Zitate

„Die Sprache, davon bin ich überzeugt, hat eine Selbstreparaturfunktion. Sie wird sich regenerieren. Zwanzig oder dreißig Jahre später werden die jungen Menschen den ergrauten Gendersternchenfreaks mit nachsichtiger Ironie begegnen, wohl wissend, dass Gleichberechtigung und Respekt auf Kosten der Sprache nicht zu erreichen sind.“

Olga Martynova, Schriftstellerin

„Politik und Verwaltung müssen aufpassen, sich nicht zu sehr von der Alltagssprache der Menschen zu entfernen.“

Stephan Weil, niedersächsischer Ministerpräsident

„Früher hat man am russischen Hof Französisch gesprochen, um sich abzuheben von dem Mob. Heute spricht man Gendersprache“

Jan Fleischhauer, Journalist

„Autorenschaft; Urheberrechtsinhabende; Verfassende; Schreibende; Literaturschaffende; wissenschaftlich Publizierende; Auktorierende“

„Geschlechtergerechte“ und vorgeblich elegante Alternativ-vorschläge zum Plural „Autoren“. Jedenfalls nach Auffassung der Internetseite geschicktgendern.de. Die Macher dieser Seite glauben offenbar auch daran, daß es eine echte Nachfrage nach solchen Wortmonstern gebe.

„Die politische Bereinigung der Sprache ist eine geradezu diktatorische, auf jeden Fall eine ideologische Anmaßung, die nur Leute mit Hoheitsgewalt durchsetzen können: in Behörden, Rathäusern, Universitäten, öffentlich-rechtlichen Sendern.“

Monika Maron, Schriftstellerin

„Die Lage einer verfolgten Minderheit in China wird keinen Deut besser, wenn man von Uigurinnen und Uiguren redet und sich dabei die Zunge verrenkt. Denn dann achten die Zuschauer nur noch auf den Versprecher und kriegen gar nicht mehr mit, worum es eigentlich geht.“

Markus Lanz, TV-Moderator