell veranlagt – behauptet, ein großer Teil der ostdeutschen AfD-Wähler sei für die Demokratie verloren. Der Ossi sei einfach zu doof für gelebte Demokratie am machen tun. Er sei besonders empfänglich für rechtsradikales, demokratiefeindliches Gedankengut, weil diktatursozialisiert.

Intellektuell ist das nicht sonderlich anspruchsvoll, da auch die meisten DDR-Bürgerrechtler diktatursozialisiert waren. Aber vielleicht hat Herr Wanderwitz einfach Probleme mit anderen Meinungen.

Schließlich ist er ja ebenfalls diktatursozialisiert. Oder kommen Ostbeauftragte neuerdings aus’m Westen?

Etwas aberwitzig ist das Ganze natürlich insofern, als der gemeine Ossi genau das tut, wofür er 1989 auf die Straße ging: Er nimmt seine ureigentlichen demokratischen Rechte in Anspruch und sagt nein zum Establishment, nein zu einer selbstzufriedenen pseudo-demokratischen Politikerkaste, die in ihren künstlichen Phrasen und verlogenen Denkfiguren ertrinkt.

Noch aberwitziger wird die Geschichte, wenn man bedenkt, daß all die politisch korrekte – mit Verlaub – Megascheiße, die unser Land überflutet, vor allem ein Westimport ist und vor allem von dümmlichen, angepaßten, demokratiesozialisierten Wessis produ-ziert und perpetuiert wird.

Diese Leute tragen das Wort „Demokratie“ fast genauso ostentativ vor sich her wie der Arbeiter- und Bauernstaat DDR.

Megaaberwitzig tut die Sache aber werden tun, wenn wir uns klarmachen, daß es vor allem verstrahlte Wessis sind, die die Akademikergeisteskrankheit Gendersprache erfunden haben und die diesen Vollidiotendialekt mittels Verordnungen überall implemen-tieren, wo sie es nur können, um ihren perversen Gutmenschen-neurosen zu frönen.

Oder kennt jemand ostdeutsche Sprachwissenschaftler, die die Genderkacke am Dampfen halten? Welcher ostdeutsche Moderator tut gendern tun? Bisher sind mir nur Wessis bekannt.

Gendern, Frauenquoten, Feminismus und andere Manifestationen des Gutmenschentums, der politischen Korrektheit sind doch – wenn wir mal ehrlich sind – vor allem Westphänomene. Der gemeine Ossi ist proletarisiert und klassenbewußt genug, um all die pseudointellektuelle Giftbrühe aus den westdeutschen Gut-menschengehirnen geflissentlich ignorieren zu können.

Ich fordere hiermit einen Westbeauftragten der Bundesregierung!

Als Ossi reicht es bereits völlig aus, sich einfach mal Begriffsfehlgeburten wie „soziale Konstruktion von Geschlecht“, „kritisches Weißsein“ oder „binäre Geschlechterordnung“ durch die Ohren sausen zu lassen, um in schönsten SED-Erinnerungen schwelgen zu können, ein bißchen an Staatsbürgerkundeunterricht zu denken und Leute, die mit solchen verbalen Witzfiguren hantieren, für komplett bescheuert zu halten.

Wir tumben Ossis sind ja zahlenmäßig nicht allzu viele. Es wundert mich aber nicht im geringsten, daß es mit Sahra Wagenknecht und Wolfgang Thierse jüngst zwei ostzonale Gewächse waren, die sich kritisch zu den Exzessen des elitären, akademisch-bescheid-wisserischen Gutmenschentums westdeutscher Provenienz äußerten. Auch sonst sind Ossis deutlich überrepräsentiert, wenn es um die Kritik an der politischen Korrektheit geht.

Und es ist für mich auch nicht verwunderlich, wenn immer mehr Menschen Parallelen ziehen zwischen der DDR-Staatsreligion Marxismus-Leninismus und der BRD-Staatsreligion Feminismus-Genderismus. Die Universitäten sind heutzutage jedenfalls ein Ort feministischer Demenz und Dekadenz.

Es entbehrt also nicht einer gewissen Ironie, wenn das politische Establishment seine eigene Demokratiefeindlichkeit, seinen geistigen Totalitarismus auf den Osten projiziert. Diese „Demokratiebewahrer“ mit Hang zu „Zivilcourage“ haben uns Deutsche zu einem Volk von Sexisten, Frauenfeinden, Islamophobikern, Rassisten, Transphobikern, Homophobikern, privilegierten Cis-Menschen und genderunsensiblen Reaktionären erklärt, die sich nicht vom generischen Maskulinum und ihrer toxischen Männlichkeit trennen wollen.

So sieht es jedenfalls im Hirn westdeutscher Gegenrechtskämpfer und Qualitätsjournalisten aus, die ihre geistige Selbstkastration für normal halten.

Vielleicht ist es ja genau diese westdeutsche Selektiv-Demokratie, die den einen oder anderen Eingeborenen aus Ostzonesien zu seinem spezifischen Wahlverhalten treibt. Schließlich pfeifen nicht wenige Politiker auf die Inhalte des Grundgesetzes – wie man an der Beschneidungsdebatte, an der schleichenden Aushöhlung des Gleichberechtigungsgrundsatzes durch das verlogene Konzept der „Gleichstellung“ oder eben an Muttis Asylwahn studieren konnte.

Vielleicht wundert sich auch manch Ostler, daß es im „Unrechts-staat“ DDR keine Obdachlosen gab, keinen blühenden Drogenmarkt mitsamt vielen hundert Toten jedes Jahr, während das Grundgesetz voller Pathos postuliert, daß die Würde des Menschen unantastbar sei.

Mutti sollte mich mal zum Westbeauftragten ernennen. Ich könnte dem Westen Demokratie beibringen. Komisch, daß das Konzept der Diversity, der Buntheit, der Vielfalt, der kulturellen Bereicherung bei uns Ossis so selten Anwendung findet. Stattdessen frönt man der Ossiphobie und spricht uns die Integrationsfähigkeit ab.

Wären wir Neger, Zigeuner oder Muselmanen, würde man Marco Wanderwitz ihm seine Äußerungen als „Rassismus“ bezeichnen. Dummerweise sind wir Ossis keine Rasse. Noch nicht mal eine Ethnie.

Kritisches Weißsein war gestern. Wäre ich Westbeauftragter der Bundesregierung, würde ich im ganzen Lande Seminare und Selbsthilfegruppen für „Kritisches Wessisein“ organisieren.
Qualitätsjournalunken und Besserwessis würden sich selbst geißeln und kasteien und um Vergebung bitten für ihre Sünden.

So wäre die innere Einheit zu schaffen.

 

Aber genug der Polemik und nun doch noch zu Merkels geradezu phantastischen Leistungen im Merkeln, einer Disziplin, die es ohne unsere famose Uckermärkerin nie gegeben hätte. Das folgende Zitat ist geradezu ein Wunderwerk an einschläfernd mäandernder Merkelei. Das bißchen Gendern am Ende fällt da gar nicht mehr so ins Gewicht:

Deshalb ist es natürlich beschwerlich, wenn Menschen sich von der Demokratie abwenden, das ist ein Verlust für unser Gemeinwesen. Das macht auch unser Zusammenleben sicherlich schwieriger

Aber: Ich werde mich nie damit abfinden, daß man das als gegeben hinnimmt, sondern immer weiter dafür arbeiten – auch wenn‘s manchmal lange dauert und einen langen Atem verlangt, jeden auch wieder für die Demokratie zu gewinnen – und jede.

Ist das nicht toll? Merkel will nicht nur jeden für die Demokratie zurückgewinnen, sondern auch jede.

Das „und jede“ am Ende des Zitats verschluckt Merkel regelrecht. Es wirkt fast wie eine Pflichtübung, und das ist das Gendern ja auch. Ich habe dieses Zitat hier gebracht, weil es sehr schön illustriert, was für ein Kropf der Tanz um die Gender-Redundanz ist. Merkel hatte den Satz wie ein normaler Mensch begonnen – zum Schluß aber verschafft sich dann doch noch die FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda Gehör und ergänzt das redundant-penetrante „und jede“.

Schließlich macht man das heute so. Und Merkel möchte bestimmt nicht konterrevolutionär sein. Blöderweise hat sie mit dieser Diktion noch mal den Beweis geliefert, daß kein Mensch normalerweise so spricht, auch die Gender-Fraktion nicht.

Wer „korrekt“ sprechen will – muß sich korrigieren. Irgendwie logisch.

Dieses eher subtile Beispiel aus der Welt des Genderns veranschaulicht vor allem eines: Gendern ist kein natürliches Deutsch. Die Hirnströme folgen gewissermaßen anderen Linien. Wer gendert, muß sich verstellen, muß sich „anstellen“.

Merkel beginnt den Satz wie ein normaler Mensch – um am Ende doch noch dem Gender-Ablaßhandel zu frönen und Linientreue zu beweisen. Vielleicht ist sie ja nur eine Funktion ihrer Spindoktoren. Irgendjemand muß ihr eingeimpft haben, daß Gendern jetzt arg in Mode ist.

Wäre Merkel wirklich intelligent und ein kritischer Mensch, würde sie auf diesen Unfug verzichten. Zumal ihr sprachlicher Gleichstellungs-impuls doch irgendwie merkwürdig anmutet, vergeht doch kein Tag, an dem uns nicht erklärt wird, wie alt, weiß, cis und männlich der gemeine AfD-Wähler ist.

Deutschlandfunk: Kanzlerin Merkel berät mit Ostministerpräsidenten – MP3-Audio

Wer Merkel kurz vor ihrer baldigen Demission noch mal richtig schön merkeln hören möchte, dem sei der hier verrissene Beitrag empfohlen. Ihren Auftritt hat sie bei Sekunde 30. Man kann sich beim puren Lesen des obigen Zitats kaum vorstellen, was Merkel aus diesen Zeilen ästhetisch macht. Das hört sich an wie ein FDJ-Nachmittag im Palast der Republik.

Alles spricht dafür, daß Merkel eigentlich eine verhinderte Staatsratsvorsitzende der DDR ist und Erich Honecker hätte beerben sollen. Vermutlich hatte der Weltgeist einfach geschlampt und spontan umdisponiert.

Ich bin geneigt, die merkelsche Sprachmelodie, dieses mäandernde Herumgeeiere, garniert mit Lispeleinlagen, exzessiven Gedanken-strichen und leichter Berliner Färbung bei gleichzeitig völlig ironiefreien Bemühungen, halbwegs ernsthaft rüberzukommen, als eine neue Kunstform zu betrachten.

Wir werden Merkel noch sehr vermissen.

Gendern bis zur Vergasung

Heute ist Führers Geburtstag. Aber damit hat es wohl weniger zu tun, wenn eine Redakteurin des Deutschlandfunks bis zur Vergasung gendert.

Im Deutschlandfunk gendert man ja sowieso bis zum Endsieg der totalen Geschlechtergerechtigkeit. Insofern ist es nicht weiter erwähnenswert, wenn ich heute mal einen Beitrag aus der Sportredaktion herausgreife und genauer bespreche. Der Beitrag ist repräsentativ für das ganze Programm des Deutschlandfunks und kann noch bis ins Jahr 2038 runtergeladen bzw. angehört werden.

In der Anmoderation gendert der Moderator schon fleißig drauf los und spricht von den „Athletinnen und Athleten“ sowie den „Sportlerinnen und Sportlern“. Es geht um die Olympischen Spiele in Tokio und die leidliche Frage nach dem Impfen der deutschen Teilnehmer.

Dann antwortet die Sportredakteurin Marina Schweizer und nervt den arglosen Hörer gleich mit folgenden kryptischen Worten, als sie vom Moderator nach der Lage der Dinge gefragt wird:

Der Deutsche Olympische Sportbund geht aktuell von 800 Personen aus, die zu Olympia fahren, und 300 Personen zu den Paralympics. Also da geht es um Athletinnen und Betreuer. Es bestehe Einigkeit, daß die Athletinnen und Athleten zeitgerecht vor den Olympischen Spielen geimpft werden sollen.

Wüßte man nicht, daß wir im Gender-Irrenhaus leben, so könnte man meinen, hier sei eben zuerst nur von weiblichen Athleten und männlichen Betreuern die Rede. Wir sind aber Akademiker und wissen daher bescheid, daß das sprachlicher Gender-Ablaßhandel ist und man eben auch mal einfach eine weibliche Form platziern will, um das eigene Gutsein zu zelebrieren – koste es, was es wolle.

Diese Praxis des Anarcho-Genderns, das dem normalen Deutsch und jeder Grammatik und Semantik Hohn spricht, ist die vierte Säule des heutigen Genderwahns – neben Doppelnennungen, Gender-Lücken und Gerundien. Binnen-I und andere ältere Genderliturgien bleiben hier mal außen vor.

Den Journalisten im Radio und Fernsehen ist unsere deutsche Sprache und ihre Sinnhaftigkeit so scheißegal – und ihr Gender-Kult derartig wichtig, daß sie guten Gewissens diesen widersinnigen Selektiv-Plural praktizieren. Daß das niemand im normalen Volk versteht geschweige denn praktiziert, ist ihnen ebenfalls egal.

Hauptsache, man hat mal wieder irgendwo eine weibliche Form untergebracht – sei es auch noch so bizarr und schizophren.

Es ist also eine gängige Variante des Genderwahns, bei mehreren Pluralformen in einer Aufzählung einige auch zu verweiblichen. Da kommt dann so etwas heraus wie „Ärztinnen und Apotheker“ oder „Fußgängerinnen und Radfahrer“.

Ich muß das wohl nicht weiter kommentieren. Man muß wohl schon richtig scheiße im Kopf sein, um so etwas fabrizieren zu können. Wir können wirklich froh sein, daß 75% der Menschen in Deutschland kein Abitur haben.

Das Frappante an obigem Zitat mit dem Anarcho-Plural ist, daß dort zwei Systeme des Plurals direkt nebeneinander stehen, die sich jeweils widersprechen. Der Redakteurin ist das offenbar egal. Zum einen der genderromantische und widersinnige „Selektivplural“ („Athletinnen und Betreuer“). Zum anderen die reine Lehre der Doppelnennung beider Geschlechter („Athletinnen und Athleten“). Na ja. Ich bin immer wieder fassungslos, wie unglaublich zwanghaft diese Sprachpraxis ist – also wie krank man im Hirn sein muß, um das überhaupt sprechen und vor sich selbst durchgehen lassen zu können.

Wo sind da die Kontrollinstanzen in unseren angeblich so seriösen Qualitätsjournalisten? Wie scheiße muß man im Kopf sein, wenn man nicht von allein auf die simple Frage kommt: Warum spreche ich dieses Deutsch nur, wenn ich auf Sendung bin?

Etwas später in dem Beitrag kommt dann dieser Satz:

Man wolle auf keinen Fall riskieren, daß die Athletinnen und Athleten, die Betreuer für andere anläßlich der Olympischen Spiele ein Infektionsrisiko darstellen.

Haben die „Athletinnen und Athleten“ nur männliche Betreuer oder was?

Oder soll ich als Hörer jetzt schnurstracks in einer Millisekunde umschalten und das generische Maskulinum wieder ins Recht setzen und das Wort „Betreuer“ geschlechtsneutral verstehen?

Was wollt Ihr eigentlich von mir als Hörer? Soll ich nun ein Fan des Gender-Idioms werden oder doch die schlümme, patriarchale Sprache anerkennen, die uns alle so diskriminiert? Was wollt Ihr Vollidioten eigentlich?

Man entschuldige bitte meine klaren Worte. Aber als proletarisierter Ossi kann ich nicht anders und frage mich schon, wo die Logik bei dem Ganzen geblieben ist. Ich habe schon verstanden, daß diese neue Sprache angeblich „geschlechtergerecht“ sein soll. Das habe ich kapiert.

Wo aber bleibt dann die Konsequenz? Warum wird überhaupt noch das generische Maskulinum verwendet, das ja „geschlechter-ungerecht“ ist?

Ihr Gender-Freaks müßt Euch schon entscheiden, was Ihr wollt. Beide Werte widersprechen sich. Entweder ist das generische Maskulinum eine schreiende Geschlechterungerechtigkeit – oder eben nicht. Folglich muß man als Normalbürger aus der realexistierenden Genderpraxis schließen, daß das ganze pseudo-moralische Brimborium um die angebliche „Gendergerechtigkeit“ ein Fake und Schwachsinn ist.

Ich bin so freundlich und erkläre diese Dinge hier. Menschen ohne Abitur brauchen das gar nicht. Die wissen sowieso, daß Gendern Schwachsinn ist. Gender-Zombies kapieren diese Dinge aber selbst dann nicht, wenn man sie ihnen halbwegs akademisch auseinandernimmt.

Da scheint man wohl etwas besoffen von der eigenen gefühlten Moral zu sein.

Anatol Stefanowitsch würde jetzt vermutlich antworten: Tja, wir müssen halt noch mehr gendern und den inneren Klassenfeind in uns bekämpfen, der manchmal doch noch zum generischen Maskulinum greift.

Die innere Klassenfeindin muß natürlich auch noch bekämpft werden. Ganz klar. Manchmal ist der Klassenfeind auch eine Frau oder „nonbinär“.

Na ja. Man kann diese Leute in ihrem infantilen moralischen Narzißmus und ihrer totalen Verblendung nur karikieren. Die Gendersprache in ihrem Lauf halten weder Ochs noch Eselin auf.

Im weiteren Verlauf des Beitrags erwähnt Marina Schweizer „Umfragen unter Athletinnen und Athleten“ und spricht in diesem Zusammenhang von „Antwortenden“. Dann sagt sie:

So wie es aussieht, wollen sich die Athletinnen und Athleten impfen lassen.

Dann werden wir auf einmal wieder mit dem generischen Maskulinum beglückt:

Man betont sehr stark, daß man sich den Schutz wünscht, möchte aber auf gar keinen Fall als Vordrängler gelten.

Von Gender-Zombies erwarte ich hier schon, daß man zumindest von „Vordrängelnden“ redet. Das sollte uns die „Geschlechter-gerechtigkeit“ allemal wert sein.

Dann wieder solch kryptische Zeilen:

Ob dafür Athletinnen und Athleten und deren Betreuer jetzt in der Impfreihenfolge vorgezogen werden müssen, das ist noch nicht klar.

Ihr kennt das Spiel. Die Betreuerinnen werden hier aber eindeutig sprachlich diskriminiert.

Dann dieser merkwürdige Satz hinsichtlich einer etwaigen Priori-sierung der deutschen Olympioniken:

Ob das fair ist, darüber diskutieren Beobachter jetzt schon seit ein paar Monaten […]

Ist die Gendersprache ein elitäres, ausgrenzendes Projekt? Oder warum ist es bei den „Beobachtern“ auf einmal nicht mehr so wichtig, das Volk über die enorme Geschlechtervielfalt in dieser Gruppe aufzuklären? Warum erfahren wir von „Athletinnen und Athleten“, nicht aber von „Beobachterinnen und Beobachtern“?

Dann das:

Das Team hat für viele den Charakter von deutschen Vertretern in der Welt.

Kein Kommentar. Bin gleich fertig mit der Horrorshow. Nur noch dieser Zombiesatz:

Und auch Kunst und Kultur könnten natürlich sagen, auch wir haben herausragende Vertreterinnen dieses Landes.

Wie scheiße muß man im Kopf sein, um solche Sätze formulieren zu können? Aber lassen wir das.

Puh. Das war ganz schön anstrengend, all diese sprachlichen Miß-geburten zu transkribieren. Ursprünglich ging es mir in diesem Artikel nur darum, mal einen Eindruck von einem ganz normalen, alltäglichen Radiobeitrag zu vermitteln, in dem bis zur Vergasung von „Athletinnen und Athleten“ gesprochen wird. Allein das ist ja schon absurd genug.

Bei genauem Hinhören fiel mir dann noch so einiges anderes auf – was aber dem üblichen Gender-Murks entspricht und keineswegs ungewöhnlich ist. Also vor allem die Inkonsequenz und Inkompetenz in der esoterischen Gender-Sprachpraxis. Fanatismus und Wahn-haftigkeit kommen noch hinzu, wenn man sich das letzte Zitat vor Augen führt und klarmacht, wie verstrahlt und deformiert man für solch eine Diktion sein muß.

Wer nicht regelmäßig den Deutschlandfunk hört und sich mal den ganz normalen Genderwahn im Radio zu Gemüte führen möchte, kann sich den hier durchexerzierten, vierminütigen Beitrag ja mal in Gänze anhören. Ich habe ihn mir auch für den Fall des Falles gespeichert.

Der Beitrag vermittelt gut, in was für einem Irrenhaus wir mittler-weile leben.

Und wie gesagt: Dieses „Deutsch“ muß man 24 Stunden am Tag ertragen. Es gibt kein Entrinnen.