Jauchzet, frohlocket: In Mecklenburg-Vorpommern ist das Matriarchat auferstanden!

Als Hörer des Deutschlandfunks ist man eigentlich schon einiges ge-wohnt. Im Programm wimmelt es nur so von Forschenden, Mitar-beitenden, Umweltschützenden, Künstler*innen, Politiker*innen und Aktivist*innengruppen. Wie Menschen freiwillig derartig ihr Gehirn erweichen können, ist mir immer wieder ein Rätsel.

Im selben Programm ist auch ewig wiederkehrend ein Wehklagen darüber zu hören, daß schlümme Rechtspopulisten – meistens ohne Gender-Stern – zu einer Polarisierung und Verrohung der Diskurse beitrügen. Im linken Milieu ist man da offenbar völlig unschuldig und erfreut sich an so tollen Dingen wie der „Geschlechtergerechtigkeit“.

Eigentlich wollte ich jüngst ein Interview vom Deutschlandfunk down-loaden, in dem der Moderator im Zusammenhang mit der französisch-australischen U-Boot-Affäre von „Arbeiterinnen und Arbeitern in den Werften“ sprach. Ein wichtiger Beitrag für mehr Geschlechtergerech-tigkeit – und gegen die Polarisierung unserer Gesellschaft.

Doch dann erblickte ich dies:

 

landtagswahl-mecklenburg-vorpommern-kandidatinnen-deutschlandfunk-generisches-femininum

 

Mecklenburg-Vorpommern hat sich offenbar von der Öffentlichkeit unbemerkt zum Matriarchat gewandelt. Zur Landtagswahl sind dort augenscheinlich nur Frauen zugelassen. So verstehe ich das jedenfalls, der ich ein Fan der Leichten Sprache bin und keinen Abschluß in Gender Studies vorzuweisen habe.

Man muß das nicht weiter kommentieren.

Aber womöglich liegt es auch an solch einer völlig irren und esoterischen Kunstsprache, daß der eine oder andere Politiker keinen Bock mehr darauf hat, den Staatsfunk weiter zu päppeln.

Nur so ein spontaner Gedanke von mir.

Eines aber möchte ich gerne noch anmerken zum Matriarchat von MeckPomm: Das sogenannte generische Femininum ist nichts weiter als eine Fiktion geisteskranker, feministischer Sprachwissenschaftler, die von Sprache ungefähr so viel verstehen wie ein Pinguin vom Fliegen. Das generische Maskulinum verdanken wir nämlich nicht irgend-welchen irren Akademikern, die sich mal irgendwann hingestellt haben und behaupteten, es gebe ein generisches Maskulinum.

Wir verdanken es einer gelebten Sprachrealität, einer selbstverständ-lichen Sprachpraxis, die universell ist und die man tagtäglich studieren kann. Wir verdanken es auch der strukturellen Männlichkeit unserer Sprache, die sich u.a. darin zeigt, daß die weiblichen Formen zumeist nur effeminierte Maskulina sind. Weibliche Personenbezeichnungen wie „Politikerin“ oder „Schauspielerinnen“ sind also quasi nur Weiterentwicklungen der männlichen Vorlage und wären ohne diese gar nicht vorstellbar. Und diese Formen sind nun mal dummerweise länger und damit umständlicher als die männlichen. Das Männliche ist also auch formal und strukturell die Basis unserer Sprache.

Der Begriff des generischen Maskulinums fußt also auf einer realen Empirie. Das generische Maskulinum ist kein akademisches Postulat, es ist gelebte Realität. Und diese Realität funktioniert. Sie ist nicht ausgedacht, sondern Teil des sprachlichen Unbewußten.

Ganz anders das generische Femininum. Es ist nichts weiter als eine begriffliche Polemik, eine beleidigte Behauptung, eine fixe Idee, die rein gar nichts mit dem Sprachalltag zu tun hat. Eine Art feministischer Minderwertigkeitskomplex, weil die Geschichte dummerweise dafür gesorgt hat, daß die DNA unserer Sprache auf formaler Ebene männlich ist – was normalerweise übrigens keine Sau interessiert.

Man muß sich auch immer wieder klarmachen, daß diese reinen Formalia im Sprachalltag keinerlei Belang haben und niemanden hinter dem Ofen hervorlocken. Niemand nimmt daran Anstoß, fühlt sich benachteiligt oder „privilegiert“. Es braucht unfaßbar neurotische, zwangsgestörte und vom Staat bezahlte Akademiker – für die das Verdikt „feministische Gehirnerweichung“ noch sehr diplomatisch formuliert ist -, um in unserer formal männlich basierten Sprache ein „Problem“ zu erkennen. An diesen Leuten sieht man immerhin schön, daß man auch mit einem hochentwickelten Intellekt in die falsche Richtung denken und den größten Unsinn auf Erden produzieren kann.

Der Elfenbeinturm macht’s möglich. Und natürlich noch eine gehörige Portion Größenwahn.

Komisch, daß Leuten, die sich gemeinhin als „links“ oder „progressiv“ verstehen, derartig die Volksnähe abgeht. Ein Sprachwissenschaftler, der behauptet, es gebe ein generisches Femininum oder es lasse sich zumindest etablieren, ist ein kompletter Vollidiot und hat an der Universität nichts verloren.

Anatol Stefanowitsch ist so ein „Sprachwissenschaftler“, der ans sprach-liche Matriarchat glaubt und an einer schweren Moralneurose leidet.

 

„Es ergibt aus der Sicht des Sprachsystems heraus nicht mehr Sinn, eine männliche Form zu verwenden, um auch Frauen mit zu meinen, als eine weibliche Form, um auch Männer mit zu meinen.“

Anatol Stefanowitsch,
Empirieverweigerer und fanatisierter Ideologe

 

Bei diesem und anderen profeministischen Kastraten handelt es sich auch deshalb um exorbitante Nichtsblicker, weil sie noch nicht mal realisieren, daß sich auch auf der rein formalen Ebene das generische Maskulinum geradezu aufdrängt, da es sich dabei ja im wesentlichen um eine Vereinfachung, eine Verschlankung der Kommunikation handelt.

Das ist mit dem Femininum naturgemäß deutlich schwieriger, da es sich dabei schon formal um ein Kompositum der männlichen Form handelt, wenn man so will, eine Verkomplizierung, eine Verweiblichung der männlichen Originalform.

Bereits auf formaler Ebene ist das Femininum ein Spezifikum der an sich neutralen Grundform. Man muß also schon gehörig plemplem sein, wenn man wie gewisse Sprachwissenschaflter einfach so behauptet, das Femininum biete sich genauso gut und plausibel als Generikum an wie das Maskulinum. Das Femininum ist von seinem Wesen her bereits ein Spezifikum, während das Maskulinum die Basis darstellt.

Was sind das für Professoren, die diese zwingenden und peinlichen Offensichtlichkeiten nicht auf die Reihe kriegen bzw. in ihrem femi-nistischen Wahn geflissentlich ausblenden?

Leuten, die keine feministischen Minderwertigkeitskomplexe haben, ist die männliche DNA des Deutschen egal. Es braucht geistesgestörte Akademiker, die diese Gegebenheit zu einem „Problem“ erklären und sich als Gerechte unter den Völkern inszenieren.

Das alles sind unfaßbar simple Betrachtungen, zu denen jeder Laie fähig ist – so auch ich. Und ich würde mich sehr glücklich schätzen, wenn dem einen oder anderen Leser an diesem Punkt plastisch klarwird, was für Irrenhäuser unsere Universitäten mittlerweile sind.

Es ist deshalb wichtig, daß wir die gendergestörten Hochschullehrer und deren Claqueure in den Qualitätsmedien auch mit aller Emphase als grenzenlose Vollidioten bezeichnen, die aufgrund ihrer Ideologisierung nicht eins und eins zusammenzählen können. Bei solch einem Grad der Verdummung und freiwilligen intellektuellen Selbstverkrüppelung im Namen der feministischen Weltrevolution hört der Spaß auf.

Diese Jakobiner der „Geschlechtergerechtigkeit“ verstehen die einfachs-ten Sachverhalte nicht, weil sie ihrer Ideologie zuwiderlaufen. Jeder Laie kann diese Leute vorführen.

Sprache ist nicht dazu da, um rein formal Geschlechter abzubilden, sondern um real zu funktionieren, um Inhalte unkompliziert an den Mann zu bringen. Sie ist auch nicht dazu da, um die Fiktion der angeblichen Frauenbenachteiligung am Köcheln zu halten oder das eigene Gewissen aufzurichten. Es bedarf einer wahrhaftigen Geisteskrankheit, um aus Klassenkameraden Klassenkameradinnen und Klassenkameraden zu machen – oder aus Mitschülern Mitschülerinnen und Mitschüler. Genau darauf haben die meisten Leute keinen Bock. Sprachfluß und Ästhetik sind ihnen wichtiger als pseudomoralische Zwangsneurosen im Gender-Zeitalter.

Das Verstörendste an diesen Pseudowissenschaftlern an der Universität ist ja, daß sie nicht begreifen, daß Sprache – wenn man so will – ein lebendiger Sinn ist, der sich letztlich nur durch das alltägliche Sprechen konstituiert. Und der vor allem nicht akademisch verhandelbar ist.

Was für ein absurdes und paranoides Verhältnis muß man zu unserer Sprache haben, wenn man diesem „Lebewesen“, das seit jeher hervorragend funktioniert, auf einmal irgendwelche Mängel andichtet? Auf rein formaler Ebene? (Rechtschreibreform, ick hör dir trapsen.) Wie komplett gehirngewaschen muß man dafür sein? Obwohl man jeden Tag sehen könnte, daß die vermeintliche Geschlechterungerechtigkeit eine Fiktion ist? Und obwohl man selbst jahrzehntelang so gesprochen hat – ohne Verständigungsprobleme?

Ich finde, man muß diesen kafkaesken Irrsinn auch deutlich beim Namen nennen. Deshalb pflege ich hier auch eine sehr eindeutige Sprache.

Gender-Freaks glauben also, nur weil sie möglichst dämlich ein generisches Femininum postulieren, sei dieses nun in der Welt, funktioniere und etabliere sich. Es ist aber eben nur ein leerer Begriff, keine Substanz. Und diese Substanz läßt sich auch nicht erzeugen, da niemand so spricht und sprechen will. Mal ganz abgesehen von der Absurdität, daß sich schon auf rein formaler Ebene das Maskulinum als guter Vertreter für alle regelrecht aufdrängt.

Auch die sogenannte Geschlechgerechtigkeit ist ein leerer Begriff, da sie auf inhaltlicher Ebene längst existiert. Der vermeintliche Sexismus unserer Sprache wird nur auf formaler Ebene konstruiert – in einem Akt der totalen Gehirnerweichung. Was ich hier schreibe, kann man also auch etwas abgewandelt auf sämtliche anderen Unarten und Fehlgeburten des Gender-Wahns beziehen.

 

„Ich verwende allerdings auch oft das generische Femininum, einfach, weil der überwältigende Teil meiner Studierenden weiblich ist.“

Anatol Stefanowitsch in einem Interview

 

Für das generische Femininum gibt es im gemeinen Volk keinen Verständnishorizont. Übrigens auch nicht bei den Damen und Herren Gender-Freaks. Sie wollen sich nur nicht eingestehen, daß es sich um ein reines Phantasiegebilde, um Lego-Sprache handelt, die sie nur für ihre persönliche Gewissensonanie und nur in ganz bestimmten Kontexten praktizieren. Sie müssen sich für das generische Femininum und andere Gender-Unarten bewußt verstellen. Auch in ihrem Sprachverständnis sitzt das generische Maskulinum natürlich fest im Sattel. Sie bemühen sich nur – kleinen Kindern nicht unähnlich -, das vor sich selbst und der Welt zu verheimlichen.

Daß Kommunismus und Marxismus – ähnlich wie die Gendersprache – ebenfalls irgendwie nicht funktionieren, mußten deren Anhänger übrigens auch jahrzehntelang vor sich selbst verheimlichen. Auch diese Ideologien beruhen auf hehren, aber weltfremden Gerechtigkeitspostu-laten – wie letztlich jede Ideologie.

Kurzum: Es ist immer wieder ein erschütterndes Erlebnis zu realisieren, wie strunzdumm vermeintliche Experten sein können. Man kann das gar nicht laut genug herausschreien. Das Konstrukt des generischen Femininums ist letztlich ein Kündigungsgrund, eine wissenschaftliche Disqualifizierung. Ein unwillkürlicher Beleg dafür, wie Ideologie Wissenschaft korrumpiert. Ausgemachte Professoren können nicht zwischen Form und Inhalt unterscheiden.

Es ist also ein Akt der Emanzipation, wenn das Volk sagt: Fickt Euch Ihr häßlichen Mißgeburten, steckt Euch Eure geisteskranke Gender-Scheiße in den Arsch!

Wollte ich nur mal gesagt haben. 🙂

„Harris ist die erste Frau im Amt der Vizepräsidentin.“

Gestern war im Deutschlandfunk ein Bericht über die US-Einwanderungspolitik und die Rolle von Kamala Harris zu hören. Der Beitrag stammte von ARD-Korrespondent Torsten Teichmann und ist noch auf tagesschau.de nachzulesen.

Man studiere einmal folgende Passage:

In den USA steht die 56-Jährige damit nun endgültig unter Beobachtung. Die Erwartungen an sie waren von Anfang an hoch: Harris ist die erste Frau im Amt der Vizepräsidentin, die erste schwarze Amerikanerin, die erste Amerikanerin mit südostasiatischen Wurzeln auf dem Posten. Sie sei sich dessen bewusst, erklärte Harris vor Kurzem im Interview mit dem Fernsehsender CNN.

Es ist noch nicht so lange her, da war es selbstverständlich, vom „Amt des Vizepräsidenten“ zu sprechen. Der im Zitat markierte Satz macht die Fallstricke der Gendersprache deutlich. Ein Posten, der sich „Amt der Vizepräsidentin“ schilt, kann landläufig eben auch nur von einer Frau besetzt werden. Das entspricht dem herkömmlichen Sprachverständnis.

Gerade in diesem Kontext zeigt das generische Maskulinum seine Stärken, da der springende Punkt – erste Frau in einem zuvor nur von Männern ausgeübten Amt – viel besser zur Geltung kommt, wenn man schreibt:

Harris ist die erste Frau im Amt des Vizepräsidenten.

Der gendergerechte Satz bekommt also eine unverhofft komische Wirkung und verwischt quasi den historischen Moment der weiblichen Machtergreifung. Und es ist und bleibt natürlich auch ein peinliches Gutmenschendeutsch, das hier praktiziert wird. Vorauseilender Gehorsam gendersensibler Qualitätsjournalisten bei gleichzeitiger Ignoranz gegenüber sprachlichen Feinheiten jenseits des Gender-Paradieses.

Wie soll Harris die erste Frau in einem „Amt der Vizepräsidentin“ sein? Bzw. was ist daran so besonders?

Unser Sprachgefühl ist da eindeutig.

Feministinnen und Genderverstrahlte antworten an dieser Stelle für gewöhnlich beleidigt, daß jetzt eben mal zurückgeschlagen werde und die doofen Männer es ertragen müßten, daß man auch mal weibliche Formen verwende, und Männer mitgemeint seien.

Dieses Argument funktioniert aber eben nur in einer akademischen Blase der Selbstgerechtigkeit, in der man sich vom allgemeinen Sprachverständnis abgekoppelt hat. Man kann noch so sehr behaupten, daß ein Begriff wie „Amt der Vizepräsidentin“ generisch zu verstehen sei.

Man versteht ihn eben nicht generisch. Weil Sprache nicht in Professorenzimmern oder fanatisierten Feministinnengehirnen hergestellt wird. Oder sich von eingebildeter Moral beeindrucken läßt. Sprache konstituiert sich allein durch den alltäglichen Gebrauch. Durch das normale Volk. Sprache ist direkte Demokratie.

Was nicht der Konvention oder dem Sprachgefühl entspricht, wird schlicht aussortiert bzw. nicht für voll genommen.

An dieser Stelle fällt mir spontan ein Zitat von Immanuel Kant ein, das ich mal in einem Architekturforum aufgeschnappt hatte und das ein User in seiner Signatur verwendete:

Schön ist, was ohne Begriff allgemein gefällt.

Dieses Bonmot ist natürlich als ein bissiger Seitenhieb auf einige Spielarten der modernen Kunst und Architektur zu verstehen, deren „Schönheit“ oder Aussagekraft man sich nur mit einem Universi-tätsstudium und allerlei schöngeistiger Akrobatik herbeireden kann. Schönheit ist laut Kant also letztlich eine Sache der Schwarmintelligenz, des gesunden Menschenverstandes.

Schönheit ist kein Produkt intellektueller Verrenkungen, sondern des unmittelbaren emotionalen Erlebens.

Ich übersetze Kants Kommentar zur Ästhetik mal auf die sprachliche Ebene:

Sprachliche Sinnhaftigkeit ist, was ohne Begriff allgemein praktiziert und als sinnvoll empfunden wird.

Das ist natürlich das Todesurteil für die „geschlechtergerechte“ Sprache und all den pseudointellektuellen Müll drumherum. Und man kann gar nicht oft genug betonen, daß jeder Gender-Unfug bereits unweigerlich an unserem ästhetischen Empfinden scheitert – denke man sich auch noch so komplizierte sprachliche oder moralische Rechtfertigungen dafür aus.

Sprache ist nicht etwas, das man irgendwie herbeiargumentieren kann. Sprache ist gewissermaßen ein natürliches Lebewesen, das so, wie es ist, in Ordnung und richtig ist. Wissenschaftler können dieses Lebewesen beschreiben. Jeder Versuch aber, diese alltägliche Sprache mithilfe paranoider Denkfiguren in den Dreck zu ziehen, muß scheitern.

Und da fragt man sich erneut: Wie gestört und krank im Kopf müssen all die Gender-„Linguisten“ an den Universitäten sein, die diese einfache Wahrheit nicht begreifen? Sie haben einfach nicht verstanden, daß Sprache zu allererst Ästhetik ist. Sprache muß sich gut anfühlen. Und Gender-Lücken und Doppelnennungen fühlen sich definitiv so schlecht an, daß niemand – auch die meisten Gender-Spasten nicht – in seinem Alltag so spricht.

Immanuel Kant würde sicherlich herrlich gegen die Gendersprache polemisieren. Denn diese Sprache verdankt ihre vermeintliche Sinnhaftigkeit lediglich den Hirngespinsten verpeilter Akademiker, nicht einem unmittelbaren Empfinden.

Sinnhaftigkeit wird aber durch ein allgemein übliches Sprechen hergestellt, das jedermann ohne Nachdenken versteht. Die Gendersprache wird im Volk nicht praktiziert und existiert daher gewissermaßen gar nicht. An dieser Stelle muß man sich auch mal wieder Gedanken darüber machen, wieviel Lichtjahre eigentlich ein großer Teil der Linguisten davon entfernt ist, das Wesen von Sprache zu verstehen.

Diese Leute kommen einem vor wie Bauingenieure oder Physiker, die nicht wissen, was ein rechter Winkel ist, und die sich einfach neue Naturgesetze ausdenken, weil ihnen die alten irgendwie nicht passen.

Und das labeln sie dann als „antiautoritäre Physik“, die mehr Diversity in die Welt bringt. Die Welt hat geradezu gewartet auf diese neuen Gesetze – nur funktionieren sie irgendwie noch nicht so richtig.

Man kann sich so progressiv fühlen, wie man will. Ein „Amt der Vizepräsidentin“ entspricht einfach nicht dem Sprachgefühl. Auch wenn ich Kamala Harris dieses Amt sehr gönne.

Das gegenderte Amt schmälert nur unnötig den Bedeutungsraum und erzeugt eine gewisse Redundanz.

Auf diese Dinge haben übrigens auch schon die drei Professorinnen hingewiesen, die jüngst gegen die Kastration des generischen Maskulinums im Online-Duden protestierten. Im Menüpunkt Presseschau ist ein Artikel zu diesem Thema verlinkt.

Ein Satz wie folgender befriedigt zwar den Gleichstellungsbe-auftragten in uns, transportiert aber auch eine gewisse Ambivalenz:

Bundeskanzlerin Angela Merkel gehört zu den wichtigsten Politikerinnen der Welt.

Wie hört sich dieser Satz an:

Bundeskanzlerin Angela Merkel gehört zu den wichtigsten Politikern der Welt.

Nun ja.

Das generische Maskulinum hat eben durchaus seinen Sinn.

Und Gendern macht Frauen mitunter unwichtiger und kleiner, als sie es eigentlich sind.